Krebs vorbeugen und Krebs natürlich heilen

In der westlichen Welt gibt es heutzutage mehr Krebserkrankungen denn je. Jedes Jahr wird bei rund 18 Millionen Menschen die Krankheit diagnostiziert. Mittlerweile weiß die Wissenschaft, dass etwa jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens an einer Form von Krebs erkranken wird. In Deutschland sind die häufigsten Krebsarten Prostata- und Brustkrebs, Darmkrebs sowie Lungenkrebs. Trotz dieser erschreckenden Zahlen gibt es Hoffnung – und zwar für jeden. Mit der richtigen Ernährung lassen sich etwa 40 % aller Krebserkrankungen verhindern! Krebs ist kein Todesurteil, sondern eine Zivilisationskrankheit. Fakt ist: Viele Krebserkrankungen wären vermeidbar, wenn die Bevölkerung besser informiert wäre, wie Krebs entsteht und durch welche Faktoren er beeinflusst werden kann. Jeder kann mit dem richtigen Wissen, der richtigen Einstellung und dem konsequenten Umsetzen dieser Voraussetzungen in die Praxis seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen!

Buchvorstellung: „Den Krebs überleben“ von N. Barnard und J. K. Reilly

Heute möchten wir Ihnen das Buch „Den Krebs überleben“ von Neal Barnard und Jennifer K. Reilly vorstellen. Dr. Barnard ist ein renommierter Arzt und bekannter Krebsforscher. Reilly ist eine passionierte Ernährungsberaterin und Vorsitzende der Non-Prodit Organisation „The Cancer Project“. Ihr kombiniertes Wissen verpacken die beiden Experten kompakt und informativ in diesem Buch.

Mit unserer täglichen Ernährung entscheiden wir uns jeden Tag aus Neue für Gesundheit oder Krankheit. Viele Studien beweisen mittlerweile, dass die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, einen enormen Einfluss auf die Prävention von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Osteoporose haben. Noch nicht im Bewusstsein der Bevölkerung angekommen ist jedoch, dass eine Ernährungsumstellung sogar verschiedene Krebserkrankungen vorbeugen kann. Heutzutage weiß man, dass auch viele Krebserkrankungen mit der richtigen Lebensweise vermeidbar sind!

Die Autoren empfehlen eine ballaststoffreiche, pflanzliche Ernährung mit möglichst wenig Fleisch und Milchprodukten. Ganz besonders betonen sie den Wert von Antioxidantien, welche freie Radikale unschädlich machen und die Krebsentstehung verhindern. Auch eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen gilt als Basis im erfolgreichen Kampf gegen den Krebs. In diesem Buch werden alle Lebensmittel mit anti-kanzerogenen Eigenschaften beschrieben und Sie erfahren alles über die in ihnen enthaltenen schützenden Substanzen. Im gleichen Atemzug werden die Lebensmittel aufgelistet, welche das Krebswachstum ankurbeln und die Sie unbedingt von Ihrem Speiseplan streichen sollten. Übrigens wirkt naturbelassene Pflanzenkost nicht nur präventiv, sondern kann den Krebs auch noch bekämpfen, wenn er sich bereits ausgebreitet hat. Zusätzlich erhalten Sie praktische Zubereitungstipps und einfache, leckere Rezepte. Mithilfe dieser Lektüre gelingt auch Ihnen die Anti Krebs Ernährungsumstellung!

Wir empfehlen dieses Buch jedem, der sich für alternative Behandlungsmethoden interessiert und über den Tellerrand der Schulmedizin und des standardisierten ärztlichen Wissens hinausschauen möchte. Weil es neue Sichtweisen aufzeigt und Patienten Hoffnung macht, sollte dieses Buch zum Standardrepertoire jedes ganzheitlich denkenden Patienten und Arztes gehören.

Krebs – beeinflussbar oder bloßer Zufall?

Viele Menschen und vermeintliche Experten der Schulmedizin gehen davon aus, dass Krebs genetisch bedingt ist und die Krebserkrankung von Geburt an in unserer DNA festgelegt ist. Der bekannte Krebsforscher Bert Vogelstein der John-Hopkins-Universität in Baltimore/USA verkündete vor wenigen Jahren, dass sich etwa zwei Drittel aller bösartigen Tumore auf zufällige Kopierfehler unseres Erbguts zurückführen lassen. Aktuelle Forschungen zeigen jedoch, dass nur ein Teil aller Krebserkrankungen tatsächlich genetisch bedingt ist und dass man selbst mit genetischer Disposition sein Krebsrisiko drastisch senken kann. So geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davon aus, dass mindestens 30 – 40 % aller Krebsarten auf die Ernährung zurückzuführen sind. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) geht davon aus, dass mindestens 13 Krebsarten stark durch die Lebensweise beeinflusst werden (Ernährung, Gewicht, Bewegung, Umweltfaktoren). Insbesondere bei der Entstehung von Darmkrebs, Leberkrebs, Lungenkrebs und Brustkrebs weiß man, dass der Lebensstil eine übergeordnete Rolle spielt.

Die beste Ernährung bei Krebs

Eine pflanzliche, naturbelassene und vitalstoffreiche Ernährung mit hohem Frischkost- und Ballaststoffanteil schützt erwiesenermaßen vor Krebs. Nur ein Organismus, der ausreichend mit Vitalstoffen versorgt ist, verfügt über das Potential sich selbst gegen bösartige Tumore zu schützen. Reichlich Ballast- und Mineralstoffe finden sich in Vollkorn- und Urgetreide, in Obst und Gemüse, in Hülsenfrüchten sowie in Nüssen – also in fast allen pflanzlichen Lebensmitteln. Die in Pflanzen enthaltenen Antioxidantien neutralisieren freie Radikale und schützen vor oxidativem Stress, welcher im Übermaß in unserem Körper die Entstehung von Krankheiten und Krebszellen fördern kann.

Bestimmte Lebensmittel sind besonders effektiv gegen Krebszellen. Ursprüngliche Pflanzenarten enthalten eine besonders hohe Konzentration an sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Diese wirken stark antioxidativ, anti-entzündlich und antimikrobiell und stärken unsere körpereigenen Abwehrkräfte. Zu den besonders potenten Anti-Krebs Lebensmittel gehören z.B. Aprikosenkerne und Aprikosenkernöl mit Amygdalin, Grünkohl- oder Brokkolisamen mit Sulforaphan, Kurkuma mit Curcumin, grüner Tee oder Traubenkerne mit Polyphenolen oder Himbeeren und Walnüsse mit Ellagsäure. Allerdings kann kein Lebensmittel den Krebs alleine besiegen – Krebs muss ganzheitlich angegangen werden!

Tierische Produkte – insbesondere Fleisch – erhöhen hingegen das Krebsrisiko. Bereits die viel zitierte „China Study“ zeigte auf, dass sich tierische Produkte und die vorherrschende westliche Ernährung negativ auf unsere Gesundheit auswirken und unter anderem das Wachstum von malignen Krebszellen fördern. Es handelt sich dabei bis heute um die umfassendste Studie über die Zusammenhänge von Ernährung, Lebensweise und Krankheit. Die meisten Wissenschaftlicher sind sich heute einig, dass rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte wie Wurst oder Salami das Risiko erhöhen, an bestimmten Krebsarten wie Darm- oder Brustkrebs zu erkranken.

Aber was ist mit Milchprodukten? Selbst hochangesehen Mediziner empfehlen manchmal Milchprodukte und begründen ihre Empfehlung mit den darin enthaltenen Milchsäurebakterien (Probiotika). Milch, Joghurt und Käse sind jedoch in der Regel stark industriell verarbeitet und stecken voller Zusatzstoffe. Außerdem enthält Kuhmilch Wachstumshormone, entzündliche Inhaltsstoffe und ein schlechtes Calcium-Magnesium Verhältnis. Die „guten“ Darmbakterien lassen sich auch durch milchsauer fermentierte pflanzliche Lebensmittel aufnehmen – wie zum Beispiel Sauerkraut, Miso oder Sojasauce.

Studien über Krebs und Ernährung

Krebs kann effektiv durch die Ernährung vorgebeugt werden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Harvard University 2016 in der Fachzeitschrift JAMA Oncology. Die Wissenschaftler untersuchten 46 000 Probanden über 26 Jahren auf Lebensstil-Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Gewicht und sportliche Betätigung. Etwa 12 000 davon wurden in die niedrigste Risikogruppe eingeordnet, da sie weder tranken noch rauchten, Normalgewicht hatten und regelmäßig Sport trieben. Diese Probanden hatten 67 % weniger Todesfälle durch Krebs und sie verhinderten jedes Jahr 63 % neue bösartige Tumore. (https://www.health.harvard.edu/cancer/cancer-and-diet-whats-the-connection)

Ein gesunder Lebensstil beeinflusst das Krebsrisiko positiv. Eine Harvard Studie aus dem Jahr 2018 untersuchte 42 000 Menschen ab 40 Jahren, die zu Beginn der Studie krebsfrei waren. Die Probanden wurden acht Jahre lang beobachtet und alle sechs Monate auf Ihre Gesundheit geprüft. Am Ende des Untersuchungszeitraums stellte sich heraus, dass diejenigen, die sich gemäß der ECRF/AIC Ernährungsrichtlinien ernährten ein um 12 % geringeres Krebsrisiko hatten. Laut der ECRF/AIC Empfehlungen sollte man viele Früchte, Gemüse und Vollkorngetreide bzw. Urgetreide essen. Verzichten Sie außerdem auf Fast Food, stark verarbeitetes Essen und industriezuckerhaltige Getränke. Generell Übergewicht erhöht das Risiko für mindestens 12 verschiedene Krebsarten. Die Harvard Experten sind überzeugt davon, dass 4 von 10 Krebsfällen durch die richtige Ernährung vermeidbar wären. Regelmäßige Bewegung kann sich auch positiv auf das Krebsrisiko auswirken – nicht nur, weil es Übergewicht reduziert sondern auch einfach so. Nehmen Sie sich jede Woche Zeit für 150 – 300 Minuten moderate oder 75 – 150 Minuten intensive körperliche Aktivität.

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