Kategorie: Neues aus der Wissenschaft

Welchen Einfluss hat unsere Ernährung auf Depressionen?

Ernährungsumstellung kann Depressionen bei Studenten reduzieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der University of Sydney in Australien. Untersucht wurden 76 weibliche und männliche Studenten mit depressiver Symptomatik im Alter zwischen 17 und 35 Jahren. Alle Probanden ernährten sich ungesund mit vitalstoffarmen, industriell stark verarbeiteten Nahrungsmitteln, reichlich Transfetten und raffiniertem Zucker. Im Rahmen der Studie stellte eine Hälfte der Teilnehmer ihre Ernährung um hin zu einer mediterranen, möglichst naturbelassenen und vitalstoffreichen Kost. Die andere Hälfte ernährte sich genau wie zuvor. Nach drei Wochen wurden die Probanden zu ihrem Gesundheitszustand befragt. Dabei zeigte sich, dass die Depressionen bei der Gruppe mit der Ernährungsumstellung deutlich zurückgegangen waren. Bei denjenigen mit der Standard-Ernährung zeigten sich keine Verbesserungen im Gesundheitszustand. Menschen mit psychischen Problemen sollten unbedingt ihre Ernährung umzustellen und mehr vitalstoffreiche Pflanzenkost essen!

Diabetes kontrollieren – pflanzlich und ohne Medikamente

Leinsamen helfen dabei, Diabetes unter Kontrolle zu halten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der World Health Organization (WHO) aus 2011. Im Rahmen der Analyse nahmen Diabetiker einen Monat lang täglich einen Esslöffel gemahlene Leinsamen zu sich. Danach hatten sich ihre Nüchternblutzuckerwerte, Triglyceridwerte, Cholesterinwerte sowie Hämoglobin A1C-Werte deutlich verbessert. Somit verbessern Leinsamen die Insulinsensibilität bei glukoseintoleranten Menschen und senken die Insulinresistenz. Da Leinsamen antioxidative Eigenschaften aufweisen, könnten diese Effekte auch mit der Reduktion von oxidativem Stress zusammenhängen. Keine Sorge, selbst der regelmäßige Verzehr einer Portion Leinsamen macht nicht dick. Eine andere Studie zeigt sogar, dass 4 Esslöffel pro Tag über einen Zeitraum von 3 Monaten den Probanden zu Gewichtsverlust verhelfen können. Für eine gesundheitsfördernde Wirkung genügen jedoch 2 Esslöffel pro Tag.

Walnüsse reduzieren Stress und machen gute Laune

Die ungesättigten Fettsäuren aus Walnüssen senken den Blutdruck und reduzieren Stress. Zu diesem Ergebnis kam 2010 eine Studie der Pennsylvania State University, ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im „Journal of the American College of Nutrition“. Bei den Probanden waren 9 Walnüsse und 1 EL Walnussöl pro Tag ausreichend, um den stressbedingten Anstieg des diastolischen Blutdrucks zu senken. Die positiven Effekte zeigten sich bereits innerhalb weniger Wochen. Die Wissenschaftler erklären ihre Ergebnisse damit, dass die in den Nüssen enthaltenen Omega 3-Fettsäuren die kardiovaskuläre Stressantwort dämpfen. Bei Menschen mit niedrigem Stressempfinden verringert sich auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zusätzlich wurde in anderen Studien die cholesterinsenkende Wirkung der Nüsse nachgewiesen. Wappnen Sie Ihren Körper effizient gegen stressige Phasen, indem Sie jeden Tag ein paar Walnüsse knabbern!

Mehr als nur ein Gewürz: Kurkuma bei Krankheiten

Kurkuma festigt die Zellmembranen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Zu diesem Ergebnis kam eine im „American Chemical Society“ veröffentlichte Studie der Universität Michigan im Jahr 2009. Mithilfe moderner Methoden wie einer Kernresonanzspektroskopie (NMR) untersuchten die Wissenschaftler die ernährungsphysiologischen Eigenschaften des gelben Gewürzes. Dabei kam heraus, dass die starke entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma unsere Zellen vor Schäden durch freie Radikale und oxidativen Stress schützt. Verantwortlich für die antientzündliche Wirkung von Kurkuma ist bereits in geringen Dosen der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin. Die Curcumin-Moleküle wirken direkt in den Zellmembranen und verbessern die Stabilität ihrer Membranstruktur. So können sie sich selbst besser vor Krankheitserregern schützen. Der Schutzeffekt gilt laut den Experten nur für gesunde Zellen – Krebszellen hingegen werden durch Curcumin eher geschwächt. Besonders effektiv ist die Wirkung von Kurkuma übrigens in der Kombination mit schwarzem Pfeffer.

Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora unserer Kinder

Ballaststoffmangel wirkt sich auf die nachkommenden Generationen aus. Ballaststoffe sind wichtig für eine gute Verdauung und pflegen die Darmflora – das ist bekannt. Im Zuge der westlichen Ernährung sind Ballaststoffe jedoch Mangelware und der Konsum an stark verarbeiteten Produkten mir raffinierten Mehlprodukten, Zucker und Transfettsäuren überwiegt in erschreckendem Maße. Eine Studie der Universität Stanford zeigt nun auf, welche weitreichenden Folgen ein Ballaststoffmangel sogar auf Nachfolgegenerationen haben kann. Sechs Wochen lang fütterte das Forscherteam um Erica und Justin Sonnenburg Mäuse mit einer ballaststoffarmen Diät und stellte anschließend fest, dass sich die Anzahl und Vielfalt ihrer Darmbakterien deutlich verringert hatte. Nach einiger Zeit mit ballaststoffreicher Kost erholte sich ihre Darmflora zwar, erreichte jedoch nicht mehr ihr ursprüngliches Niveau. Als dasselbe Experiment auch an den nachfolgenden Generationen erprobt wurde, stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die Vielfalt des Mikrobioms von Generation zu Generation immer mehr reduzierte. Bei der vierten Mäuse-Generationen kam es beim Wechsel von ballaststoffarmer zu ballaststoffreicher Kost kaum noch zu einer Erholung der Darmflora. Essen Sie mehr ballaststoffreiche Frischkost – nicht nur Ihrer Gesundheit zuliebe, sondern auch der Ihrer Kinder!

Darmbakterien reduzieren Allergien und verbessern die Leistung

Mit Milchsäurebakterien auf natürliche Weise Allergien loswerden. In Industrieländern leiden immer mehr Menschen an Allergien. Ursachen können eine gestörte Darmflora durch Antibiotika oder eine vitalstoffarme Ernährung sein, mangelnder Exposition gängiger Allergene oder frühes Abstillen. Eine Studie der Universität Chicago aus 2014 zeigt nun, dass bestimmte Darmbakterien vor Allergien schützen können. Bei mit Allergenen konfrontierten Mäusen führten Bakterien der Sorte „Clostridia“ zu einer Hemmung der Übertragung von allergieauslösenden Substanzen im Blut. So könnten probiotische Behandlungen in Zukunft möglicherweise die Sensibilität bei Lebensmittelallergien verringern. Die Forscher begründen ihre Ergebnisse damit, dass die Clostrida-Bakterien unsere Immunzellen dazu bringen, vermehrt Interleukin-22 zu produzieren. Es handelt sich dabei um einen Signalstoff, welcher die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verringert. Durch diesen Mechanismus gelangen weniger Allergene in den Blutkreislauf. Wichtig für die menschliche Darmflora ist eine ausreichende Zufuhr präbiotischer Ballaststoffe als Nahrung für die erwünschten Milchsäurebakterien.

Polyphenole gegen Krebs – Effekte wissenschaftlich bewiesen

 

Granatapfelpolyphenole hemmen Wachstum von Prostatakarzinomen. Die Universität Heidelberg kommt in einer Veröffentlichung in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie aus 2008 zu dem Ergebnis, dass Granatapfelpolyphenole bei Prostatatumoren eine starke antikanzerogene Wirkung aufweisen. Dabei wurde die Wirksamkeit nicht nur in-vitro getestet, sondern auch im Rahmen von klinischen Studien auf die Probe gestellt. Als ursächlich für die positiven Effekte vermuten die Wissenschaftler das Zusammenspiel der verschiedenen im Granatapfel vorliegenden Polyphenole. Diese modulieren das Immunsystem, das Epigenom und die Zellsignalwege und hemmen das Wachstum der bösartigen Zellen. Auch mögliche Synergieeffekte von Granatapfelinhaltsstoffen und einer gängigen Chemotherapie schließen die Forscher nicht aus. Die beste Bioaktivität und -verfügbarkeit haben laut den Experten fermentierte Granatapfelprodukte.

Darmkrebs vorbeugen durch die richtige Ernährung

Wer regelmäßig Milchsäurebakterien verzehrt, kann Darmkrebs vorbeugen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Washington University School of Medicine in St. Louis. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 65 000 Menschen an Darmkrebs. Bereits der Verzehr von zwei Portionen Probiotika pro Woche kann präventiv wirken. Die Forscher untersuchten insgesamt fast 90 000 männliche und weibliche Teilnehmer. Die Probanden berichteten während des Untersuchungszeitraums von ihrer Ernährung und ihrem Lebensstil. Zu Beginn und Ende der Studie wurde eine Darm-Endoskopie durchgeführt. Die positive Wirkung zeigte sich allerdings nur bei Männern. Dabei kam heraus, dass die Joghurt-Esser im Vergleich zu den Nicht-Joghurt-Essern ein um 19 % verringertes Risiko für Adenome hatten. Adenome sind gutartige Geschwülste des Magen-Darm-Traktes, aus denen sich im Laufe der Zeit bösartige Krebsgeschwüre entwickeln können. Für Adenome mit besonderem Krebsrisiko sank das Risiko um ganze 26 %. Die Wissenschaftler vermuten, dass die im Joghurt enthaltenen Milchsäurebakterien wie Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus thermophilus im Darm schädliche Stoffe abbauen und antientzündlich wirken. Die Mikroorganismen kommen jedoch auch in pflanzlichen fermentierten Lebensmitteln vor.

Trockenfrüchte helfen Ihnen dabei, gesund zu bleiben!

Apfelchips gesundGetrocknete Apfelchips statt industriellen Knabbereien verbessern die Blutwerte. Zu diesem Ergebnis kam eine amerikanische Studie aus 2011, welche über ein Jahr hinweg den Konsum von getrockneten Äpfeln bei Frauen in den Wechseljahren untersuchte. Dabei kam heraus, dass die Apfelringe deren Blutfettwerte verbessern, ihren Kreislauf stabilisieren und das Herz schützen. Beispielsweise senken bereits 75 g getrocknete Apfelringe täglich den LDL-Cholesterinwert um ca. 23 %. Außerdem führten die Äpfel dank hohem Pektin-Gehalt bei den meisten Teilnehmern zu Gewichtsverlust. Andere getestete Trockenfrüchte (z.B. Pflaumen) hatten diese Effekte übrigens nicht. Die Studienergebnisse bestätigen wieder einmal den Wahrheitsgehalt des Spruches:
„An apple a day keeps the doctor away”!

Mit einer balancierten Darmflora gegen Muskelschwund und Knochenbrüche

Ein gesunder Darm hat viele Vorteile: Er verbessert die Verdauung, hilft uns dabei das Gewicht zu halten, schützt vor Herz-Kreislauf-Krankheiten und sogar vor bestimmten Krebsarten. Denn der Darm beherbergt rund 70 % unseres Immunsystems. Aber wussten Sie, dass unser Mikrobiom sogar dazu beiträgt Knochenbrüche und Muskelschwund zu verhindern? Zu diesen erstaunlichen Ergebnissen kamen zwei aktuelle Studien.