Krankheiten vorbeugen durch Ernährung? Möglich, sagt die Wissenschaft

Die Rolle von Vitalstoffen bei Parkinson, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine Ernährung mit flavonoidreichen Lebensmitteln verringert das Risiko, an Parkinson zu erkranken. In einer Studie fanden Forscher der Harvard Medical School heraus, dass die Flavonoide aus Pflanzen unsere Gehirnzellen widerstandsfähig gegen die gefürchtete Nervenkrankheit machen. Insgesamt wurden fast 50 000 Männer und mehr als 80 000 Frauen bezüglich ihres Verzehrs von flavonoidreichen Lebensmitteln (z.B. Grüntee, Beeren, Äpfel, Weintrauben und Orangen) befragt. Bei den Männern kam heraus, dass die Teilnehmer mit dem höchsten Gehalt an Flavonoiden in ihrer Ernährung ein 40 % geringeres Risiko hatten, Parkinson zu entwickeln. Vor allem bei Beeren wurde diesbezüglich eine starke Korrelation festgestellt. Für Frauen konnte kein Zusammenhang erkannt werden. Das könnte daran liegen, dass Frauen oft einen gesünderen Lebensstil pflegen und sich generell pflanzlicher und vitalstoffreicher ernähren.

Ein ausreichend hoher Vitamin D-Spiegel schützt vor Diabetes. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) leiden 90 % aller Frauen und 80 % aller Männer in Deutschland an Vitamin D3-Mangel. Ein chronischer Mangelzustand geht unter anderem mit brüchigen Knochen und einer instabilen Psyche einher. Eine neue Untersuchung der Universität Teheran konnte jetzt aufdecken, dass ein Mangel an Vitamin D auch die Entstehung von Diabetes begünstigt. Im Rahmen der Studie erhielten 162 Probanden täglich entweder ein Vitamin D3 Präparat oder eine Placebo. Bei der Placebo Gruppe schritt die Erkrankung bei 28 % in Richtung Diabetes voran, bei den Vitamin D Probanden wurde dieser Effekt nur bei 3 % der Probanden beobachtet.

Lycopin kann Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems vorbeugen, wie zum Beispiel Schlaganfällen. Zu diesem Ergebnis kam eine finnische Langzeitstudie mit 1000 Teilnehmern im Fachmagazin „Neurology“. Probanden mit hohem Lycopingehalt im Blut konnten ihr Risiko für einen Schlaganfall um bis zu 55 % senken. Verantwortlich dafür ist der in Tomaten vorliegende Stoff Lycopin. Andere Antioxidantien wie Beta-Carotin konnten diesen positiven Effekt nicht nachweisen. Lycopin ist in hohen Konzentrationen vor allem in Tomaten, Hagebutten und Wassermelonen vorhanden. Übrigens erhöht sich die Bioverfügbarkeit von Lycopin, wenn die Tomatenprodukte vor dem Verzehr erhitzt werden. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Vitalstoffen ist Lycopin hitzenstabil.

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