Kategorie: Gesundbuch-News

Diabetes kontrollieren – pflanzlich und ohne Medikamente

Leinsamen helfen dabei, Diabetes unter Kontrolle zu halten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der World Health Organization (WHO) aus 2011. Im Rahmen der Analyse nahmen Diabetiker einen Monat lang täglich einen Esslöffel gemahlene Leinsamen zu sich. Danach hatten sich ihre Nüchternblutzuckerwerte, Triglyceridwerte, Cholesterinwerte sowie Hämoglobin A1C-Werte deutlich verbessert. Somit verbessern Leinsamen die Insulinsensibilität bei glukoseintoleranten Menschen und senken die Insulinresistenz. Da Leinsamen antioxidative Eigenschaften aufweisen, könnten diese Effekte auch mit der Reduktion von oxidativem Stress zusammenhängen. Keine Sorge, selbst der regelmäßige Verzehr einer Portion Leinsamen macht nicht dick. Eine andere Studie zeigt sogar, dass 4 Esslöffel pro Tag über einen Zeitraum von 3 Monaten den Probanden zu Gewichtsverlust verhelfen können. Für eine gesundheitsfördernde Wirkung genügen jedoch 2 Esslöffel pro Tag.

Walnüsse reduzieren Stress und machen gute Laune

Die ungesättigten Fettsäuren aus Walnüssen senken den Blutdruck und reduzieren Stress. Zu diesem Ergebnis kam 2010 eine Studie der Pennsylvania State University, ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im „Journal of the American College of Nutrition“. Bei den Probanden waren 9 Walnüsse und 1 EL Walnussöl pro Tag ausreichend, um den stressbedingten Anstieg des diastolischen Blutdrucks zu senken. Die positiven Effekte zeigten sich bereits innerhalb weniger Wochen. Die Wissenschaftler erklären ihre Ergebnisse damit, dass die in den Nüssen enthaltenen Omega 3-Fettsäuren die kardiovaskuläre Stressantwort dämpfen. Bei Menschen mit niedrigem Stressempfinden verringert sich auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zusätzlich wurde in anderen Studien die cholesterinsenkende Wirkung der Nüsse nachgewiesen. Wappnen Sie Ihren Körper effizient gegen stressige Phasen, indem Sie jeden Tag ein paar Walnüsse knabbern!

Mehr als nur ein Gewürz: Kurkuma bei Krankheiten

Kurkuma festigt die Zellmembranen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Zu diesem Ergebnis kam eine im „American Chemical Society“ veröffentlichte Studie der Universität Michigan im Jahr 2009. Mithilfe moderner Methoden wie einer Kernresonanzspektroskopie (NMR) untersuchten die Wissenschaftler die ernährungsphysiologischen Eigenschaften des gelben Gewürzes. Dabei kam heraus, dass die starke entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma unsere Zellen vor Schäden durch freie Radikale und oxidativen Stress schützt. Verantwortlich für die antientzündliche Wirkung von Kurkuma ist bereits in geringen Dosen der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin. Die Curcumin-Moleküle wirken direkt in den Zellmembranen und verbessern die Stabilität ihrer Membranstruktur. So können sie sich selbst besser vor Krankheitserregern schützen. Der Schutzeffekt gilt laut den Experten nur für gesunde Zellen – Krebszellen hingegen werden durch Curcumin eher geschwächt. Besonders effektiv ist die Wirkung von Kurkuma übrigens in der Kombination mit schwarzem Pfeffer.

Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora unserer Kinder

Ballaststoffmangel wirkt sich auf die nachkommenden Generationen aus. Ballaststoffe sind wichtig für eine gute Verdauung und pflegen die Darmflora – das ist bekannt. Im Zuge der westlichen Ernährung sind Ballaststoffe jedoch Mangelware und der Konsum an stark verarbeiteten Produkten mir raffinierten Mehlprodukten, Zucker und Transfettsäuren überwiegt in erschreckendem Maße. Eine Studie der Universität Stanford zeigt nun auf, welche weitreichenden Folgen ein Ballaststoffmangel sogar auf Nachfolgegenerationen haben kann. Sechs Wochen lang fütterte das Forscherteam um Erica und Justin Sonnenburg Mäuse mit einer ballaststoffarmen Diät und stellte anschließend fest, dass sich die Anzahl und Vielfalt ihrer Darmbakterien deutlich verringert hatte. Nach einiger Zeit mit ballaststoffreicher Kost erholte sich ihre Darmflora zwar, erreichte jedoch nicht mehr ihr ursprüngliches Niveau. Als dasselbe Experiment auch an den nachfolgenden Generationen erprobt wurde, stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die Vielfalt des Mikrobioms von Generation zu Generation immer mehr reduzierte. Bei der vierten Mäuse-Generationen kam es beim Wechsel von ballaststoffarmer zu ballaststoffreicher Kost kaum noch zu einer Erholung der Darmflora. Essen Sie mehr ballaststoffreiche Frischkost – nicht nur Ihrer Gesundheit zuliebe, sondern auch der Ihrer Kinder!

Die Milch macht’s? Die Antwort ist ja für chronische Entzündungen und Krebs

Milch begünstigt chronische Entzündungen und mehrere Krebsarten. Milch kommt heutzutage aus industriellen Milchbetrieben und ist durch problematische Massentierhaltung und Pasteurisierung schon lange kein Naturprodukt mehr. Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg fand im Zuge langjähriger Untersuchungen heraus, dass sich in tierischen Produkten wie Milch und Fleisch sogenannte Bovine Meat and Milk Factos (BMMF) befinden. Bei den Erregern handelt es sich um DNA-Bestandteile, die in Verdacht stehen, chronische Entzündungen, Multiple Sklerose sowie einige Krebsarten (v.a. Darm-, Prostata- und Brustkrebs) auszulösen. Zur Hausen geht davon aus, dass 75 – 80 % aller Dickdarmkarzinome mit den BMMF in Zusammenhang stehen. Das beteiligte Forscherteam vermutet, dass sich bereits Säuglinge durch frühen Milchkonsum mit dem Erregertyp infizieren, weil ihr Immunsystem dann noch nicht fertig ausgebildet ist und diese nicht abwehren kann.

Darmbakterien reduzieren Allergien und verbessern die Leistung

Mit Milchsäurebakterien auf natürliche Weise Allergien loswerden. In Industrieländern leiden immer mehr Menschen an Allergien. Ursachen können eine gestörte Darmflora durch Antibiotika oder eine vitalstoffarme Ernährung sein, mangelnder Exposition gängiger Allergene oder frühes Abstillen. Eine Studie der Universität Chicago aus 2014 zeigt nun, dass bestimmte Darmbakterien vor Allergien schützen können. Bei mit Allergenen konfrontierten Mäusen führten Bakterien der Sorte „Clostridia“ zu einer Hemmung der Übertragung von allergieauslösenden Substanzen im Blut. So könnten probiotische Behandlungen in Zukunft möglicherweise die Sensibilität bei Lebensmittelallergien verringern. Die Forscher begründen ihre Ergebnisse damit, dass die Clostrida-Bakterien unsere Immunzellen dazu bringen, vermehrt Interleukin-22 zu produzieren. Es handelt sich dabei um einen Signalstoff, welcher die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verringert. Durch diesen Mechanismus gelangen weniger Allergene in den Blutkreislauf. Wichtig für die menschliche Darmflora ist eine ausreichende Zufuhr präbiotischer Ballaststoffe als Nahrung für die erwünschten Milchsäurebakterien.

Polyphenole gegen Krebs – Effekte wissenschaftlich bewiesen

 

Granatapfelpolyphenole hemmen Wachstum von Prostatakarzinomen. Die Universität Heidelberg kommt in einer Veröffentlichung in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie aus 2008 zu dem Ergebnis, dass Granatapfelpolyphenole bei Prostatatumoren eine starke antikanzerogene Wirkung aufweisen. Dabei wurde die Wirksamkeit nicht nur in-vitro getestet, sondern auch im Rahmen von klinischen Studien auf die Probe gestellt. Als ursächlich für die positiven Effekte vermuten die Wissenschaftler das Zusammenspiel der verschiedenen im Granatapfel vorliegenden Polyphenole. Diese modulieren das Immunsystem, das Epigenom und die Zellsignalwege und hemmen das Wachstum der bösartigen Zellen. Auch mögliche Synergieeffekte von Granatapfelinhaltsstoffen und einer gängigen Chemotherapie schließen die Forscher nicht aus. Die beste Bioaktivität und -verfügbarkeit haben laut den Experten fermentierte Granatapfelprodukte.

Blutdruck senken mit natürlichen Lebensmitteln

Leinsamen sind effektive Bluthochdrucksenker. Zu diesem Ergebnis kam eine kanadische Doppelblind-Studie an Bluthochdruck-Patienten aus dem Jahr 2013. Eine Hälfte der Teilnehmer bekam Lebensmittel, die als Zutat Leinsamen enthielten, die andere Gruppe verzehrte ausschließlich Lebensmittel ohne Leinsamen. 6 Monate später wurden die Ergebnisse ausgewertet. Während die Placebo-Probanden am Ende des Untersuchungszeitraums immer noch an Bluthochdruck litten, hatten sich die Werte der Leinsamen-Probanden deutlich gebessert. Der durchschnittliche Blutdruck der Leinsamen-Probanden sank von 143/77 auf 136/72. Diese Werte verringerten ihr Schlaganfallrisiko um 46 % und ihr Risiko für einen Herzinfarkt um 29 %. Mit diesen Ergebnissen gehören Leinsamen zu den besten Lebensmitteln, um Bluthochdruck natürlich zu senken – völlig ohne Nebenwirkungen!

Kurkuma lindert Schmerzen in Gelenken und nach OPs

Kurkuma wirksam bei entzündlichen Gelenkschmerzen bzw. Arthritis. Kurkuma besteht zu 1 – 5 % aus dem sekundären Pflanzenstoff Curcumin. Beim Curcumin handelt es sich um den Farbstoff, welche dem Gewürz seine kräftige, ockergelbe Farbe verleiht. Studien legen nahe, dass Kurkuma aufgrund dieses natürlichen Substanz wirksam bei der Behandlung von Arthroseschmerzen sein kann. Das liegt daran, dass sie stark antioxidativ wirkt und deshalb eine antientzündliche Wirkung entfaltet. Eine internationale Studie aus den USA und Südkorea von 2016 konnte zeigen, dass 1000 mg Curcumin pro Tag für einen Zeitraum von 2 – 3 Monaten schmerzhafte Entzündungen (= Arthritis) reduzieren kann und die Lebensqualität der Teilnehmer verbessern kann. Die Ergebnisse erwiesen sich als genauso effektiv wie bei synthetischen Schmerz-Medikamenten. Im Rahmen ihrer Analyse verglichen die Forscher bereits vorhandene Studien über Kurkuma und konnten dann dieses Ergebnis präsentieren. Das Problem beim Verzehr von Kurkuma ist oft die geringere Bioverfügbarkeit. Nimmt man das Gewürz allerdings zusammen mit schwarzem Pfeffer ein (Kurkumapfeffer), kann man die Bioverfügbarkeit um 2000 % steigern.

Nüsse – Dickmacher oder Gesundmacher?

Eine Portion Paranüsse senkt den Cholesterinspiegel – und zwar einen Monat lang! Zu diesem Ergebnis kommt eine 2013 im „Journal of Nutrition and Metabolism“ veröffentlichte Studie brasilianischer Wissenschaftler. Im Rahmen der Studie wurden 10 gesunde Teilnehmer untersucht, die einmalig entweder 0 g, 5 g, 20 g oder 50 g Paranüsse aßen. Dabei kam heraus, dass jede der verzehrten Mengen den Cholesterinspiegel der Probanden fast unmittelbar senken konnte – und zwar schneller, als das bei cholesterinsenkenden Medikamenten der Fall ist. Bei denjenigen, die entweder 20 oder 50 g Nüsse aßen, sank das schlechte LDL-Cholesterin um etwa 20 mg/dL innerhalb eines Tages. Das beeindruckende: Selbst 30 Tage später war der Cholesterinspiegel noch genauso niedrig wie am Tag des Verzehrs – und das, obwohl sie die Nüsse nicht kontinuierlich aßen, sondern nur einmalig! Übrigens brauchen Sie sich keine Sorgen um den hohen Selengehalt der Nüsse machen, selbst wenn Sie nicht jeden Monat sondern jeden Tag 4 Nüsse essen würden. Selen ist ein essentielles Spurenelement, welches für die Funktion des Immunsystems und der Schilddrüse eine wichtige Rolle spielt. Es können täglich bedenkenlos 300 – 400 µg Selen verzehrt werden.