Pflanzen statt Fleisch schenkt Ihnen mehr Lebensjahre

Verzicht auf rotes Fleisch verlängert das Leben. Dass dunkle Fleischsorten verschiedene Gesundheitsprobleme verursachen können, ist bereits bekannt. Harvard-Forscher konnten 2019 beweisen, dass übermäßiger Fleischverzehr auch das Sterberisiko erhöht. Die Wissenschaftler analysierten mehr als 80 000 Probanden über einen Zeitraum von fast 25 Jahren. Im Rahmen der Studie sollten einige Probanden jahrelang ihren Verzehr von rotem Fleisch erhöhen. Dabei kam heraus, dass nur  eine halbe extra Portion Fleisch pro Tag das Sterberisiko um 13 % steigerte. Wer insgesamt eine ganze Portion mehr Fleisch zu sich nahm, hatte sogar ein um 22 % erhöhtes Risiko, früher zu sterben. Wer seinen Fleischverzehr hingegen senkte und gleichzeitig den pflanzlichen Anteil in seiner Nahrung erhöhte, konnte seine Lebensdauer erhöhen. Weniger Fleisch, mehr Pflanzen!

Wurstkonsum erhöht die Sterblichkeit drastisch. In europäischen Ländern lassen sich ca. 3 % aller Sterbefälle auf Fleisch- und Wurstkonsum zurückführen. Das hört sich zwar zunächst nicht viel an, es handelt sich dabei jedoch um hunderttausende von Menschen. Das gilt vor allem für das Risiko, an Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebs zu sterben. Das liegt vor allem daran, dass sich in Wurstwaren durch die Verarbeitungsschritte krebserregende Stoffe bilden und sie zu viel Salz enthalten. Außerdem enthalten sie gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und tierische Proteine. Die Studie wurde 2013 durch die Universität Zürich durchgeführt und basiert auf den Daten der umfangreichen EPIC-Studie mit fast 450 000 Teilnehmern. Die Experten raten, täglich nicht mehr als 20 g Wurst oder verarbeitetes Fleisch zu essen. Je 50 g Fleisch pro Tag erhöht sich das Risiko, frühzeitig zu sterben, um 18 %. Wer extrem viel Fleisch isst, muss sich sogar mit einem doppelt so hohen Sterberisiko abfinden als moderate Fleischesser.

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