Kategorie: Neues aus der Wissenschaft

Besser denken und schlafen mit Sauerkirschen!

Sauerkirschen halten die grauen Zellen fit – auch im Alter. Wissenschaftler argumentieren, dass die geistige Fitness nur bedingt altersabhängig ist und Ernährung, Bewegung und soziale Kontakte eine viel wichtigere Rolle spielen. Die University of Delaware fand 2019 in einer neuen Studie heraus, dass Sauerkirschen durch ihre wertvollen Pflanzeninhaltsstoffe dazu beitragen, auch im Alter geistig fit zu bleiben. Untersucht wurden 37 gesunde Probanden über 65 Jahre. Die Hälfte davon trank 2 x täglich Sauerkirschsaft und die zweite Hälfte bekam ein Placebo. 12 Wochen später wurden die Teilnehmer auf ihre kognitive Leistungsfähigkeit getestet. Dabei zeigte sich, dass die Sauerkirschen-Gruppe bei Gedächtnisaufgaben eine um 23 % verringerte Fehlerquote hatte. Die Forscher begründen ihre Ergebnisse mit den in den Sauerkirschen vorliegenden sekundären Pflanzenstoffen (z.B. Anthocyane). Dank dieser wirken Sauerkirschen antioxidativ, antientzündlich und beeinflussen die kognitive Leistung positiv.

Vorteile einer traditionellen asiatischen Ernährung in Bezug auf Demenz & Krebs

Eine traditionelle, asiatische Ernährung mit viel pflanzlicher Frischkost senkt das Alzheimer-Risiko. Die niedrigsten Demenz-Raten findet man in Afrika, Indien und Südostasien; die höchsten in Westeuropa und Nordamerika. Allerdings spielen genetische Faktoren nur eine untergeordnete Rolle. Denn wenn afrikanische oder asiatische Ethnien ihre Heimat verlassen und ihre Ernährung an die westliche anpassen, steigt auch ihr Demenzrisiko. Eine im „Journal of Alzheimer’s Disease“ veröffentlichte Studie aus 2014 zeigt auf, dass die Demenzraten in Japan in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen sind. Die Forscher begründen dieses Ergebnis mit dem sich wandelnden Ernährungs- und Lebensstil der japanischen Bevölkerung seit den 1960er Jahren, welcher mit einem steigenden Verzehr an tierischen Produkten und ungesättigten Fettsäuren einhergeht. Die traditionelle japanische Ernährung ist hingegen kalorienarm, nutzt kaum Fleisch oder Milchprodukte und beinhaltet sehr viel Fisch, Reis und andere pflanzliche Lebensmittel. Wer sich vegetarisch ernährt, hat ein 2 – 3 x niedrigeres Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken!

Süßungsmittel – gesund oder ungesund?

Synthetische Süßstoffe erhöhen das Risiko, an Depressionen zu erkranken. Kaffeekonsum senkt bekanntermaßen das Depressionsrisiko. Wer seinen Kaffee allerdings mit künstlichen Süßungsmitteln süßt, könnte den gegenteiligen Effekt erleben. Insbesondere Aspartam wird verdächtigt, die Neurotransmitter im Gehirn zu verändern. Eine Studie aus 2014 der University of South Dakota setzte ihre Probanden auf eine aspartamreiche (25 mg/kg Körpergewicht) und aspartamarme (10 mg/kg Körpergewicht) Ernährung. Nach nur 8 Tagen erlebten die Aspartam-Probanden Stimmungsschwankungen und Depressionen und schnitten bei mentalen Funktionstests deutlich schlechter ab. Und das, obwohl selbst die hohe Dosis nur die Hälfte der offiziell maximal empfohlenen Verzehrmenge von 50 mg/kg Körpergewicht entsprach. Verzichten Sie auf künstlich gesüßte Soft Drinks und Nahrungsmittel und süßen Sie lieber mit natürlichen Zuckeralternativen wie Erythrit oder Xylitol!

Welchen Einfluss hat unsere Ernährung auf Depressionen?

Ernährungsumstellung kann Depressionen bei Studenten reduzieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der University of Sydney in Australien. Untersucht wurden 76 weibliche und männliche Studenten mit depressiver Symptomatik im Alter zwischen 17 und 35 Jahren. Alle Probanden ernährten sich ungesund mit vitalstoffarmen, industriell stark verarbeiteten Nahrungsmitteln, reichlich Transfetten und raffiniertem Zucker. Im Rahmen der Studie stellte eine Hälfte der Teilnehmer ihre Ernährung um hin zu einer mediterranen, möglichst naturbelassenen und vitalstoffreichen Kost. Die andere Hälfte ernährte sich genau wie zuvor. Nach drei Wochen wurden die Probanden zu ihrem Gesundheitszustand befragt. Dabei zeigte sich, dass die Depressionen bei der Gruppe mit der Ernährungsumstellung deutlich zurückgegangen waren. Bei denjenigen mit der Standard-Ernährung zeigten sich keine Verbesserungen im Gesundheitszustand. Menschen mit psychischen Problemen sollten unbedingt ihre Ernährung umzustellen und mehr vitalstoffreiche Pflanzenkost essen!

Diabetes kontrollieren – pflanzlich und ohne Medikamente

Leinsamen helfen dabei, Diabetes unter Kontrolle zu halten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der World Health Organization (WHO) aus 2011. Im Rahmen der Analyse nahmen Diabetiker einen Monat lang täglich einen Esslöffel gemahlene Leinsamen zu sich. Danach hatten sich ihre Nüchternblutzuckerwerte, Triglyceridwerte, Cholesterinwerte sowie Hämoglobin A1C-Werte deutlich verbessert. Somit verbessern Leinsamen die Insulinsensibilität bei glukoseintoleranten Menschen und senken die Insulinresistenz. Da Leinsamen antioxidative Eigenschaften aufweisen, könnten diese Effekte auch mit der Reduktion von oxidativem Stress zusammenhängen. Keine Sorge, selbst der regelmäßige Verzehr einer Portion Leinsamen macht nicht dick. Eine andere Studie zeigt sogar, dass 4 Esslöffel pro Tag über einen Zeitraum von 3 Monaten den Probanden zu Gewichtsverlust verhelfen können. Für eine gesundheitsfördernde Wirkung genügen jedoch 2 Esslöffel pro Tag.

Walnüsse reduzieren Stress und machen gute Laune

Die ungesättigten Fettsäuren aus Walnüssen senken den Blutdruck und reduzieren Stress. Zu diesem Ergebnis kam 2010 eine Studie der Pennsylvania State University, ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im „Journal of the American College of Nutrition“. Bei den Probanden waren 9 Walnüsse und 1 EL Walnussöl pro Tag ausreichend, um den stressbedingten Anstieg des diastolischen Blutdrucks zu senken. Die positiven Effekte zeigten sich bereits innerhalb weniger Wochen. Die Wissenschaftler erklären ihre Ergebnisse damit, dass die in den Nüssen enthaltenen Omega 3-Fettsäuren die kardiovaskuläre Stressantwort dämpfen. Bei Menschen mit niedrigem Stressempfinden verringert sich auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zusätzlich wurde in anderen Studien die cholesterinsenkende Wirkung der Nüsse nachgewiesen. Wappnen Sie Ihren Körper effizient gegen stressige Phasen, indem Sie jeden Tag ein paar Walnüsse knabbern!

Mehr als nur ein Gewürz: Kurkuma bei Krankheiten

Kurkuma festigt die Zellmembranen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Zu diesem Ergebnis kam eine im „American Chemical Society“ veröffentlichte Studie der Universität Michigan im Jahr 2009. Mithilfe moderner Methoden wie einer Kernresonanzspektroskopie (NMR) untersuchten die Wissenschaftler die ernährungsphysiologischen Eigenschaften des gelben Gewürzes. Dabei kam heraus, dass die starke entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma unsere Zellen vor Schäden durch freie Radikale und oxidativen Stress schützt. Verantwortlich für die antientzündliche Wirkung von Kurkuma ist bereits in geringen Dosen der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin. Die Curcumin-Moleküle wirken direkt in den Zellmembranen und verbessern die Stabilität ihrer Membranstruktur. So können sie sich selbst besser vor Krankheitserregern schützen. Der Schutzeffekt gilt laut den Experten nur für gesunde Zellen – Krebszellen hingegen werden durch Curcumin eher geschwächt. Besonders effektiv ist die Wirkung von Kurkuma übrigens in der Kombination mit schwarzem Pfeffer.

Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora unserer Kinder

Ballaststoffmangel wirkt sich auf die nachkommenden Generationen aus. Ballaststoffe sind wichtig für eine gute Verdauung und pflegen die Darmflora – das ist bekannt. Im Zuge der westlichen Ernährung sind Ballaststoffe jedoch Mangelware und der Konsum an stark verarbeiteten Produkten mir raffinierten Mehlprodukten, Zucker und Transfettsäuren überwiegt in erschreckendem Maße. Eine Studie der Universität Stanford zeigt nun auf, welche weitreichenden Folgen ein Ballaststoffmangel sogar auf Nachfolgegenerationen haben kann. Sechs Wochen lang fütterte das Forscherteam um Erica und Justin Sonnenburg Mäuse mit einer ballaststoffarmen Diät und stellte anschließend fest, dass sich die Anzahl und Vielfalt ihrer Darmbakterien deutlich verringert hatte. Nach einiger Zeit mit ballaststoffreicher Kost erholte sich ihre Darmflora zwar, erreichte jedoch nicht mehr ihr ursprüngliches Niveau. Als dasselbe Experiment auch an den nachfolgenden Generationen erprobt wurde, stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die Vielfalt des Mikrobioms von Generation zu Generation immer mehr reduzierte. Bei der vierten Mäuse-Generationen kam es beim Wechsel von ballaststoffarmer zu ballaststoffreicher Kost kaum noch zu einer Erholung der Darmflora. Essen Sie mehr ballaststoffreiche Frischkost – nicht nur Ihrer Gesundheit zuliebe, sondern auch der Ihrer Kinder!

Darmbakterien reduzieren Allergien und verbessern die Leistung

Mit Milchsäurebakterien auf natürliche Weise Allergien loswerden. In Industrieländern leiden immer mehr Menschen an Allergien. Ursachen können eine gestörte Darmflora durch Antibiotika oder eine vitalstoffarme Ernährung sein, mangelnder Exposition gängiger Allergene oder frühes Abstillen. Eine Studie der Universität Chicago aus 2014 zeigt nun, dass bestimmte Darmbakterien vor Allergien schützen können. Bei mit Allergenen konfrontierten Mäusen führten Bakterien der Sorte „Clostridia“ zu einer Hemmung der Übertragung von allergieauslösenden Substanzen im Blut. So könnten probiotische Behandlungen in Zukunft möglicherweise die Sensibilität bei Lebensmittelallergien verringern. Die Forscher begründen ihre Ergebnisse damit, dass die Clostrida-Bakterien unsere Immunzellen dazu bringen, vermehrt Interleukin-22 zu produzieren. Es handelt sich dabei um einen Signalstoff, welcher die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verringert. Durch diesen Mechanismus gelangen weniger Allergene in den Blutkreislauf. Wichtig für die menschliche Darmflora ist eine ausreichende Zufuhr präbiotischer Ballaststoffe als Nahrung für die erwünschten Milchsäurebakterien.

Polyphenole gegen Krebs – Effekte wissenschaftlich bewiesen

 

Granatapfelpolyphenole hemmen Wachstum von Prostatakarzinomen. Die Universität Heidelberg kommt in einer Veröffentlichung in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie aus 2008 zu dem Ergebnis, dass Granatapfelpolyphenole bei Prostatatumoren eine starke antikanzerogene Wirkung aufweisen. Dabei wurde die Wirksamkeit nicht nur in-vitro getestet, sondern auch im Rahmen von klinischen Studien auf die Probe gestellt. Als ursächlich für die positiven Effekte vermuten die Wissenschaftler das Zusammenspiel der verschiedenen im Granatapfel vorliegenden Polyphenole. Diese modulieren das Immunsystem, das Epigenom und die Zellsignalwege und hemmen das Wachstum der bösartigen Zellen. Auch mögliche Synergieeffekte von Granatapfelinhaltsstoffen und einer gängigen Chemotherapie schließen die Forscher nicht aus. Die beste Bioaktivität und -verfügbarkeit haben laut den Experten fermentierte Granatapfelprodukte.