Mehr als nur ein Gewürz: Kurkuma bei Krankheiten

Kurkuma festigt die Zellmembranen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Zu diesem Ergebnis kam eine im „American Chemical Society“ veröffentlichte Studie der Universität Michigan im Jahr 2009. Mithilfe moderner Methoden wie einer Kernresonanzspektroskopie (NMR) untersuchten die Wissenschaftler die ernährungsphysiologischen Eigenschaften des gelben Gewürzes. Dabei kam heraus, dass die starke entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma unsere Zellen vor Schäden durch freie Radikale und oxidativen Stress schützt. Verantwortlich für die antientzündliche Wirkung von Kurkuma ist bereits in geringen Dosen der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin. Die Curcumin-Moleküle wirken direkt in den Zellmembranen und verbessern die Stabilität ihrer Membranstruktur. So können sie sich selbst besser vor Krankheitserregern schützen. Der Schutzeffekt gilt laut den Experten nur für gesunde Zellen – Krebszellen hingegen werden durch Curcumin eher geschwächt. Besonders effektiv ist die Wirkung von Kurkuma übrigens in der Kombination mit schwarzem Pfeffer.

Kurkuma wirksam bei Hepatitis C Viren. Der Wissenschaft ist bereits lange bekannt, dass Kurkuma bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen hilfreich sein kann. Eine Studie des TWINCORE (Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung) in Hannover fand nun heraus, dass der im Gewürz reichlich vorhandene gelbe Farbstoff Curcumin die Leber vor dem Eindringen von Hepatitis-C-Viren schützt. Das gelingt der Substanz, indem sie die Flexibilität der Virenhülle verändert und somit das Überspringen der Krankheitserreger von einer Leberzelle zur anderen verhindert. Hepatitis C befällt bevorzugt Leberzellen und kann schwere Leberentzündungen mit langfristigen Schäden hervorrufen. Die Forscher kombinierten Kurkuma mit speziellen Hepatitis C-Medikamenten und beobachteten die Wirkung dieser Kombination auf Hepatitis C Viren. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass Kurkuma die antiviralen Effekte der Medikamente deutlich steigern konnte. Ähnliche Ergebnisse erzielten die Wissenschaftler in der Kombination mit dem sekundären Pflanzenstoff Epigallocatechingallat aus Grüntee.

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