Antioxidantien bei Muskelkater und Laufen gegen Krebs

Antioxidantien aus Kirschen reduzieren sportbedingten Muskelkater. Die brennenden Muskelschmerzen entstehen aufgrund mikroskopisch kleiner Risse in Muskelzellen nach starker körperlicher Belastung, welche schmerzhafte Entzündungsprozesse auslösen. Eine US-Studie fand 2006 heraus, dass die Anthocyane aus farbigen Beeren (z.B. in Kirschen, Aronia Pulver, Heidelbeeren) die Entzündungen wirkungsvoll bekämpfen, indem sie die Entzündungsmarker (z.B. C-reaktives Protein) im Blut signifikant reduzieren. Eine ähnliche Studie zeigt: Probanden, die ihre Muskeln deutlich überbeanspruchen, haben am nächsten Tag ca. 30 % weniger Kraft und starken Muskelkater. Wenn sie vorher Kirschsaft trinken, profitieren sie am Tag danach von mehr Kraft und weniger Schmerzen.

Laufen schützt vor Krebsentstehung und hemmt das Tumorwachstum. Bei körperlichem Training erhöht sich der Adrenalinspiegel und in den Muskeln wird ein bestimmter Botenstoff freigesetzt, welcher für die Aktivierung von Immunzellen zuständig ist. Wissenschaftler der Universität Kopenhagen kamen 2016 zu dem Ergebnis, dass die Kombination aus beiden Faktoren bestimmte Immunzellen (Killerzellen) in großer Menge aktivieren, welche das Wachstum von Tumoren bremsen. Im Rahmen der Studie wurden Mäusen krebserregende Substanzen injiziert und ihre Reaktion vier Wochen lang beobachtet. Eine Hälfte durfte sich währenddessen am Laufrad betätigen, die andere nicht. Im Vergleich zu den Mäusen ohne Bewegung reduzierten sich die Tumore bei den Laufrad-Mäusen um durchschnittlich mehr als 60 %. Daraus schließen die Experten, dass regelmäßige Laufeinheiten das Krebswachstum auch beim Menschen unterdrücken können.

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