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Vitamin D – Sonnenbaden reicht nicht, um unser Gehirn zu schützen

Vitamin D schützt unsere Nervenzellen vor Degeneration. Vitamin D-Mangel wird mit dem verstärkten Auftreten psychischer Erkrankungen wie Depressionen und Demenz assoziiert. Lange Zeit war der Wissenschaft nicht bekannt, mit welchem Mechanismus dieser Effekt zusammenhängt. Eine Studie aus 2019 konnte nun endlich Licht ins Dunkel bringen: Das Sonnenvitamin schützt die perineuronalen Netze (PNNS), welche unsere Neuronen umgeben, und gewährleistet dadurch deren reibungslose Kommunikation. Durch Versuche mit Mäusen konnten die Forscher beweisen, dass Vitamin D-Mangel zu einer deutlichen Reduktion der PNNs und der neuronalen Verbindungen führt. Achten Sie unbedingt auf einen ausreichend hohen Vitamin D-Spiegel, vor allem wenn bei Ihnen psychische Probleme diagnostiziert wurden!

Äpfel senken nicht nur den Blutdruck, sondern auch das Sterberisiko

Regelmäßiger Apfelkonsum verringert das Risiko, frühzeitig zu sterben. Zu diesem Ergebnis kam 2016 eine Studie aus Australien und den USA. Die Wissenschaftler assoziieren bereits 1 – 2 Äpfel pro Tag mit einem 20 % niedrigerem Sterberisiko durch alle Faktoren. Und diejenigen, die jeden Tag einen Apfel aßen, hatten sogar ein 35 % geringeres Sterberisiko. Dieser Effekt konnte übrigens nicht bei jedem Obst nachgewiesen werden – Bananen, Birnen oder Orangen konnte zum Beispiel keine derart positiven Erfolge erzielen. Experten begründen ihre Ergebnisse mit dem hohen Gehalt an Flavonoiden – insbesondere in den bunten Apfelschalen. Flavonoide verbessern die Arterienfunktion, senken den Blutdruck und reduzieren das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Schälen Sie deshalb niemals Ihre Äpfel vor dem Verzehr, sondern nehmen am besten jedes Obst und Gemüse mit der (essbaren) Schale zu sich!

Besser denken und schlafen mit Sauerkirschen!

Sauerkirschen halten die grauen Zellen fit – auch im Alter. Wissenschaftler argumentieren, dass die geistige Fitness nur bedingt altersabhängig ist und Ernährung, Bewegung und soziale Kontakte eine viel wichtigere Rolle spielen. Die University of Delaware fand 2019 in einer neuen Studie heraus, dass Sauerkirschen durch ihre wertvollen Pflanzeninhaltsstoffe dazu beitragen, auch im Alter geistig fit zu bleiben. Untersucht wurden 37 gesunde Probanden über 65 Jahre. Die Hälfte davon trank 2 x täglich Sauerkirschsaft und die zweite Hälfte bekam ein Placebo. 12 Wochen später wurden die Teilnehmer auf ihre kognitive Leistungsfähigkeit getestet. Dabei zeigte sich, dass die Sauerkirschen-Gruppe bei Gedächtnisaufgaben eine um 23 % verringerte Fehlerquote hatte. Die Forscher begründen ihre Ergebnisse mit den in den Sauerkirschen vorliegenden sekundären Pflanzenstoffen (z.B. Anthocyane). Dank dieser wirken Sauerkirschen antioxidativ, antientzündlich und beeinflussen die kognitive Leistung positiv.

Vorteile einer traditionellen asiatischen Ernährung in Bezug auf Demenz & Krebs

Eine traditionelle, asiatische Ernährung mit viel pflanzlicher Frischkost senkt das Alzheimer-Risiko. Die niedrigsten Demenz-Raten findet man in Afrika, Indien und Südostasien; die höchsten in Westeuropa und Nordamerika. Allerdings spielen genetische Faktoren nur eine untergeordnete Rolle. Denn wenn afrikanische oder asiatische Ethnien ihre Heimat verlassen und ihre Ernährung an die westliche anpassen, steigt auch ihr Demenzrisiko. Eine im „Journal of Alzheimer’s Disease“ veröffentlichte Studie aus 2014 zeigt auf, dass die Demenzraten in Japan in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen sind. Die Forscher begründen dieses Ergebnis mit dem sich wandelnden Ernährungs- und Lebensstil der japanischen Bevölkerung seit den 1960er Jahren, welcher mit einem steigenden Verzehr an tierischen Produkten und ungesättigten Fettsäuren einhergeht. Die traditionelle japanische Ernährung ist hingegen kalorienarm, nutzt kaum Fleisch oder Milchprodukte und beinhaltet sehr viel Fisch, Reis und andere pflanzliche Lebensmittel. Wer sich vegetarisch ernährt, hat ein 2 – 3 x niedrigeres Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken!

Süßungsmittel – gesund oder ungesund?

Synthetische Süßstoffe erhöhen das Risiko, an Depressionen zu erkranken. Kaffeekonsum senkt bekanntermaßen das Depressionsrisiko. Wer seinen Kaffee allerdings mit künstlichen Süßungsmitteln süßt, könnte den gegenteiligen Effekt erleben. Insbesondere Aspartam wird verdächtigt, die Neurotransmitter im Gehirn zu verändern. Eine Studie aus 2014 der University of South Dakota setzte ihre Probanden auf eine aspartamreiche (25 mg/kg Körpergewicht) und aspartamarme (10 mg/kg Körpergewicht) Ernährung. Nach nur 8 Tagen erlebten die Aspartam-Probanden Stimmungsschwankungen und Depressionen und schnitten bei mentalen Funktionstests deutlich schlechter ab. Und das, obwohl selbst die hohe Dosis nur die Hälfte der offiziell maximal empfohlenen Verzehrmenge von 50 mg/kg Körpergewicht entsprach. Verzichten Sie auf künstlich gesüßte Soft Drinks und Nahrungsmittel und süßen Sie lieber mit natürlichen Zuckeralternativen wie Erythrit oder Xylitol!

Welchen Einfluss hat unsere Ernährung auf Depressionen?

Ernährungsumstellung kann Depressionen bei Studenten reduzieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der University of Sydney in Australien. Untersucht wurden 76 weibliche und männliche Studenten mit depressiver Symptomatik im Alter zwischen 17 und 35 Jahren. Alle Probanden ernährten sich ungesund mit vitalstoffarmen, industriell stark verarbeiteten Nahrungsmitteln, reichlich Transfetten und raffiniertem Zucker. Im Rahmen der Studie stellte eine Hälfte der Teilnehmer ihre Ernährung um hin zu einer mediterranen, möglichst naturbelassenen und vitalstoffreichen Kost. Die andere Hälfte ernährte sich genau wie zuvor. Nach drei Wochen wurden die Probanden zu ihrem Gesundheitszustand befragt. Dabei zeigte sich, dass die Depressionen bei der Gruppe mit der Ernährungsumstellung deutlich zurückgegangen waren. Bei denjenigen mit der Standard-Ernährung zeigten sich keine Verbesserungen im Gesundheitszustand. Menschen mit psychischen Problemen sollten unbedingt ihre Ernährung umzustellen und mehr vitalstoffreiche Pflanzenkost essen!

Ernährung & Psyche – was haben wir selbst in der Hand?

Viele psychische Erkrankungen liegen in unserer täglichen Ernährung begründet. Darm und Psyche sind eng verknüpft und tauschen ständig Informationen aus. Mittlerweile bringen Forscher ein gestörtes Mikrobiom mit vielen neurologischen Störungen in Verbindung (z.B. ADHS, Autismus, Ängste, Burnout). In der Wissenschaft bezeichnet man diesen Zusammenhang als „Darm-Psyche-Syndrom“ – kurz GAP. Zwar wissen die meisten Menschen, dass Ernährung ihre Gesundheit beeinflusst – aber viele wollen nicht wahrhaben, dass sie auch ihre Stimmung, ihre Gedanken und Entscheidungen beeinflussen. Wenn es unserer Darmflora gut geht, dann geht es uns auch gut!

Diabetes kontrollieren – pflanzlich und ohne Medikamente

Leinsamen helfen dabei, Diabetes unter Kontrolle zu halten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der World Health Organization (WHO) aus 2011. Im Rahmen der Analyse nahmen Diabetiker einen Monat lang täglich einen Esslöffel gemahlene Leinsamen zu sich. Danach hatten sich ihre Nüchternblutzuckerwerte, Triglyceridwerte, Cholesterinwerte sowie Hämoglobin A1C-Werte deutlich verbessert. Somit verbessern Leinsamen die Insulinsensibilität bei glukoseintoleranten Menschen und senken die Insulinresistenz. Da Leinsamen antioxidative Eigenschaften aufweisen, könnten diese Effekte auch mit der Reduktion von oxidativem Stress zusammenhängen. Keine Sorge, selbst der regelmäßige Verzehr einer Portion Leinsamen macht nicht dick. Eine andere Studie zeigt sogar, dass 4 Esslöffel pro Tag über einen Zeitraum von 3 Monaten den Probanden zu Gewichtsverlust verhelfen können. Für eine gesundheitsfördernde Wirkung genügen jedoch 2 Esslöffel pro Tag.

Walnüsse reduzieren Stress und machen gute Laune

Die ungesättigten Fettsäuren aus Walnüssen senken den Blutdruck und reduzieren Stress. Zu diesem Ergebnis kam 2010 eine Studie der Pennsylvania State University, ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im „Journal of the American College of Nutrition“. Bei den Probanden waren 9 Walnüsse und 1 EL Walnussöl pro Tag ausreichend, um den stressbedingten Anstieg des diastolischen Blutdrucks zu senken. Die positiven Effekte zeigten sich bereits innerhalb weniger Wochen. Die Wissenschaftler erklären ihre Ergebnisse damit, dass die in den Nüssen enthaltenen Omega 3-Fettsäuren die kardiovaskuläre Stressantwort dämpfen. Bei Menschen mit niedrigem Stressempfinden verringert sich auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zusätzlich wurde in anderen Studien die cholesterinsenkende Wirkung der Nüsse nachgewiesen. Wappnen Sie Ihren Körper effizient gegen stressige Phasen, indem Sie jeden Tag ein paar Walnüsse knabbern!

Mehr als nur ein Gewürz: Kurkuma bei Krankheiten

Kurkuma festigt die Zellmembranen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Zu diesem Ergebnis kam eine im „American Chemical Society“ veröffentlichte Studie der Universität Michigan im Jahr 2009. Mithilfe moderner Methoden wie einer Kernresonanzspektroskopie (NMR) untersuchten die Wissenschaftler die ernährungsphysiologischen Eigenschaften des gelben Gewürzes. Dabei kam heraus, dass die starke entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma unsere Zellen vor Schäden durch freie Radikale und oxidativen Stress schützt. Verantwortlich für die antientzündliche Wirkung von Kurkuma ist bereits in geringen Dosen der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin. Die Curcumin-Moleküle wirken direkt in den Zellmembranen und verbessern die Stabilität ihrer Membranstruktur. So können sie sich selbst besser vor Krankheitserregern schützen. Der Schutzeffekt gilt laut den Experten nur für gesunde Zellen – Krebszellen hingegen werden durch Curcumin eher geschwächt. Besonders effektiv ist die Wirkung von Kurkuma übrigens in der Kombination mit schwarzem Pfeffer.