Kategorie: Ernährung

Die zellschützende Wirkung von Antioxidantien

Antioxidantien schützen vor freien Radikalen – das hört man oft. Aber was genau steckt eigentlich dahinter? Und vor allem: Wie können wir uns ausreichend damit versorgen?

Viele gesundheitliche Beschwerden lassen sich auf einen Übeltäter zurückführen: Freie Radikale. Dabei sind freie Radikale grundsätzlich nichts schlechtes, sondern ein natürlicher Bestandteil unseres Organismus. Sie entstehen durch die Aktivität unseres Immunsystems oder im Zuge der Zellatmung. Bei freien Radikalen handelt es sich um Sauerstoffverbindungen mit hoher Reaktionsfreudigkeit. Weil ihnen ein Elektron fehlt, binden sie im Rahmen von Oxidationsprozessen Elektronen aus anderen Molekülen an sich.

Die Produktion freier Radikale durch unsere natürlichen Körperfunktionen ist also noch kein Grund zur Sorge. Wir sind jedoch täglich mit Umwelteinflüssen konfrontiert, die die Bildung von freien Radikalen stark erhöhen. Dazu gehören Transfette, chemische Pflanzenschutzmittel, Putzmittel oder Kosmetika, künstliche Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Rauchen, Luftverschmutzung und übermäßige UV-Strahlung. Die Kombination dieser Faktoren führt zu einer stark erhöhten Konzentration an freien Radikalen im Körper. Es kommt zu einer Kettenreaktion, denn durch die Suche nach dem passenden Puzzleteil entstehen ständig neue freie Radikale. Man bezeichnet diesen Zustand als oxidativen Stress. Im Übermaß belastet er den Körper, fördert Zellschäden und die Entstehung von Krankheiten.

Die gute Nachricht: Freie Radikale können ganz leicht unschädlich gemacht werden – und zwar mithilfe von Antioxidantien. Antioxidantien sind Moleküle, welche die freien Radikale neutralisieren, indem sie freiwillig ein Elektron an sie abgeben. Dadurch unterbrechen sie die Kettenreaktion und wenden die zerstörerische Wirkung der freien Radikale ab. Hinter der zellschützenden Wirkung von Antioxidantien steckt also bloße Biochemie.

Übrigens: Obwohl Antioxidantien kontinuierlich Elektronen abgeben, werden aus ihnen keine freien Radikale, da sie sich gegenseitig unterstützen und wieder regenerieren. Besonders effektiv sind die Radikalfänger also im Zusammenspiel. Es ist daher wichtig, immer viele verschiedene Antioxidantien in die Ernährung zu integrieren.

Antioxidanten kann man in fünf große Gruppen einteilen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders starke Antioxidantien sind die Vitamine C, E und A sowie die Spurenelemente Selen, Zink und Kupfer. Sekundäre Pflanzenstoffe mit starker antioxidativer Wirkung sind z.B. Polyphenole, Anthocyane und Flavonoide.

Durch die Enzymproduktion kann unser Organismus Antioxidantien teilweise auch selbst herstellen. Diese Menge reicht jedoch nicht aus. Antioxidantien müssen daher ausreichend vorhanden sein, um ihre schützende Wirkung zu entfalten.

So wie es beim Blutdruck- und Cholesterinwert bereits gang und gäbe ist, sollte jeder Mensch seinen Antioxidantien-Status kennen. Ein hoher Antioxidantien-Status weist auf ein stabiles Immunsystem hin. Man kann ihn ganz einfach durch eine sogenannte Spektroskopie durch die Haut ermitteln. Früher waren zu diesem Zweck sperrige Laborgeräte notwendig, aber mittlerweile gibt es dazu weitaus handlichere, tragbare Geräte.

Aber wie misst man eigentlich den antioxidativen Wirkungsgrad von Lebensmitteln? Dafür ist die Oxygen Radical Absorbance Capacity zuständig – kurz: ORAC. Der ORAC-Wert gibt an, wie viele freie Radikale ein Lebensmittel „abfangen“ bzw. unschädlich machen kann. Angegeben wird er in µmol TE/100g (ausgesprochen: Mikro Mol Trolox Equivalent). Je höher dieser Wert, desto höher die antioxidative Kraft des Lebensmittels. Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von 3 000 – 7 000 ORAC-Einheiten.

Lebensmitteln mit hohem ORAC-Wert (in µmol TE pro 100g):
Traubenkernmehl – 100.000 µmol
Kakaopulver, roh – 95.500 µmol
Schokolade, dunkel – 49.926 µmol
Moringablätter – 46.000 µmol
Acai-Pulver – 39.127 µmol
Maqui-Beeren – 27.600 µmol
Goji-Beeren – 25.300 µmol
Aroniabeeren, getrocknet – 22.824 µmol
Mangostansaft – 17.000 µmol

Auch Kräuter sind ausgesprochen reich an Antioxidantien mit ORAC-Werten von bis zu 290 000 µmol. Davon nimmt man jedoch nur sehr geringe Mengen auf, sodass sie in dieser Liste nicht aufgeführt sind. Mit frischen Beeren, Trockenfrüchten und Fruchtpulvern, verschiedenen Gemüsesorten, Sprossen, Samen, Nüssen und kaltgepressten Ölen kann man seinen Bedarf an Antioxidantien aber problemlos decken.

Grüner Tee – Ein Wirkstoff aus der Natur hemmt Tumorwachstum

It’s Teatime!

Nicht nur in England und Japan – den klassischen Teeländern, auch in unseren Gefilden greifen die Menschen zur Teetasse. 25 Liter des aromatischen Heißgetränks werden in Deutschland jährlich pro Kopf getrunken. Eine Zahl, die seit Jahren einigermaßen stabil zu sein scheint. Dabei ist die Auswahl an Teesorten schier unermesslich – von Schwarz bis weiß, rot bis grün, Tees sind so bunt wie das wahre Leben selbst. Und das ist es auch, was das Aufgussgetränk in die Becher bringt. Gesundes Leben! Denn es ist reich an Mineralstoffen, Vitalstoffen, Antioxidantien, Vitaminen und ätherischen Ölen.

So sind Kräutertees wie z. B. der allseits beliebte Pfefferminztee gut gegen akute Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, sie wirken oft beruhigend und sind häufig entzündungshemmend. Allerdings enthalten sie – trotz ihres Namens – keine echte Teepflanze. Schwarztee dagegen ist ein echter Tee, aus den getrockneten Blättern des Teestrauchs. Zur Herstellung werden die frisch gepflückten Teeblätter angewelkt und dann gerollt. Dabei werden ihre Zellwände aufgebrochen. Durch die anschließende Gärung und Trocknung wird der Tee so „oxidiert“ bzw. fermentiert und kommt dann als schwarzer Tee in unsere Kannen. Je nach Dauer des Ziehens bei der Zubereitung wirkt das Getränk beruhigend oder anregend. Mehrere Tassen täglich mit einer Ziehdauer von ca. zehn Minuten können akute Durchfallerkrankungen lindern.

Allen voran der Grüntee

Am spektakulärsten aber sind sicher die Eigenschaften des nicht fermentierten grünen Tees und dessen Wirkung auf unseren Körper und seine Gesundheit. Denn er hemmt z. B. nachweislich das Tumorwachstum bei Krebszellen. Vorbeugend regelmäßig getrunken reduziert das asiatische Staatsgetränk schon das Risiko an bestimmten Krebsformen zu erkranken. Das zeigen die verschiedensten Studien in den letzten Jahren. Angefangen bei dem japanischen Mediziner Prof. Dr. Hirota Fujiki (ehemals Max Planck Institut, München; Saimata-Krebsforschungsinstitut, Kumoro, Japan), der als einer der Ersten die krebshemmende Substanz EGCG – Epigallocatechin-Gallat, im Grüntee nachweisen konnte. Bis hin zu den britischen Forschern um Roger Thorneley und spanischen Wissenschaftlern um Dr. José Neptuno Rodriguez-López, die jetzt in Zusammenarbeit zwischen dem John Innes Centre, Norwich und der Universität Murcia (Umu), Spanien aufdecken konnten, wie das EGCG im grünen Tee tatsächlich wirkt.

Wirkweise des Grüntees bei Krebszellen geklärt

EGCG im grünen Tee hindert laut den britischen Forschern die Krebszellen am Wachstum, indem sie das für diese lebenswichtige Enzym DHFR (Dihydrofolat-Reduktase) angreifen. Damit ist der Wirkvorgang zwar ähnlich dem des schulmedizinischen Wirkstoffes Methotrexat, wohl  aber mit deutlich weniger Nebenwirkungen auf die gesunden Zellen, die unter dem Klassiker der Allopathie Methotrexat massiv geschädigt werden. Die Konzentration des Polyphenols EGCG, dem sekundären Pflanzenstoff, die für diesen gesundheitlichen Effekt im Blut nachweisbar sein muss, entspricht der, die Teegenießer schon mit zwei bis drei täglichen Tassen grünem Tee erreichen.

Aber: Grüner Tee kann noch mehr

Krebs ist bei weitem nicht die einzige zivilisatorische Krankheit bei der das asiatische Heißgetränk lindernd wirken kann. So haben Wissenschaftler der Universität Süd-Floridas im Rahmen einer Alzheimer-Studie an Mäusen nachweisen können, dass EGCG in konzentrierter Form die Entwicklung von den für die Krankheit-des-Vergessens typischen Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn stark reduzieren kann. Allerdings muss der sekundäre Pflanzenstoff dafür ungemischt mit weiteren Teesubstanzen eingenommen werden. Eine Möglichkeit für die Zukunft wäre hier die Gabe des Polyphenols in Form eines Nahrungsergänzungsmittels.

Grüntee ist gut für die Zähne

Auch für Schulkinder ist der Grüntee gesundheitlich – vor allem zahngesundheitlich – empfehlenswert. Eine Tasse grüner selbstverständlich ungesüßter Tee reduziert das Risiko einer Karieserkrankung deutlich. Das einzige Problem hierbei ist, dass der leicht bittere Geschmack des Aufgussgetränks, den grünen Tee nicht gerade zum Frühstücks-Liebling der Kinder  macht.

Dennoch, als Resümee kann man sagen: Regelmäßig genossen, ist der grüne Tee ein echter Gesundheitsknaller für unseren Organismus. Also, nicht vergessen: Herbstzeit ist Teezeit. Und es muss nicht immer Pfefferminz aus dem Beutel sein.

Zubereitung von grünem Tee:

Um den vollen Geschmack und die wertvollen Inhaltsstoffe des grünen Tees auch wirklich ausschöpfen zu können, sind drei Punkte zu beachten:

Die richtige Wassertemperatur: Grüner Tee wird nicht mit kochendem Wasser aufgegossen. Die ideale Temperatur liegt zwischen 60 und 90 °C. Wer nicht mit dem Thermometer nachmessen will, kann das kochende Wasser auskühlen lassen. Nach ca. vier Minuten ist es dann ungefähr 90 °C heiß, nach ca. 12 Minuten hat es noch 75 °C.

Die richtige Wasserqualität: Hier ist Frische wichtig, die zarte Weichheit und möglichst wenig Zusatzsstoffe. Die Wasserqualität steigern kann man z. B. mit einer Umkehrosmoseanlage, die das Leitungswasser zu einem reinen, unbelasteten Wasser macht.

Die richtige Dosierung: Je nach Geschmack, kann man die Menge an grünem Tee natürlich variieren. Im Allgemeinen kann man aber sagen, dass ca. 12 Gramm auf einen Liter Wasser ausreichen, um das volle Grüntee-Aroma zu erreichen. Das sind ca. vier Teelöffel. Nach einer Ziehzeit von einer bis drei Minuten muss man sich dann nur noch zurücklehnen und genießen.

Vorsicht! Zucker macht vorübergehend glücklich – dauerhaft krank

Das Honig-Pops-„Müsli“ am frühen Morgen, die Milch-Nuss-Schnitte im 11 Uhr-Loch, „glücklich machende“ Weizennudeln zu Mittag, Kuchen zum Kaffee und am Abend einen Hawaii-Toast. Und dazwischen, wenn man noch ein bisschen „Hunger auf eine Kleinigkeit“ hat, der Griff in die Schreibtischschublade nach Gummibärchen, Schokolade und Co. Tja, wenn man es genau betrachtet, ist es gar nicht so überraschend, dass der durchschnittliche Deutsche im Jahr 34 Kilogramm Industriezucker verbraucht. Und da sind weitere Zuckerarten wie Glukose, Maltose, Laktose und wie sie nicht alle heißen noch nicht mal mit eingerechnet.

Achtung – Abhängigkeit

Aber, es droht Gefahr! Denn der übermäßige Verzehr von Zucker, wie wir in betreiben, birgt Gefahren für Körper und Geist. So schädigt er dauerhaft die Zähne, in dem er die Kariesbildung begünstigt; er macht dick, kann zu Vitaminmangel führen, sorgt für eine Übersäuerung des Körpers und damit zu Sodbrennen und Verdauungsproblemen. Außerdem  unterstützt der Zuckermissbrauch die Bildung von Geschwüren und Tumoren. Wer jetzt sagt: „Hm, besser ich reduziere meinen Zuckerkonsum!“, ist womöglich ganz irritiert, wenn er merkt, dass das so einfach gar nicht ist. Man mag es kaum glauben: Aber Zucker macht süchtig!

Eine Studie führt den Beweis

Das zeigte jetzt eine Studie der Princeton University, die das Verhalten von Ratten untersuchte, die mit ihrer Nahrung Zucker erhielten. Bekamen sie ihre Süßigkeit nicht mehr, wurden sie ängstlich, klapperten mit den Zähnen und zeigten auch sonst alle Anzeichen eines Entzugs, wie man ihn von Drogenabhängigen kennt. Wurden die tierischen Probanden wieder mit der Süßigkeit „verwöhnt“, schlugen sie mächtig zu, und verschlangen deutlich mehr als vor dem erzwungenen Zucker-Entzug. In der zuckerfreien Zeit steigerte sich bei den Nagern außerdem der Konsum von anderen tatsächlichen Drogen wie Alkohol. Im Gehirn konnten die Experten Veränderungen nachweisen, wie sie z. B. auch bei Kokainabhängigkeit auftreten.

Jeder ist gefährdet

Zucker-suchtgefährdet kann jeder sein. Besonders häufig trifft sie allerdings „gestresste“ Menschen. Und hier sind es oft die Frauen, die zur Beruhigungsschokolade oder der Trauereiskrem greifen. Der Zusammenhang hier ist schnell geklärt. Zucker fördert kurzfristig die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin und damit dessen Konzentration – ebenfalls nur kurzfristig – im Organismus. Frauen haben von Natur aus einen geringeren Serotoninspiegel und erhöhen ihn daher häufiger von außen – über glücklich machende leere Kohlenhydrate wie eben Zucker. Wie bei jeder anderen Droge ist es aber auch hier so: Die Anfangsdosis reicht nicht aus. Der Organismus verlangt nach mehr. Das Risiko zusätzlich zu anderen Drogen wie eben z. B. Alkohol zu greifen, steigt zusätzlich.

Acht goldene Tipps, die beim Zuckerentzug helfen

Also: Tun Sie was für Ihre Gesundheit. Üben Sie Maßhalten oder gar Zucker-Verzicht. Wer dann für sich feststellt, dass das bei Schoki und Co. nicht so leicht fällt, wie vermutet, sollte sich ernste Gedanken über sein Ernährungsverhalten machen.

    • Trennen Sie sich von Kuchen, Keks und Karamell. Gehen Sie auf Entzug. Sie werden sehen, auch wenn die ersten Tage schwierig sind, es wird schnell leichter und das Bedürfnis nach Süßigkeiten sinkt bis fast zur Nullgrenze. Hilfreich ist es in dieser Zeit, die Naschecke zu Hause oder im Büro zu entsorgen und leer zu halten. Verzichten Sie außerdem auf jeden Fall auf Zuckerersatzstoffe, die machen es nicht besser.
    • Wie bei allen Abhängigkeiten, sollte man genau hinschauen, welche Auslöser und emotionalen Ursachen für das süße Verderben verantwortlich zeichnen. Reden sie drüber und schlucken Sie Konflikte nicht einfach mit süßer Limo runter.
    • Werden Sie zum Zucker- und Ernährungsexperten. Zucker versteckt sich hinter den verschiedensten Bezeichnungen. Wer vermutet schon unter Maltodextrin oder Melasse den süßen Übeltäter. Dieser verbirgt sich übrigens nicht nur in süßen Leckereien, sondern z. B. auch in herzhaften Fertigprodukten oder Wurst. Deshalb ist es sinnvoll, zumindest die Verpackungsangaben zu lesen, wenn man nicht gleich lieber selbst zum Kochlöffel greifen will.
    • Am besten ist es sicher, wenn Sie Ihre Ernährung auf vollwertig und vitalstoffreich umstellen. Wer ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist, verspürt im Gegensatz zum Mangelkandidat seltener Heißhungerattacken. Denken Sie außerdem daran, je weniger ein Nahrungsmittel behandelt wurde, desto weniger Industriezucker kann es auch enthalten. Deshalb, greifen Sie zu rohem Obst und Gemüse.
    • Verwenden Sie zumKochen und Süßen Gewürze wie Zimt, Kardamom oder Nelke. Ein besonderes, natürliches Süßungsmittel ist Stevia;  eine Staude aus Südamerika, deren Blätter supersüß sind. Das Honigblatt süßt nebenwirkungs- und kalorienfrei. Leider ist es in Europa noch nicht als Lebensmittel zugelassen – Ausnahme: die Schweiz. Empfehlenswert ist hier das Buch „Stevia – sündhaft süß und urgesund“, dass umfangreich über die Vorzüge der Pflanze informiert und über die Steine aufklärt, die dem Verbraucher bei dem Genuss in den Weg gelegt werden. http://www.gesundbuch.de/shop/56-stevia-sundhaft-suss-und-urgesund.html
    • Essen Sie in regelmäßigen Abständen – unser Organismus mag Regelmäßigkeit. Ansonsten sinkt der Blutzuckerspiegel. Die Lust auf Zucker wird dann schnell unkontrollierbar.
    • Trinken, trinken, trinken! Natürlich keine Limonaden, sondern viel gutes, hochwertiges Wasser oder – ungesüßte – Tees.
    • Sport macht glücklich. Auch wenn es oft nicht so aussieht. Wer sich bewegt, greift seltener zu Süßigkeiten.
    • Schlafen Sie genug? Leidet der Körper unter Schlafentzug, braucht er Energie. Und wie will er sich die beschaffen? Über Zuckerzufuhr.

Denken Sie immer daran: Zucker macht vielleicht vorübergehend glücklich, aber auch dauerhaft krank.

Buchvorstellung: Eine erfolgreiche Arznei und Ernährungsbehandlung gut und bösartiger Geschwülste von Dr. med. Johannes Kuhl

Dr. Johannes Kuhl hatte bereits in den 50er Jahren mit seiner Ernährungsbehandlung, basierend auf der regelmäßigen Verwendung von pflanzlichen Milchsäure-Gährungsprodukten, erstaunliche Erfolge in der Behandlung von Tumorerkrankungen erzielt. Über mehr als zwei Jahrzehnte hat Johannes Kuhl mit seiner einfachen Methode, tausenden von unheilbar Krebskranken geholfen und hat dabei eine umfangreiche Beweisführung seiner Thesen aufgebaut.

Zu seiner Zeit wurde er von seinen orthodoxen, gleichwohl erfolglosen Kollegen verlacht und bekämpft. So wie das auch heute vielen Medizinern passiert, die sich erdreisten Alternativen oder Ergänzungen in der Krebstherapie aufzuzeigen.

Basierend auf den Erkenntnissen von Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg*, hervorragende Beobachtung und eine Vielzahl eigener, praktischer Erfahrung, formuliert Dr. Johannes Kuhl seine ganzheitliche Ernährungstherapie mit Schwerpunkt auf dem Wert der pflanzlichen Milchsäure in Bezug auf die Zellatmung bei Krebstumoren und eine gute Zellatmung als Grundlage für Prävention und Therapie.

Anhand vieler Patientengeschichten zeigt Dr. Kuhl den grossen Wert seiner einfachen Kostform und gibt dem Krebskranken Möglichkeiten an die Hand, wie er durch seine Ernährungsweise positives für seine Gesundheit bewirken kann.

Eine spezielle Kostform die Krebs vorbeugen, oder günstig beeinflussen kann sei noch nicht bekannt! Diese falsche und irreführende Aussage wird auch heute, 50 Jahre nach den Ausführungen von Dr. Johannes Kuhl, zum Schaden der an Krebs erkrankten, oder um Prävention bemühten, immer noch vertreten.

Dabei haben die vermeintlichen Ernährungs-Experten, die diese Einschätzung vertreten, idR weder eigenen Erfahrungen mit Patienten, noch einen realistischen Überblick über den Stand der ernährungswissenschaftlichen Forschungen. Es sei deshalb jedem geraten sich mit den Ausführungen von Dr. Kuhl selbst ein Bild über die Möglichkeiten einer Ernährungsumstellung in Prävention und Therapie von Krebs zu machen. Aber auch bei vielen anderen zivilisationsbedingten chronischen Krankheiten kann eine angepasste und artgerechtere Ernährung wahre Wunder wirken und das ohne teure und nebenwirkungsreiche Medikamente.

Wir sagen Ihnen – probieren geht über studieren! So lange die „wissenschaftliche“ Krebsmedizin selbst nicht weis um was es bei Krebs überhaupt geht, was die eigentlichen Ursachen sind und was die Krankheit und nicht nur Symptom ist (was vielfach bewiesen ist) – so lange sollten Sie sich nicht abhalten lassen sich gut zu informieren und alternativ oder zusätzlich eigene Massnahmen zu ergreifen!

Die bis heute als Thesen hingestellten Erkenntnisse von Dr. Johannes Kuhl sollten von jedem Einzelnen selbst bewertet werden, vor dem Hintergrund der tausenfachen praktischen Erfahrungen, die Dr. Kuhl in seiner zwanzigjährigen medizinischen Arbeit mit Krebspatienten gesammelt hat.

Der Titel „Eine erfolgreiche Arznei und Ernährungsbehandlung gut und bösartiger Geschwülste“ ist seit langer Zeit vergriffen und nur noch vereinzelt und zu hohen Preisen antiquarisch zu bekommen. Trotzdem das Buch in einer Schreibweise wie in den 1960er Jahren üblich, liegt es uns sehr am Herzen das Gedankengut und das Lebenswerk von Dr. med. Dr. phil. Johannes Kuhl am Leben zu erhalten, zum Nutzen vieler Krebskranker, denen auch heute noch vielfach die Perspektive fehlt.

* Otto Heinrich Warburg zählt zu den großen Biochemikern des 20. Jahrhunderts. Er entschlüsselte im Jahre 1926 mit seiner Entdeckung der Cytochromoxidase (Natur und Wirkungsweise des Atmungsfermentes; „Warburg-Ferment“) den Mechanismus der Zellatmung, wofür er 1931 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhielt. Otto Heinrich Warburgs wissenschaftliche Arbeit erstreckt sich über einen Zeitraum von sechs Jahrzehnten; seine Forschungsschwerpunkte waren die Photosynthese, die Krebsforschung und die biologische Energieübertragung. Dabei machte er eine Vielzahl weiterer interessanter und wertvoller Entdeckungen, von denen manche praktische Anwendung in der klinischen Biochemie fanden. Bis ins hohe Alter war Otto Heinrich Warburg als Wissenschaftler aktiv. Quellen: Eckart, W.U.: Ärzte Lexikon. Springer, Heidelberg 2006

Alzheimer und Demenz vorbeugen: 6 Tipps wie Sie Ihr Gedächtnis fit halten können

Je älter wir werden, desto mehr lässt das Gedächtnis nach – so scheint es zumindest. Immer mehr Menschen leiden an kognitiven Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz. Auch junge Leute sind immer öfter betroffen. Es scheint als gehöre der Gedächtnisschwund einfach zum Leben dazu, so sehr hat man sich an ihn gewöhnt. Doch es ist nicht normal die Gedanken zu verlieren: Eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise kann die Vitalität des Gehirns beflügeln und dem Schwund im Kopf vorbeugen. Hierzu einige Tipps.

Tipp 1: Gesunde Fette
Laut der anerkannten Biochemikerin Mary Enig, die über viele Jahre die verschiedenen Arten von Fett und deren Effekte studierte, ist ausreichende Fettzufuhr maßgeblich für eine gesunde Entwicklung der Gehirne von Kindern und Heranwachsenden. Davon sind zwei besonders wichtig.

Gesättigte Fettsäuren | Das menschliche Gehirn besteht aus bis zu 50% gesättigtem Fett und Cholesterin. Muttermilch ist höher im Gehalt an gesättigten Fettsäuren als jedes andere Nahrungsmittel. Gesättigte Fettsäuren nähren das Gehirn. Sie fördern die Verbindung der Nervensignale, regen aber auch die Produktion der Hormone an.

Gesunde gesättigte Fettsäuren sind sind z.B. in kaltgepresstem Kokosöl oder in verschiedenen Nüssen enthalten. Industrielle Fette, vor allem gehärtete Fettsäuren wie sie in der Magarine Herstellung verwendet werden, sind nicht zu empfehlen

Omega -3 Fettsäuren | Omega-3 Fettsäure sind mit der wichtigste Nährstoff für das Gehirn. Besonders DHA, ein Stoff der zur Klasse der Omega-3 Fettsäuren zählt, ist in großen Mengen in den Membranen menschlicher Gehirnzellen eingelagert. Es unterstützt die Übermittlung der Signale und trägt zur reibungslosen Funktion des Gehirns bei.

In westlichen Ländern wie Deutschland ist der Konsum von Omega-3 Fettsäuren über die letzten Jahrhunderte stark zurück gegangen. Gleichzeitig ist die Anzahl depressiver Menschen stark gestiegen. In Japan, wo roher Fisch seit je her das Nationalgericht ist, sind Depressionen nach wie vor selten.
Jedoch ist Fisch heute ein kritisches Lebensmittel, Flüsse und Meere sind schwer mit Toxinen belastet. In pflanzlichen Lebensmitteln wie Hanföl, Leinsamenöl oder Walnüssen finden sich reichlich Fettsäuren anderer Omega-3 Klassen.

Tipp 2: Homocystein regulieren, B-Vitamine zuführen
Vitamine – allen voran Vitamin-B – sind äußerst wichtig, um die Leistungsfähigkeit des Gehirns aufrecht zu erhalten. Wem es an Vitamin-B mangelt, der ist anfälliger für Alzheimer und artverwandte Krankeiten.

Homocystein, ein Stoffwechselgift das Demenz und Schlaganfälle begünstigen kann, wird vom Körper in Form von Cystein abgebaut oder zu Methionin verstoffwechselt. Beide Vorgänge sind direkt an Vitamine des B-Komplexes gebunden, die ihrerseits als Koenzyme fungieren. Der Homocysteinspiegel, der mit dem Alter ansteigt, kann nur über die Qualität der Ernährung beeinflusst werden. Hier spielen die Folsäure, Vitamin B 12 und Vitamin B 6   eine entscheidende Rolle. Über die Aufnahme von Vitamin-B reicher Nahrung wie Bohnen, grünem Blattgemüse oder Fisch, kann das Risiko an Demenz und Alzheimer zu erkranken, deutlich veringert werden.

Vorsicht: Rauchen und Alkohohl-Konsum zehren am Vitamin-B Speicher, sind also auch schädlich für das Gehirn.

Tipp 3: Stress vermeiden
In der Arbeit, in der Schule, selbst zu Hause – Stress, Stress, überall Stress. Doch gerade für die Erhaltung eines gesunden und vitalen Gehirns ist es wichtig, Stress möglichst zu vermeiden. Der Körper und das Gehirn benötigen ausreichend Ruhe, um sich vitalisieren und mit neuer Energie versorgen zu können. Neben ausreichendem Schlaf finden sich zahlreiche Mittel zum Stressabbau in einfachen Techniken, die problemlos in den Alltag integriert werden können. Dazu gehören Yoga, Meditation, Massagen, Laufen, Wandern oder zusammen mit der oder dem Liebsten den Sonnenuntergang zu genießen.

Im Gegensatz zu Zebras die von Löwen verfolgt wurden, können wir unseren Stress nicht einfach blitzartig abbauen, in dem wir uns zum Fressen in die Steppe stellen. Unser Blut produziert Stressäfte, die noch sehr lange nach stressreichen Erfahrungen im Körper aktiv sind. Dazu gehört das Stresshormon Kortisol, das mit vielen Krankheiten in Verbindung gebracht wird. Laut Dr. Robert Sapolsky, einem renommierten Neurobiologen, kann Kortisol die Gehirnzellen schädigen, das Gehirn sogar schrumpfen lassen.

Tipp 4: In Bewegung kommen
Was hat körperliche Bewegung mit der Leistungsfähigkeit des Gehirns zu tun? Eine ganze Menge: Körperliche Bewegung zählt zu den wichtigsten Werkzeugen, um kognitiven Erkrankungen wie Alzheimer und Demenz vorzubeugen.

Die erste Idee die aufkommt, ist die verbesserte Versorgung des Gehirns mit Blut und Nährstoffen – sofern überhaupt genug Nährstoffe im Blut vorhanden sind. Doch  körperliche Bewegung kann viel mehr als das: Sie wirkt antioxidativ und entzündshemmend. Dazu senkt sie Stress, reguliert Blutzucker sowie Insulinpegel.

Regelmäßige körperliche Bewegung …

•    regt die Produktion von Stoffen an, die Nerven schützen,
•    erhöhen den Blutfluss im Gehirn,
•    verbessert die Entwicklung der Neuronen,
•    vermindert das Risiko der Bildung von Blutgerinseln.

Tipp 5: Mentale Aktivität
Halten Sie die Gehirnmuskeln fit mit Lesen, Puzzeln, Rätselraten. Auch das geselliges Zusammensein mit anderen Menschen wirkt anregend auf das Gehirn. Eine ganz besonders gute Übung, ist das Musizieren. Beim Lernen neuer Noten, Akkorde oder Musikstücke kommt unser Denkapparat so richtig auf Hochtouren. Grundsätzlich gibt es viele Aktivitäten, die auch mentale Tätigkeit mit einschließen. Suchen Sie sich einfach die heraus, die Ihnen am meisten Spass macht.

Tipp 6: Vitalstoffreiche Ernährung
Ist der Mensch so schlau wie er sich ernährt? Kanadische Wissenschaftler untersuchten kürzlich die Ernährungsweise von 4500 Fünftklässlern. Nach Abzug verschiedener Faktoren wie Eltern, Vorbildung und Schulart blieb die Nahrung als die einzige echte Größe übrig.  Je vitaler, sprich: je mehr Obst, Gemüse und bessere Fette sie aßen, desto besser konnten Sie lesen und schreiben.

In den Regenbogenfarben von bunten Früchten und buntem Gemüse, findet sich eine Fülle an wichtigen Vitalstoffen. Diese bunten Nahrungsmittel versorgen uns mit kraftvollen Antioxidantien und Phytosubstanzen, die der zellschädigenden Wirkung von oxidativem Stress entgegen wirken.

Eine Studie des Journal of the American Medical Association zeigte kürzlich, das Menschen, deren Ernährung reich an Antioxidantien ist, weitaus weniger von Demenz und Alzheimer gefährdet sind als Personen, die sich vitalstoffarm ernähren.