Kategorie: Neues aus der Wissenschaft

Wege in ein besseres Leben – allein oder zu zweit

Mehr Wohlwollen führt zu mehr Lebensqualität! Wer sich anderen gegenüber wohlwollend und zuvorkommend verhält, empfindet weniger Sorgen und fühlt sich auch selbst besser. Selbst unausgesprochenes Wohlwollen hat diesen Effekt. Zu diesem Ergebnis kam die US-amerikanische University of Iowa. In ihrem Experiment sollten Probanden 12 Minuten lang in einem Gebäude umherwandeln und anderen Menschen gedanklich Glück und Zufriedenheit wünschen. Noch während dieser Aufgabe und auch im Nachhinein bestätigten die Teilnehmer, dass sie diese positive Einstellung anderen gegenüber auch in sich selbst spüren konnten.

Wertvolles Gesundheitswissen für Jung und Alt

Eine gesunde Darmflora reduziert das Asthmarisiko bei Babys. Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter – sie kann jedoch durch eine gut ausbalancierte und florierende Darmflora im Säuglingsalter verhindert werden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der University of British Columbia in Vancouver (Kanada) im Jahr 2015. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass viele Asthmaerkrankungen von der Zusammensetzung des Mikrobioms in den ersten drei Lebensmonaten abhängen. Somit bestätigen die Forscher die große Bedeutung der Darmflora in der normalen Entwicklung unserer Immunabwehr und unterstützen mit ihren Ergebnissen die sogenannte Hygiene-Hypothese. Diese besagt, dass unsere Umwelt zu sauber und „steril“ ist. Denn wir müssen bestimmte nützliche Bakterien aufnehmen, damit diese in unserem Darm zu einer optimalen Bakterienbesiedelung führen können. Um ihre Darmflora dauerhaft zu pflegen und gesund zu halten, empfiehlt sich der regelmäßige Verzehr von milchsauer fermentierten Produkten (z.B. Sauerkraut, Umeboshi Aprikosen oder Miso).

Tipps für eine schöne Haut – egal ob Sommer oder Winter!

Im Winter trockene Haut durch pflanzliche Öle schützen und pflegen. Eine internationale Studie aus Deutschland und der Schweiz mit fast 50 000 Probanden konnte belegen, dass 30 % der Teilnehmer eine zu trockene Haut haben. Als Hauptursache identifizieren die Wissenschaftler den übertriebenen Einsatz von chemischen Duschgels und Reinigungsprodukten. In der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen verstärkt unter trockener Haut, weil sie nun die natürliche Talgproduktion herunterfährt oder gänzlich einstellt. In diesem Fall fehlt der natürliche Fettfilm, welcher die Haut vor Austrocknung bewahrt. Unterstützen Sie Ihre Haut mit einer Emulsion aus kaltgepressten, pflanzlichen Ölen und einer kleinen Menge Wasser. Diese bilden eine dünne Schutzschicht, welche die Kälte besser abhält und die Haut intensiv pflegt. Für reichhaltige und langfristige Pflege verwenden Sie Traubenkernöl, Aprikosenkernöl, Nachtkerzenöl oder Arganöl.

Antioxidantien bei Asthma & Depressionen

Eine antioxidantienreiche Ernährung hilft bei Asthma. Im Vergleich zu gesunden Vergleichspersonen haben Asthmatiker weniger Antioxidantien im Blut (z.B. Carotinoide wie Lycopin, Lutein). Eine Studie der University of Newscastle in Australien aus 2012 untersuchte was passiert, wenn Asthmatiker mehr Obst und Gemüse essen und was im Gegenzug dazu passiert, wenn sie davon zu wenig essen. 140 Asthmatiker wurden in zwei Gruppen eingeteilt, von denen sich eine zwei Wochen lang antioxidantienreich (7 Portionen Obst & Gemüse) und die andere antioxidantienarm (3 Portionen) ernährte. Das Ergebnis: Asthmatiker mit hohem Obst-Gemüse-Konsum hatten mit 20 % ein deutlich geringeres Risiko, innerhalb von drei Monaten Asthmaanfälle zu erleiden, als diejenigen mit niedrigem Frischkost-Konsum und 40 %igem Rückfallrisiko. Übrigens hatte die zusätzliche Supplementierung von Carotinoiden nicht denselben Effekt – essen Sie lieber vollwertige, vitalstoffreiche Pflanzen um Asthma effektiv zu bessern!

Gewürze wie Chili & Ingwer helfen beim Abnehmen

 

Chili hilft dank Capsaicin beim Abnehmen. Capsaicin ist ein natürlicher Scharfstoff, welcher in Chilis wie Cayenne oder Jalapeño konzentriert vorliegt. Insbesondere Cayennepfeffer heizt unserem Stoffwechsel mit 20 000 bis 50 000 Scoville-Einheiten so richtig ein und kann Gewichtsverlust beschleunigen. Bewiesen wurde dieser Effekt im Jahr 2015 durch Wissenschaftler der University of Wyoming. Scharf ist übrigens keine Geschmacksrichtung, sondern eine Empfindung: Die Wärmerezeptoren unserer Zunge senden Schmerzsignale ans Gehirn, die wir als brennende Schärfe wahrnehmen. Im Gegensatz zu ominösen Abnehmpillen handelt es sich bei Cayennepfeffer um ein 100 % natürliches und gesundes Lebensmittel, bei dem keine Nebenwirkungen zu erwarten sind. Wer gerne scharf isst und ein paar Pfunde verlieren möchte, sollte daher unbedingt mal mit dieser Chilisorte würzen!

Vitamin D – Sonnenbaden reicht nicht, um unser Gehirn zu schützen

Vitamin D schützt unsere Nervenzellen vor Degeneration. Vitamin D-Mangel wird mit dem verstärkten Auftreten psychischer Erkrankungen wie Depressionen und Demenz assoziiert. Lange Zeit war der Wissenschaft nicht bekannt, mit welchem Mechanismus dieser Effekt zusammenhängt. Eine Studie aus 2019 konnte nun endlich Licht ins Dunkel bringen: Das Sonnenvitamin schützt die perineuronalen Netze (PNNS), welche unsere Neuronen umgeben, und gewährleistet dadurch deren reibungslose Kommunikation. Durch Versuche mit Mäusen konnten die Forscher beweisen, dass Vitamin D-Mangel zu einer deutlichen Reduktion der PNNs und der neuronalen Verbindungen führt. Achten Sie unbedingt auf einen ausreichend hohen Vitamin D-Spiegel, vor allem wenn bei Ihnen psychische Probleme diagnostiziert wurden!

Äpfel senken nicht nur den Blutdruck, sondern auch das Sterberisiko

Regelmäßiger Apfelkonsum verringert das Risiko, frühzeitig zu sterben. Zu diesem Ergebnis kam 2016 eine Studie aus Australien und den USA. Die Wissenschaftler assoziieren bereits 1 – 2 Äpfel pro Tag mit einem 20 % niedrigerem Sterberisiko durch alle Faktoren. Und diejenigen, die jeden Tag einen Apfel aßen, hatten sogar ein 35 % geringeres Sterberisiko. Dieser Effekt konnte übrigens nicht bei jedem Obst nachgewiesen werden – Bananen, Birnen oder Orangen konnte zum Beispiel keine derart positiven Erfolge erzielen. Experten begründen ihre Ergebnisse mit dem hohen Gehalt an Flavonoiden – insbesondere in den bunten Apfelschalen. Flavonoide verbessern die Arterienfunktion, senken den Blutdruck und reduzieren das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Schälen Sie deshalb niemals Ihre Äpfel vor dem Verzehr, sondern nehmen am besten jedes Obst und Gemüse mit der (essbaren) Schale zu sich!

Besser denken und schlafen mit Sauerkirschen!

Sauerkirschen halten die grauen Zellen fit – auch im Alter. Wissenschaftler argumentieren, dass die geistige Fitness nur bedingt altersabhängig ist und Ernährung, Bewegung und soziale Kontakte eine viel wichtigere Rolle spielen. Die University of Delaware fand 2019 in einer neuen Studie heraus, dass Sauerkirschen durch ihre wertvollen Pflanzeninhaltsstoffe dazu beitragen, auch im Alter geistig fit zu bleiben. Untersucht wurden 37 gesunde Probanden über 65 Jahre. Die Hälfte davon trank 2 x täglich Sauerkirschsaft und die zweite Hälfte bekam ein Placebo. 12 Wochen später wurden die Teilnehmer auf ihre kognitive Leistungsfähigkeit getestet. Dabei zeigte sich, dass die Sauerkirschen-Gruppe bei Gedächtnisaufgaben eine um 23 % verringerte Fehlerquote hatte. Die Forscher begründen ihre Ergebnisse mit den in den Sauerkirschen vorliegenden sekundären Pflanzenstoffen (z.B. Anthocyane). Dank dieser wirken Sauerkirschen antioxidativ, antientzündlich und beeinflussen die kognitive Leistung positiv.

Vorteile einer traditionellen asiatischen Ernährung in Bezug auf Demenz & Krebs

Eine traditionelle, asiatische Ernährung mit viel pflanzlicher Frischkost senkt das Alzheimer-Risiko. Die niedrigsten Demenz-Raten findet man in Afrika, Indien und Südostasien; die höchsten in Westeuropa und Nordamerika. Allerdings spielen genetische Faktoren nur eine untergeordnete Rolle. Denn wenn afrikanische oder asiatische Ethnien ihre Heimat verlassen und ihre Ernährung an die westliche anpassen, steigt auch ihr Demenzrisiko. Eine im „Journal of Alzheimer’s Disease“ veröffentlichte Studie aus 2014 zeigt auf, dass die Demenzraten in Japan in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen sind. Die Forscher begründen dieses Ergebnis mit dem sich wandelnden Ernährungs- und Lebensstil der japanischen Bevölkerung seit den 1960er Jahren, welcher mit einem steigenden Verzehr an tierischen Produkten und ungesättigten Fettsäuren einhergeht. Die traditionelle japanische Ernährung ist hingegen kalorienarm, nutzt kaum Fleisch oder Milchprodukte und beinhaltet sehr viel Fisch, Reis und andere pflanzliche Lebensmittel. Wer sich vegetarisch ernährt, hat ein 2 – 3 x niedrigeres Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken!

Süßungsmittel – gesund oder ungesund?

Synthetische Süßstoffe erhöhen das Risiko, an Depressionen zu erkranken. Kaffeekonsum senkt bekanntermaßen das Depressionsrisiko. Wer seinen Kaffee allerdings mit künstlichen Süßungsmitteln süßt, könnte den gegenteiligen Effekt erleben. Insbesondere Aspartam wird verdächtigt, die Neurotransmitter im Gehirn zu verändern. Eine Studie aus 2014 der University of South Dakota setzte ihre Probanden auf eine aspartamreiche (25 mg/kg Körpergewicht) und aspartamarme (10 mg/kg Körpergewicht) Ernährung. Nach nur 8 Tagen erlebten die Aspartam-Probanden Stimmungsschwankungen und Depressionen und schnitten bei mentalen Funktionstests deutlich schlechter ab. Und das, obwohl selbst die hohe Dosis nur die Hälfte der offiziell maximal empfohlenen Verzehrmenge von 50 mg/kg Körpergewicht entsprach. Verzichten Sie auf künstlich gesüßte Soft Drinks und Nahrungsmittel und süßen Sie lieber mit natürlichen Zuckeralternativen wie Erythrit oder Xylitol!