Kategorie: Neues aus der Wissenschaft

Fit und gesund durch die Schwangerschaft

Ingwer effektiv gegen Übelkeit. Weltweit leiden 70 – 85 % aller Frauen während der Schwangerschaft unter morgendlicher Übelkeit. Eine Studie aus dem Jahr 2012 fand heraus, dass Ingwer eine Lösung für diese Probleme sein könnte. Die regelmäßige Einnahme von Ingwerpulver reduzierte bei den Probanden Häufigkeit und Intensität der Übelkeit. Gleichzeitig wurden kaum Nebenwirkungen verzeichnet. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Ingwer eine sichere und effektive Möglichkeit zur Behandlung von schwangerschaftsbedingter Übelkeit ist. Empfohlen wird eine Dosis von 1g Ingwerpulver pro Tag. Ingwerpulver enthält die hochkonzentrierten Inhaltsstoffe von frischem Ingwer.ingwer effektiv gegen Uebelkeit

Stress? Probier’s mal vegan.

Pflanzenkost senkt die Stresslevels. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie aus 1981 der University of Minnesota. Im Gegensatz dazu kann eine einzige Mahlzeit mit viel tierischem Protein die Stresslevels innerhalb einer halben Stunde fast verdoppeln! Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Coritsolausschüttung in direktem Zusammenhang mit dem Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten steht. Wer regelmäßig Tierprotein isst, hat aber nicht nur mit chronisch erhöhten Stresslevels zu kämpfen, sondern durch die Freisetzung bestimmter Stresshormone oft auch mit Bluthochdruck. Um Stress und Bluthochdruck zu vermeiden, lohnt sich ein vollwertiger und naturbelassener Speiseplan aus reichlich Frischpflanzenkost.

Mit diesen Vital-Tipps werden Sie herzgesund

Algen schützen Ihr Herz. Eine Studie der Mie University in Japan aus 1994 untersuchte Algen auf ihren möglichen Einsatz zur Prävention von kardiovaskulären Krankheiten. Bei fast allen untersuchten Algenarten konnten cholesterin- und blutdrucksenkende Eigenschaften festgestellt werden. Gleichzeitig erhöhten sich die Serumlevel des „guten“ HDL-Cholesterins deutlich (um 46 %). Verantwortlich für die blutdrucksenkenden Eigenschaften machen Wissenschaftler die enthaltenen Peptide (=Verknüpfungen von Aminosäuren) sowie den hohen Ballaststoffgehalt.

Wie unsere Ernährung den Schlaf beeinflusst

Ernährung hat Einfluss auf Schlafqualität und -dauer. Zu diesem Ergebnis kam 2012 eine Studie der University of Helsinki in Finnland. Die beteiligten Wissenschaftler untersuchten, welche Lebensmittel oder Mikronährstoffe den Schlaf auf welche Weise beeinflussen. Als besonders schlaffördernd beurteilten die Experten eine tryptophanreiche Ernährung. Tryptopohan ist eine essentielle Aminosäure und die Vorstufe des Schlafhormons Melatonin sowie des Glückshormons Serotonin. Nur wenn unser Körper ausreichend Melatonin herstellen kann, finden wir zeitigen und erholsamen Schlaf. Natürliche Quellen für Tryptophan und Melatonin sind z.B. Kakao, Cashews, Walnüsse und Sauerkirschen.

Natürliche Lebensmittel gegen Krebs und Bluthochdruck

Kürbis senkt den Blutdruck. Eine Studie der American Heart Association (AHA) aus 2019 zeigt, dass Kürbisse eine natürliche Alternative zu medikamentösen Blutdrucksenkern sein können. Im Rahmen der Studie erhielten Ratten 8 Wochen lang eine Portion Kürbispulver und hatten am Ende einen um 20 % niedrigeren Blutdruck. Verantwortlich für die blutdrucksenkende Wirkung von Kürbis macht das Forscherteam um Dr. Thomas den hohen Gehalt an Kalium und Beta-Carotin in Kürbisfleisch und -kernen. Zwar wurde die Studie an Tieren durchgeführt, die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass die Erkenntnisse auch auf Menschen übertragbar sind. Für den besten Effekt empfehlen die Experten Bluthochdruckpatienten 200 g Kürbisfleisch und 40 g Bio Kürbiskerne pro Tag. Ähnlich positive Effekte könnte auch kaltgepresstes Bio Kürbiskernöl haben.

Krankheiten heilen mit gesunden Lebensmitteln und Mikronährstoffen

Hochdosierte Vitamin D Supplementierung lindert Asthma. Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege, die heutzutage immer mehr Menschen betrifft (in Deutschland 10 % aller Kinder, 5 % aller Erwachsenen). Gleichzeitig leiden große Teile der Bevölkerung an Vitamin D-Mangel (der Anteil der Mangelkandidaten hat sich innerhalb der letzten Jahre verdoppelt). Wissenschaftler identifizierten jetzt einen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und Asthma. Eine Studie der University of Melbourne aus 2015 konnte beweisen, dass eine gezielte Nahrungsergänzung mit Vitamin D-Supplementen das Asthmarisiko senkt. In einer anderen Studie aus 2015 der University of Ottawa in Kanada wurden ca. 50 asthmatische Kinder in zwei Gruppen randomisiert: Eine Gruppe erhielt täglich 500 – 1000 IE Vitamin D3, die andere Gruppe eine Placebo. Am Ende des Untersuchungszeitraums hatte sich das Asthma der Vitamin D-Kinder um rund 50 % verbessert. Die Forscher erklären diese Ergebnisse damit, dass ein erhöhter Vitamin D-Spiegel mit einer verbesserten Immunabwehr einhergeht und Atemwegsinfektionen reduziert.

Rote Beete für Gehirn & Ausdauer

Rote Bete verbessert die Leistung von Läufern. Zu diesem Ergebnis kam eine britisch-schwedische Studie aus 2012. Ein Teil der Probanden nahm 75 Minuten vor einem 5 Kilometer-Lauf eine Portion Rote Beete zu sich. Die Leistung der Rote Beete-Kandidaten verbesserte sich insbesondere während der letzten paar Kilometer, sodass sie die Placebo-Probanden am Ende überholten konnten. Dabei liefen sie zwar schneller, aber ohne dass sich ihre Herzfrequenz beschleunigte. Verantwortlich für diese Wirkung von Roter Beete machen die Wissenschaftler den hohen Nitratgehalt der Knollen. Nitrate haben positive Effekte auf die Kraftwerke unserer Zellen, indem sie den Sauerstoffverbrauch während sportlicher Betätigung reduzieren. Dank Nitrat wird also mit derselben Anstrengung weniger Sauerstoff benötigt, was die Atmung effizienter macht und die Leistung verbessert.

Natürliche Alternativen bei Harnwegsinfekten

Getrocknete Cranberries verhindern hartnäckige Blasenentzündungen. Harnwegsinfekte gehören zu den häufigsten Infektionen weltweit und führen durch übermäßige Antibiotikaeinnahme zunehmend zu Resistenzen. Eine Studie der Universität Boston kam 2010 zu dem Ergebnis, dass Cranberrysaft bei Harnwegsinfekten eine natürliche Alternative zu Antibiotika sein kann. Verantwortlich für diese Wirkung machen die Forscher bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe. Diese natürlichen Beeren-Inhaltsstoffe aus Bio Cranberries verhindern, dass sich die Bakterien in den Harnwegen festsetzen und dort Biofilme bilden. Biofilme sind Schleimschichten, die den Mikroben Schutz bieten und Infektionen erleichtern. So werden die Krankheitserreger ausgeschieden, ohne dass sie sich exzessiv vermehren können. Diese antimikrobielle Wirkung von Cranberries hält laut der Wissenschaftler bis zu 8 Stunden nach dem Verzehr an. Auch vorbeugend können Cranberry-Produkte sinnvoll sein.

Neue Erkenntnisse zu Schwarzkümmelöl – wissenschaftlich geprüft

Herzstärkender Effekt durch langfristige Einnahme von Schwarzkümmelöl. Eine Studie aus 2019 der Imam Abdul Rahman bin Faisal University in Saudi-Arabien kam zu dem Ergebnis, dass eine langfristige Anwendung von Schwarzkümmel positive Effekte auf die Kontraktionsfähigkeit der Herzmuskulatur hat. Verantwortlich für diese Wirkung ist der sekundäre Pflanzenstoff Thymochinon, der in erhöhter Konzentration nur im Schwarzkümmel vorkommt. Die Forscher teilten Ratten in zwei Gruppen ein: Für eine Dauer von 2 Monaten bekam eine Hälfte Thymochinon und die andere Hälfte Olivenöl verabreicht. Am Ende des Untersuchungszeitraums profitierte die Schwarzkümmel-Gruppe von einem kräftigeren Herzmuskel als die Olivenöl-Gruppe. Beachten Sie, dass sich diese Effekte nicht über Nacht einstellen, sondern sich erst über Wochen und Monate vollständig entfalten können.

Langsam und naturbelassen essen für mehr Gesundheit

Langsames und genussvolles Essen hilft beim Abnehmen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Kyushu Universität in Japan, welche den Zusammenhang zwischen Essgeschwindigkeit / Lebensgewohnheiten und Gewichtsreduktion herausfinden wollten. Insgesamt wurden 60 000 Patienten-Daten ausgewertet, welche über 5 Jahre lang gesammelt wurden. Das Ergebnis: Menschen, die normal schnell aßen, hatten eine um 29 % geringere Chance Übergewicht zu entwickeln. Denn wer langsamer isst, der fühlt sich eher satt als Menschen, die schnell essen. Auch die Uhrzeit der Nahrungsaufnahme spielt eine wichtige Rolle. Wer drei Stunden vor Bettruhe nichts mehr zu sich nahm, der hatte langfristig einen niedrigeren Bodymass-Index als gegenteilig handelnde Personen.