Gesundbuch Blog

Ist Ingwer gesund? Alles über Inhaltsstoffe & Wirkung

Egal ob Abwehrschwäche, Übelkeit oder Verdauungsprobleme – Ingwer hilft bei fast allem. Das klassische Fernost-Gewürz ist insbesondere in der asiatischen Küche sehr beliebt – sein erfrischend-scharfer Geschmack macht sich wunderbar in indischen Curries oder Gemüse-Pfannen, zu ausgefallenen Salaten, Geflügelgerichten oder Sushi. Aber die Knolle kann noch viel mehr, als nur unserem Gaumen anmuten! Ingwer hat wärmende Eigenschaften und kurbelt durch die enthaltenen Scharfstoffe den Stoffwechsel an. Seine therapeutische Wirkung verdankt die Wurzeln den sogenannten Gingerolen und Shoagolen. Außerdem boostet Ingwer die Abwehrkräfte, indem es unserem stärksten körpereigenen Antioxidans den Rücken stärkt: Glutathion. Normalerweise sinkt der Glutathion-Spiegel, wenn wir krank werden aber nicht mit Ingwer! Traditionelle Anwendungsmöglichkeiten für Ingwer sind zum Beispiel: Reiseübelkeit, Verdauungsstörungen, Unwohlsein oder eine einfache Erkältung. Egal ob als ganze Knolle, als Tee, als Gewürz, als Pulver, in Form von Kapseln oder Tabletten als Nahrungsergänzung oder als Extrakt – Ingwer ist immer eine gute Idee!

Klein aber oho – Die Kraft von Safranfäden und Leinsamen

Leinsamen senken Plasma-Oxylipine – und damit den Blutdruck. Dass Leinsamen sehr wirksam bei Bluthochdruck sind, ist aus früheren Studien bereits bekannt. Kanadische Wissenschaftler fanden nun heraus, welcher Mechanismus hinter diesem Effekt steckt. Im Gegensatz zu einigen Blutdruckmedikamenten reduzieren Leinsamen den Blutdruck, ohne die Herzschlagfrequenz zu beeinflussen. Stattdessen wirken sie sich direkt auf die Produktion von Oxylipinen im Blutplasma aus. Es handelt sich dabei um Stoffwechselprodukte ungesättigter Fettsäuren, die Entzündungsreaktionen auslösen (und somit auch mit Herz-Kreislauf-Krankheiten und Alterungsprozessen assoziiert werden. Die meisten Oxylipine stammen von der Omega 6 Fettsäure Arachidonsäure ab, welche vor allem in tierischen Produkten vorliegt. ABER: Erhöhte Oxylipid-Level bei älteren Menschen können durch Leinsamen normalisiert werden. Denn diese hemmen die Enzyme, welche die entzündungsfördernden Oxylipine produzieren. Damit senken so genauso effektiv den Blutdruck wie Medikamente – und zwar ohne Nebenwirkungen und deutlich günstiger.

Neuigkeiten zu Ihrer Herzgesundheit

Hülsenfrüchte können Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen. Eine schnelle Herzfrequenz im Ruhezustand wird selbst bei gesunden Menschen mit einer verkürzten Lebensspanne assoziiert. Eine Studie aus 2013 zeigt, dass Männer mit einem Ruhepuls von über 90 ein 5 x so hohes Risiko haben, am plötzlichen Herztod zu sterben, als solche mit einem Ruhepuls von weniger als 60 Schlägen pro Minute. Eine andere Studie aus 2010 zeigt, dass ein Ruhepuls von über 90 das kardiovaskuläre Risiko genauso stark erhöht wie Rauchen! Gut zu wissen: Der Ruhepuls kann nicht nur durch sportliche Betätigung, sondern auch durch die Ernährung gesenkt werden. Eine Studie aus 2012 konnte beweisen, dass Hülsenfrüchte den Ruhepuls genauso effektiv senken wie Sport. Dafür aßen die Probanden drei Monate lang täglich eine Portion Bohnen, Kichererbsen oder Linsen. Auch der Ersatz von tierischen mit pflanzlichen Proteinen könnte laut der Wissenschaftler eine wichtige Rolle in der Reduktion der Herzschlagrate spielen.

Fleisch- vs. Pflanzenesser – es gibt nur einen Gewinner

Rotes Fleisch verkürzt das Leben. Dass dunkle Fleischsorten verschiedene Gesundheitsprobleme verursachen können, ist bereits bekannt. Harvard-Forscher konnten 2019 beweisen, dass übermäßiger Fleischverzehr auch das Sterberisiko erhöht. Die Wissenschaftler analysierten mehr als 80 000 Probanden über einen Zeitraum von fast 25 Jahren. Im Rahmen der Studie sollten einige Probanden jahrelang ihren Verzehr von rotem Fleisch erhöhen. Dabei kam heraus, dass nur eine halbe extra Portion Fleisch pro Tag das Sterberisiko um 13 % steigerte. Wer insgesamt eine ganze Portion mehr Fleisch zu sich nahm, hatte sogar ein um 22 % erhöhtes Risiko, früher zu sterben. Wer seinen Fleischverzehr hingegen senkte und gleichzeitig den pflanzlichen Anteil in seiner Nahrung erhöhte, konnte seine Lebensdauer erhöhen. Weniger Fleisch, mehr Pflanzen!

Abwarten und Tee trinken? Tees bei Krankheiten

Tee ist nicht nur ein echter Genuss an kalten Wintertagen, sondern hilft auch unserer Gesundheit auf die Sprünge. Das Wohlfühlgetränk wärmt von innen und ist ein echter Allrounder für Körper und Geist. Je nach Sorte und Mischung bringt er das Immunsystem auf Trab, lindert entzündliche Prozesse, schützt Herz & Kreislauf und kann sogar Krebs vorbeugen. Qualitativ hochwertige Tees sind reine Natur und kommen ohne künstliche Süße oder Aromen aus. Übrigens schmeckt Tee auch im Sommer, und zwar gekühlt als Eistee. Als Teeliebhaber probieren Sie sich am besten durch die ganze Bandbreite – so finden Sie Ihren persönlichen Lieblingstee, der genau auf Ihre Bedürfnisse passt!

Arteriosklerose vorbeugen für Risikopatienten

Arteriosklerose gezielt vorbeugen mit Sauerkraut. Zu diesem Ergebnis kam eine koreanische Studie der Pusan National University im Jahr 2007. Im Rahmen der Untersuchungen sollten sich die Probanden über einen Zeitraum von vier Wochen von Arteriosklerose fördernder Kost ernähren. Eine Hälfte der Gruppe bekam zusätzlich jeden Tag Propionsäure injiziert, die andere Hälfte nur eine Placebo. Am Ende des Untersuchungszeitraums hatte sich das LDL-Cholesterin der Propionsäure-Probanden deutlich verringert und ihr Arteriosklerose-Risiko deutlich reduziert. Propionsäure kommt auch in natürlichen Lebensmitteln wie Sauerkraut vor. Sauerkraut entsteht durch die Fermentation von Weiß- oder Spitzkohl und enthält lebenswichtige Milchsäurebakterien, welche unter anderem die wertvolle Propionsäure produzieren. Wer regelmäßig Sauerkraut isst, tut nicht nur seinem Magen sondern auch seinem Herz etwas Gutes!

Denkfit im Alter – Was wirklich hilft & auf welches Lebensmittel Sie besser verzichten

Pilze verbessern die kognitive Leistung im Alter. Leichte kognitive Störungen kommen im Alter immer häufiger vor als in jungen Jahren – Pilze könnten ihnen entgegenwirken. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Singapur, welche die Gedächtnisleistung von 600 Probanden im Rentenalter untersuchte. Die Probanden nahmen 6 Jahre lang regelmäßig verschiedene Pilzarten (z.B. Shiitake, Austern und Champignons) zu sich. Das Ergebnis: Wer pro Woche rund 300 g Pilze in seinen Speiseplan integriert, kann den altersbedingten Degenerationsprozess des Gehirns um 50 % reduzieren. Die Forscher begründen die Verbesserung der Gedächtnisleistung mit den antioxidativen Eigenschaften naturbelassener Pilze. Weiterhin wurden in den Organismen (Myzelgewächsen) Substanzen entdeckt, welche das Nervenwachstum anregen. Essen Sie mehr Pilze oder steigern Sie Ihren Pilzverzehr durch ein natürliches Pilzpulver!

Milch – Aufklärung & Alternativen

Die Milch macht’s? Jahrzehntelang geisterte das Gerücht durch die Medien, Kuhmilch enthalte viel Kalzium und stärke die Knochen. Das Gegenteil ist der Fall: Kuhmilch macht die Knochen brüchig und steigert das Osteoporose-Risiko. Aber warum ist das so und welche Alternativen gibt es?

Erkältung? Keine Chance

Mit Knoblauch werden Sie seltener krank. Zu diesem Ergebnis kam im Jahr 2014 eine Studie mit 146 Probanden. Über einen Zeitraum von 12 Wochen bekam eine Hälfte der Teilnehmer täglich 180 mg Knoblauchextrakt verabreicht, die andere Hälfte eine wirkungslose Placebo. Dabei zeigte sich, dass die Knoblauch-Probanden sich seltener mit entzündeten Atemwegen herumschlagen mussten. So erkälteten sich die Knoblauch-Probanden innerhalb von drei Monaten nur 24 x, die Placebo-Probanden jedoch 65 x. Wer leichte Erkältungen vorbeugen oder behandeln möchte, sollte es deshalb zunächst mit natürlichem Knoblauchextrakt versuchen, bevor chemische Tabletten und Medikamente ins Spiel kommen.

Die Heilkraft der Gewürze

Gewürzvielfalt schmeckt und macht vital! In der traditionellen Naturheilkunde (z.B. Ayurveda, TMC, Hildegard von Bingen) haben Gewürze eine lange Tradition. Getrocknet und fein vermahlen enthalten sie konzentrierte Vitalstoffe, wirken stark antioxidativ und antibakteriell und unterstützen das Immunsystem – perfekt für die kalte Jahreszeit! Leider geht das Wissen um die Bedeutung des gesundheitlichen Nutzens von Gewürzen immer mehr verloren. Heutzutage dienen sie häufig nur noch als Geschmacksverstärker und Genussmittel. Dabei verleihen Würzmittel unseren Lieblingsspeisen nicht nur das gewisse Etwas, sondern können auch als wertvolle natürliche Arzneien dienen! Extra Tipp: Verzichten Sie beim Verfeinern von Speisen möglichst auf Salz. Wer stattdessen seine Lieblingsgewürze nutzt, wird nichts vermissen und tut Blutdruck und Gesundheit etwas Gutes.