Kategorie: Gesundbuch-News

Ballaststoffe sind Alleskönner – Wirkung sogar bei Rheuma und Krebs

Eine ballaststoffreiche Ernährung reduziert das Brustkrebs-Risiko. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health aus April 2020. Die beteiligten Wissenschaftler fanden heraus, dass Frauen mit einem ballaststoffreichen Speiseplan ein 8 % niedrigeres Risiko hatten, Brustkrebs zu entwickeln – im Gegensatz zu denen, mit den wenigsten Ballaststoffen in ihrer Ernährung. Diese Ergebnisse gelten für Frauen vor und nach der Menopause sowie verschiedene Brustkrebstypen. Die Experten erklären diesen Effekt mit der blutzucker- und östrogensenkenden Wirkung der Ballaststoffe. Viele natürliche Ballaststoffe liegen z.B. in Vollkornprodukten und Urgetreide, Bio Flohsamenschalen gemahlen, Hülsenfrüchten sowie Trockenfrüchten vor.

Ashwagandha – Die Wunderwurzel aus dem Ayurveda

Besser schlafen dank Ashwagandha Wurzel. Eine indische Studie aus 2019 untersuchte 60 gestresste Männer und Frauen. Die Probanden nahmen 8 Wochen lang 2 x täglich entweder 300 mg Ashwagandha Extrakt oder eine Placebo. Während die Placebo-Probanden keine positiven Veränderungen bemerkten, berichteten die Ashwagandha-Probanden von einer geringeren Einschlafdauer und erholsamerem Schlaf. Verantwortlich für diese Wirkung machen die Wissenschaftler die enthaltenen Withanolide. Von der naturreinen, getrockneten Ashwagandha Wurzel, Ashwagandha Kapseln oder Ashwagandha Presslingen ist eine ähnliche Wirkung zu erwarten, da auch diese die wirkungsgebenden Inhaltsstoffe enthalten.

Carotinoide und Vitamin D schützen die Lunge

Hoher Vitamin D-Spiegel schützt vor Coronavirus. Zu diesem Ergebnis kam 2020 eine kooperative Studie der University of East Anglia und Anglia Ruskin University. Dass Vitamin D eine wichtige Funktion für ein stabiles Immunsystem hat, ist bereits bekannt. Im Rahmen einer neuen Analyse zeigte sich, dass auch das Sterberisiko an der Lungenkrankheit Covid-19 mit steigendem Vitamin D-Level sinkt. Insbesondere in Spanien und Italien, zwei der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder, hat die Bevölkerung laut den Experten besonders niedrige Vitamin D-Level.

Safran und Ingwer natürlich gegen Schmerzen

Safran lindert entzündungsbedingte Schmerzen. Zu diesem Ergebnis kam 2020 eine Studie der Universität Teheran im Iran. Drei Jahre lang nahmen Probanden mit Gelenkrheuma das wertvolle Gewürz Safran zu sich. Zur Kontrolle bekam dieselbe Anzahl an Teilnehmern ein Placebo. Im Gegensatz zur Placebo-Gruppe profitierten die Safran-Probanden am Ende des Untersuchungszeitraums von deutlich reduzierten Schwellungen der Gelenke und 30 % weniger Schmerzen.

Himbeeren und Erdbeeren – wirksam frisch oder als naturreines Fruchtpulver

Erdbeeren verhindern das Wachstum von Krebszellen. Zu diesem bemerkenswerten Ergebnis kam eine Studie der Marche Polytechnic University in Italien. Studienleiter Dr. Maurizio Battino berichtet, dass die Tumore dank Erdbeerextrakt innerhalb von fünf Wochen deutlich geschrumpft waren. Zwar wurden die Untersuchungen an Mäusen durchgeführt, die Experten vermuten jedoch einen starken Zusammenhang auch bei menschlichen Krebserkrankungen. Weitere Studien zeigen, dass bereits 10 bis 15 Erdbeeren pro Tag flexiblere Arterien und gesündere Zellen mit sich bringen. Verantwortlich für diese Wirkung machen die Wissenschaftler einen bestimmten sekundären Pflanzenstoff: Die Ellagsäure. Die wirksame Ellagsäure liegt von Natur aus nicht nur in Erdbeeren, sondern auch in Himbeeren, Granatapfelsaft oder Walnusskernen vor.

Fermentierte Lebensmittel halten gesund

Fermentprodukte stärken das Immunsystem. Das fand 2019 eine Studie der Universität Leipzig heraus. Die Forscher bestätigten, dass Menschen bestimmte Zellrezeptoren besitzen, welche durch Signale von Milchsäurebakterien aktiviert werden und unsere Immunabwehr boosten. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Sojasauce Shoyu, Genmai Miso aus Reis oder PhytoProEM enthalten diese erwünschte Bakterienart für den Darm in hoher Konzentration.

Effektive Grippehelfer aus dem Pflanzenreich

Grüntee boostet die Immunfunktion und reduziert das Influenza-Risiko. Seit den 1980ern wird die immunstärkende Wirkung von grünem Tee intensiv erforscht. Mittlerweile wurden unzählige Studien veröffentlicht. Eine japanische Studie aus 2006 kam zu dem Ergebnis, dass Gurgeln mit Grüntee bzw. Catechin-Extrakt bei älteren Menschen im Altersheim eine Influenzainfektion vorbeugen kann. Insgesamt nahmen an der Studie 124 Probanden teil. Die Hälfte gurgelte 3 x täglich mit Catechinextrakt (60 % davon waren Epigallocatechingallate aus Grünem Tee), während die Kontrollgruppe nur mit Wasser gurgelte. Nach drei Monaten wurde die Anzahl an Influenzaerkrankungen in den beiden Gruppe untersucht. In der Catechin-Gruppe trat nur bei etwa 1 % der Probanden eine Influenza auf, in der Wasser-Gruppe erkrankten hingegen 10 %.

Bitterstoffe für Leberentgiftung und Immunsystem

Bitterstoffe aus Artischocken helfen bei der natürlichen Entgiftung und heilen eine Fettleber. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Faculté de Medecine Sfax in Tunesien. Die beteiligten Wissenschaftler stellten fest, dass Artischockenextrakt die Leber vor schädlichen Einflüssen schützt und ihre Regeneration beschleunigt. Eine andere Studie von Experten aus Qatar und dem Iran stellte fest, dass die in Artischocken vorliegenden bitteren Substanzen eine nicht-alkoholische Fettleber reduzieren können, indem sie den Fettstoffwechsel normalisieren. Patienten mit fortgeschrittener Leberverfettung wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und acht Wochen lang untersucht. Eine Hälfte der Teilnehmer erhielt 3 x täglich 200mg Artischockenblattextrakt mit dem hochdosierten Bitterstoff Cynarin, der andere Teil eine Placebo. Die Artischocken-Probanden profitierten am Ende des Untersuchungszeitraums von einem niedrigeren BMI und besseren Leberwerten.

Topinambur sinnvoll bei Diabetes und Darmproblemen

Topinambur schützt den Darm und verbessert die Verdauung. Die Topinamburknolle ist reich an den wasserlöslichen Ballaststoffen Inulin und Oligofructose (FOS). Diese haben eine präbiotische Wirkung und dienen unseren nützlichen Darmbakterien als Nahrung. Die beiden wertvollen Präbiotika unterstützen die Darmflora bei der Produktion entzündungshemmender kurzkettiger Fettsäuren und verbessern die Verdauung. Laut einer Studie der University of Toronto führt die Einnahme dieser Substanzen innerhalb weniger Tage zu einem signifikanten Anstieg der Bifidobakterien in unserem Darm. Ideal sind neben den ganzen Wurzel auch 100 % naturbelassenen Topinambur Chips, die getrocknet statt frittiert werden.

Pflanzen statt Fleisch – besser für Darm und Herz

Pflanzliche Ernährung reduziert schädliche TMAO-Level und schützt das Herz-Kreislauf-System. Cholin- und carnitinreiche Lebensmittel (das sind v.a. tierische wie Fleisch, Eier und Milchprodukte) werden im Darm zu Trimethylamin umgewandelt. Es handelt sich dabei um ein Verdauungsgas, das ähnlich wie Ammoniak unangenehm riecht. In unserer Leber wird Trimethylamin zu Trimethylaminoxid (TMAO) umgewandelt. Dabei handelt es sich um ein toxisches Aminoxid, das mit Herz- und Nierenversagen sowie Arteriosklerose (Schlaganfälle, Herzinfakt) assoziiert wird. Forscher bezeichnen die TMAO-Level als neuen Biomarker für Atherosklerose und gehen davon aus, dass man bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen mithilfe deren TMAO-Spiegel ihre Sterbewahrscheinlichkeit voraussagen kann. Für die Prävention dieser Krankheiten bedeutet dies allerdings: Besser auf tierische Produkte verzichten. Wer sich überwiegend pflanzlich ernährt und Steak, Milch und Co. mit proteinreichen Fleischalternativen wie Süßlupinensamen, Lupinenschrot oder Süßlupinenmehl austauscht, reduziert seine körpereigene TMAO-Produktion und damit sein Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten.