Ballaststoffe sind Alleskönner – Wirkung sogar bei Rheuma und Krebs

Eine ballaststoffreiche Ernährung reduziert das Brustkrebs-Risiko. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health aus April 2020. Die beteiligten Wissenschaftler fanden heraus, dass Frauen mit einem ballaststoffreichen Speiseplan ein 8 % niedrigeres Risiko hatten, Brustkrebs zu entwickeln – im Gegensatz zu denen, mit den wenigsten Ballaststoffen in ihrer Ernährung. Diese Ergebnisse gelten für Frauen vor und nach der Menopause sowie verschiedene Brustkrebstypen. Die Experten erklären diesen Effekt mit der blutzucker- und östrogensenkenden Wirkung der Ballaststoffe. Viele natürliche Ballaststoffe liegen z.B. in Vollkornprodukten und Urgetreide, Bio Flohsamenschalen gemahlen, Hülsenfrüchten sowie Trockenfrüchten vor.

Ballaststoffe sind sinnvoll bei Arthritis. Dies bestätigte 2020 erneut eine Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Bereits 2018 fanden die Wissenschaftler heraus, dass ein durch Ballaststoffe genährtes Mikrobiom kurzkettige Fettsäuren mit antientzündlicher Wirkung produziert. Als Bestandteile der Gelenkflüssigkeit wirken die Fettsäuren Propionat und Butyrat lokal entzündungshemmend. Ergänzend fanden die Forscher heraus, dass eine wohlgenährte Darmflora die Zonulin-Produktion beeinflusst. Das Protein Zonulin moduliert die Durchlässigkeit der Darmwand. Sind die „schlechten“ Bakterien in der Überzahl, wird vermehrt Zonulin produziert und die Darmbarriere (Tight Junctions) wird durchlässig – es folgt eine entzündliche Autoimmunreaktion wie z.B. Rheumatioide Arthritis. Als Mäusen im Rahmen der Studie Butyrat verabreicht wurde, reduzierte sich die Zonulin-Ausschüttung, die intestinale Barriere wurde gestärkt und die Arthritis-Symptome verbesserten sich. Mehr Ballaststoffe, gesündere Darmflora, weniger Arthritis!

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