Esskastanien und Kastanienmehl – gesund und vielseitig

Im Herbst ist der ganze Wald voll davon: Esskastanien. Unter der harten, braunen Schale steckt eine helle Frucht, die optisch an eine Nuss erinnert. Auch botanisch gesehen gehören Esskastanien zu den Nüssen, es handelt sich also um Nussfrüchte. Die Esskastanie kommt ursprünglich aus Kleinasien und verbreitete sich mit der Zeit bis nach Europa. Wenn die leckeren und nährstoffreichen Kastanien reif sind und vom Baum fallen, können Naturliebhaber diese bei einem Waldspaziergang einsammeln. Den Rest des Jahres können gesundheitsbewusste Menschen auf getrocknete Maronen oder Kastanienmehl zurückgreifen.

Wertvolle pflanzeneigene Inhaltsstoffe der Maroni

Esskastanien sind vollwertige Energie- und Kraftspender. Maronen sind von Natur aus reich an Kohlenhydraten – ähnlich wie Kartoffeln oder Mais sind sie vor allem stärkehaltig. Aber im Gegensatz zu isolierten Kohlenhydraten lassen diese im Verbund der Kastanie den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen und es folgt nicht der typische Heißhunger-Effekt. Zudem sind Esskastanien im Gegensatz zu Getreide von Natur aus glutenfrei. Daher ist Kastanienmehl der ideale Mehlersatz in der Küche und besonders empfehlenswert für Menschen mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit). Esskastanienmehl eignet sich prima zur Ergänzung glutenfreier Teige für selbstgemachte Pasta, Brote, Backwaren oder Desserts. Anders als „echte“ Nüsse wie Walnüsse, Haselnüsse oder Mandeln enthalten Esskastanien weniger Fett und Proteine, dafür aber viele Ballaststoffe. Weiterhin haben Maroni ein interessantes Mikronährstoffspektrum und liefern Kalium, Eisen, Phosphor, Calcium und B-Vitamine (z.B. B1, B2 und B6). Dank schonender Verarbeitung sind vieler dieser wertvollen Pflanzeninhaltsstoffe auch im Maronimehl noch erhalten.

Esskastanien in der Naturheilkunde

Bereits Hildegard von Bingen schätze den gesundheitlichen Nutzen von Maronen. Die Expertin der Pflanzenheilkunde nutze die Nüsse als natürliches Heilmittel zur Stärkung der Milz, bei Konzentrationsstörungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Gicht. Unter anderem haben Esskastanien eine basische Wirkung und können den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen.

Zubereitung von Kastanien und Maronimehl

Maronen eignen sich ideal als Sättigungsbeilage. Aufgrund ihres hohen Stärkegehalts wurden sie früher auch als „Brot der Armen“ bezeichnet. Esskastanien können ebenso vielfältig zubereitet werden wie Kartoffeln. Sie schmecken lecker als Zutat von herzhaften Füllungen oder für süße Cremes. Übrigens lassen Sie sich auch gut rösten und sind eine typische Knabberei auf dem Weihnachtsmarkt.

Vorteile von Kastanienmehl im Gegensatz zu ganzen Maronen

Bei ähnlichem gesundheitlichem Wert wie ganze Esskastanien ist Kastanienmehl praktischer, schneller und einfacher anzuwenden. Anders als frische Maroni ist Esskastanienmehl das ganze Jahr über in hoher Qualität erhältlich. Es ist gut lagerfähig und dank Wasserentzug auf natürliche Weise länger haltbar. Zudem liegen durch die Trocknung wertgebende Pflanzeninhaltsstoffe hochkonzentriert vor.

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