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Rohkost: Die Vorzüge einer lebendigen Ernährung

In den USA ist die Rohkost-Ernährung längst keine gesellschaftliche Randbewegung mehr: In jeder größeren Stadt gibt es „Rawfood-Restaurants“, in denen ausschließlich roh zubereitete Speisen serviert werden. Von Pizza und Pasta über Kuchen und Desserts bis hin zu leckeren Snacks – von vielen gekochten Klassikern, existiert bereits ein rohes Gegenstück. Vom Geschmack her weniger original, dafür originell und gesund. Was einst Hippies und Gesundheitsfanatikern vorenthalten war, findet heute seinen Weg in den gesundheitsbewusstsen Mainstream.

Gute Gründe für einen hohen Rohkost-Anteil in der täglichen Ernährung
Vitamine, Mineralien und Enyzyme sind sehr instabile Komponenten, die bei Hitzezufuhr – ab ca. 45 Grad – größtenteils zerstört werden. In rohem Obst und Gemüse, sind alle Nährstoffe in ihrer ursprünglichen Form vorhanden. So stehen sie dem Körper für sämtliche Stoffwechselprozesse zu Verfügung. Enzyme unterstützen die Verdauung und helfen dabei, die Nährstoffe zu verarbeiten.
Fehlen sie in der Nahrung, werden körpereigene Enzyme zur Verdauungsarbeit eingesetzt, die dann bei anderen innerkörperlichen Vorgängen – z.B. bei der Entgiftung oder der Zellerneuerung – fehlen.

Rohkost bringt Schwung und Energie
Rohkost besteht aus einfachen Zuckern und Nährstoffen, die für den Körper leicht verdaulich sind. Da der Körper weniger Kraft für die eigene Verdauung aufbringen muss, steht ihm so mehr Energie für andere Aktivitäten zur Verfügung. Hinreichend bekannt ist, dass Rohköstler oft weniger Schlaf benötigen, als ihre „Normalkost“ verzehrenden Mitbürger. Auch von deutlich wacherem Geist und verbesserter Stimmungslage wird berichtet.

Lebendige Nahrung entgiftet
Rohkost entgiftet den Körper auf natürliche Weise. Die enthaltenen Ballaststoffe helfen Schlacken und Toxine im Darm abzutragen und auszuscheiden. Wird ein hoher Anteil an rohem Obst und Gemüse gegessen, kann sich der Körper besser aufs entgiften konzentrieren, anstatt sich der Verdauung von schweren und ungesunden Lebensmitteln zu zuzuwenden.

Rohkost lässt die Pfunde purzeln
Eine gern gesehener Vorteil der Rohkost-Ernährung ist der Gewichtsverlust. Rohkost ist leicht und bekömmlich. Pur verzehrt, enthält sie keine leeren Kalorien. Obst und Gemüse versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen bei niedrigem Kalorienanteil. Zudem können rohe Fette, z.B. von Avocados und frischen Kokosnüssen, vom Körper gut verwertet werden. Sie schlagen sich weniger auf die Hüften, als ihre raffinierten Verwandten aus dem Supermarkt.

Rohkost fördert die Gesundheit
Neben den schon genannten Vorteilen, wiegt der heilende Effekt von roher Nahrung am meisten.
Viele bekannte Krankheiten basieren auf Nährstoffdefiziten. Ohne die ständige Zufuhr wichtiger Vitamine, Enzymen und Mineralien, fällt es dem Körper schwer, die auf diesen Nährstoffen basierenden Funktionen vollständig aufrecht zu erhalten.Rohkost kann eine Versorgung mit intakten Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen gewährleisten. Auch Antioxidantien, die der schädlichen Wirkung von freien Radikalen entgegenwirken, sind in rohem Obst und Gemüse reichlich vorhanden.

Ist Rohkost auch für mich geeignet?
Die vielen auf Erfahrung basierenden Erfolgsberichten lassen keinen Zweifel an den Vorzügen der Rohkost-Ernährung. Dennoch: Mensch ist nicht gleich Mensch. Das indische Heilsystem des Ayurveda teilt Menschen in unterschiedliche Konstitutionen ein. Luftigeren Typen ist die leichte Rohkost vielleicht weniger zuträglich als Menschen, die fest verankert im Leben stehen. Das Bestreben der traditionelle chinesischen Medizin ist es, eine Balance zwischen kühlenden und wärmenden Lebensmitteln herzustellen. Rohe Lebensmittel gelten dort im Allgmeinen als kühlend, in diesem Sinne sind auch gekochte Lebensmittel zur täglichen Verpflegung erwünscht.

Viele Experten pendeln sich in ihrer Empfehlung bei einem Rohkost-Anteil von 50% ein. Der amerikanische Gesundheitsexperte Dr. Mercola hält sogar 75% für ein erstrebenswertes Maß.

Wo immer man letztlich landet: Die maßgebende Instanz sollte das eigene Körpergefühl sein. Dieses wiegt mehr als so manche am Schreibtisch erstellte Ernährungsschablone, die hinten und vorne nicht passt, weil sie der Individualität des menschlischen Organismus entgegen steht.

Tipp: Deutschlandweit kommen regelmäßig Rohköstler zu „Potlucks“ zusammen, um sich über neue Rezepte und die eigenen Erfahrungen auszutauschen. So wird einem der Einstieg leicht gemacht und man erhält einen weitgefächterten Überblick, was es so gibt an rohen Speisen und wie sich die Rohkost geschmackvoll zubereiten lässt. Leckere Rezepte, Termine und Örtlichkeiten von Potlucks finden Sie u.a. auf www.germanygoesraw.de.

Buch der Woche – Mein Befund. Laboruntersuchungen verständlich gemacht

„Kommen Sie doch bitte morgen früh zum Blutabnehmen. Nüchtern!“, sagt der Arzt und – ganz braver Patient –  sitzt man schon vor acht Uhr im Labor der Praxis und lässt sich von der freundlichen Helferin den Lebenssaft aus der Vene zapfen. Drei Tage später darf man dann beim Mediziner anrufen und die Ergebnisse erfragen.

Erleichterung macht sich breit, wenn der behandelnde Arzt beiläufig erwähnt: „Alles in Ordnung. Die Werte sind ohne Befund.“ Schön, denkt man sich dann und fragt sich – oder ganz mutig gar den Mediziner – doch: „Was genau ist hier eigentlich getestet worden?“ Oft unwillig, aber immerhin, erhält der Patient dann eine Aufstellung von Abkürzungen und Zahlenreihen, die bei dem Interessierten vor allem Stirnrunzeln hinterlassen. Bleibt doch die Bedeutung der einzelnen Werte im Dunkeln. Nur selten haben oder nehmen sich die Ärzte tatsächlich Zeit, all die Punkte zu klären. Das ist aber vor allem dann für den Betroffenen wichtig, wenn laut Fachmann doch etwas nicht stimmt.

Immer mehr Menschen möchten sich heute nämlich nicht mehr nur auf die Aussagen ihres Haus- oder Facharztes verlassen. Im Gegenteil, sie wollen die Verantwortung für ihren Körper, ihre Gesundheit übernehmen; vielleicht alternative, naturheilkundliche oder erfahrungsmedizinische Wege einschlagen. Gerade dann ist es aber wesentlich, zu wissen worüber die Fachleute sprechen und was die einzelnen Werte ganz konkret bedeuten. Erst dann, wenn man selbst umfangreich und en detaille informiert und aufgeklärt ist, kann man im Krankheitsfall anstehende und oft weitreichende Entscheidungen treffen. Und das ist auch das gute Recht eines Jeden. Dieses Bedürfnis des mündigen Patienten haben die Autoren Herbert Woschnagg und Wolfgang Exel erkannt. In Ihrem Buch „Mein Befund. Laboruntersuchungen verständlich gemacht“ wird frei von Fachchinesisch erklärt wie und warum sich Blutwerte verändern. Außerdem hält das Buch, was es im Titel verspricht: Es macht Laboruntersuchungen verständlich. Mit über 100 Abbildungen und gut geschrieben, wird das Standardwerk zum zuverlässigen Begleiter für den mündigen und eigenverantwortlichen Patienten genauso wie für den interessierten „Gesunden“. Durch die vollständige Überarbeitung des Werkes ist es heute so aktuell wie bei seiner Ersterscheinung. Das eingearbeitete Fremdwörterlexikon erleichtert das Nachschlagen von bestimmten Befunden zusätzlich.

Alles in Allem ist das Buch „Mein Befund. Laboruntersuchungen verständlich gemacht“ ein absolut empfehlenswertes Nachschlagewerk und sollte in keinem Haushalt fehlen.

Hautkrebs ist kein Schicksal !

Keine Angst vor Hautkrebs! Der Nutzen der Sonne für deine Gesundheit ist enorm und Hautkrebs ist kein Schicksal sondern hat andere und weitere Ursachen. Langfristig schädlich ist zu wenig Sonne, und dieses Problem haben die meisten Nordeuropäer …

Die Zahl der Hautkrebsfälle ist seit 1995 deutlich gestiegen, so das statistische Landesamt Baden Würtemberg. Die Gesundheitsministerin weis gleich Rat ;-) und verweist auf den notwendigen Sonnenschutz, vor allem für Kinder. „Die Haut vergisst nichts“, so heist es, „auch keinen Sonnenbrand“. Keine Rede davon, wie wichtig die Ernährung und hierbei eine gute Versorgung unseres Organismus mit wertvollen Vitalstoffen, besonders mit schützenden Antioxidantien ist.

Zweifellos ist ein Sonnenschutz und der maßvolle Umgang mit der Sonne angeraten. Und manche Extremsonnenanbeter, die ein tiefbraunes Erscheinungsbild bevorzugen tun ihrer Haut sicher langfristig keinen Gefallen.

Viel nachteiliger für unsere Gesundheit ist jedoch heute für Viele ein zu wenig an Sonne. „Angstmache“ vor der Sonne ist deshalb ungerechtfertigt. Die Behauptung, die Sonne sei zu meiden um Hautkrebs zu verhindern, ist schlicht unzutreffend. Fakt ist – Melanome treten an lichtgeschützten Stellen des Körpers um ein vielfaches häufiger auf als an Stellen die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Heute sind die Menschen viel weniger der Sonne ausgesetzt wie früher, als grosse Bevölkerungsgruppen von morgens bis abends in der Gluthitze auf dem Acker standen. Ich kann nicht glauben dass die Sonne so viel agressiver geworden sein soll. Vielmehr drängt sich mir der Verdacht auf dass in der früheren Ernährung, insbesonders der ländlichen Bevölkerung, viele Schutz- und Reparatursubstanzen enthalten waren, welche der heutigen Kost grossteils abgehen.

Für die Akteure der staatlichen Gesundheitsvorsorge scheinen alle neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse und naturheilkundlichen Erfahrungen unbekannt zu sein!? Erkennbar daran dass man die Bedeutung der Ernährung- und bestimmter Schutzstoffe total unterschätzt.

Ich selbst kenne einige hellhäutige Zeitgenossen, die nach Umstellung auf eine vitalstoffreichere Ernährung deutlich weniger sonnenempfindlich wurden und kaum noch einen Sonnenbrand bekommen haben.
Der Einfluss der Ernährungsgewohnheiten auf das Hautkrebsrisiko ist auch wissenschaftlich klar belegbar.  So sinkt bei fettarmer Ernährung das Hautkrebsrisiko um sage und Schreibe 90%. Die selben Beobachtungen kann man, wie gesagt in Bezug auf eine an antioxidantien reiche Ernährung machen, welche die Sonnentoleranz der Haut deutlich stärkt.
Interessant zu lesen sind diesem Zusammenhang sicherlich auch die Beobachtungen und Ausführungen von Heilpraktiker Peter Kern in seinem Buch „Krebs bekämpfen mit Vitamin B17“.

Studie zeigt: Inhaltsstoffe der Weintraube schützt vor Sonnenbrand

Für viele ist der Spätsommer die schönste Zeit des Jahres. Die letzten Sonnenstrahlen wärmen die Haut, sodass man sich – bereits in Erwartung des kühlen, feuchten Herbstes – gerne draußen aufhält. Und das ist auch gut so, denn unser Organismus braucht die Kraft der Sonne und des Lichts ganzjährig, um das für uns so wichtige Sonnenhormon Vitamin D zu bilden. Was er nicht braucht, ist ein Sonnenbrand. Leider ist aber gerade diese Zeit jetzt brandgefährlich. Unterschätzt man doch die Kraft der Sonne. Aber mit der richtigen, vitalstoffreichen Ernährung und einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Strahlen des Himmelskörpers kann man Rötungen, Brennen und der damit verbundenen Gefahr von Hautkrebs gut vorbeugen.

Eine Studie der Universität von Barcelona hat jetzt in einer Studie nachgewiesen, dass es ein natürliches und besonders wirksames Mittel zum Schutz vor Sonnenbrand gibt. Es ist die Weintraube und ihre Inhaltsstoffe; ihre antioxidativ wirkenden Flavonoide. Diese stoppen bestimmte chemische Reaktionen in der Haut, die zu den gefürchteten Hautschäden führen können. Bekannt ist ja schon seit langem, dass pflanzliche Antioxidantien dem Körper helfen, freie Radikale unschädlich zu machen und damit gesund zu bleiben. Die spanische Studie legt jetzt nahe, dass man mit natürlichen Cremes auf Basis der Weintrauben-Flavonoide sogar Hautkrebs vorbeugen kann. So könnte es zukünftig möglicherweise einen äußeren Sonnenschutz geben, der die Produktion von Vitamin D im Körper nicht mehr beeinträchtig, wie es bei den klassischen Sonnencremes leider häufig der Fall ist. In der Studie konnte übrigens nicht nachgewiesen werden, wie viele Weintrauben man essen muss, um diesen gewünschten Effekt zu erzielen. Ein gesunder und schmackhafter Snack sind sie aber allemal https://www.topfruits.de/beerenmix?sPartner=21.

Grundsätzlich gilt: Wer es gut meint mit sich, seiner Seele und seinem Organismus, genießt die Sonne – natürlich – im vernünftigen Maß. Mehr zur Sonne und ihrer heilenden Kraft finden Sie hier: http://www.gesundbuch.de/shop/81-krebszellen-mogen-keine-sonne.html.

Anti-Aging-Tipps: vital alt werden – 2. Teil

Umweltgifte reduzieren

Mittlerweile gibt es unzählige toxische Zusatzstoffe, fast so viele wie Fahräder in Peking könnte man meinen. Enthalten sind Sie fast überall und es ist unmöglich, sich voll und ganz vor diesen Substanzen zu schützen.

Doch: Wir können uns selbst vor einer Überdosis an toxischen Stoffen bewahren, in dem wir uns umfassend informieren und die Zutatenlisten unser Lebensmittel und Pflegeprodukte genau beäugen. Hüten Sie sich vor künstlichen Konservierung- und Aromastoffen, vor Geschmacksverstärkern und chemischen Zusätzen.

Allein das Wissen über das Vorhandensein dieser Substanzen reicht manchmal schon aus, um sich vor ihnen schützen zu können, sprich: sie meiden zu können.

In vielen Drogerien und Supermärkten gibt es chemisch belastete Produkte zu kaufen. Dazu gehören …

  • Haushaltsreiniger
  • Seifen, Shampoo, Duschgel
  • Insektenspray
  • Deo
  • Zahnpflegeprodukte
  • Feuchtigkeits- und Sonnencremes

Anti-Aging-Tipp: Ersetzen Sie die oben genannten Produkte durch gesunde Alternativen, zu bekommen im Bio-Markt oder im gut sortierten Online-Shop für vitale Ernährung

Stressabbau: Öfter mal entspannen

Stress lässt uns schnell altern. Also: bleiben Sie entspannt und glücklich! Bewahren Sie eine positive Einstellung und erfreuen Sie sich des Lebens, riechen Sie an Blumen am Wegesrand, verzehren Sie Ihre täglichen Mahlzeiten ganz bewusst – wie riecht es, wie schmeckt es? Nehmen Sie sich täglich etwas Zeit für sich, tun Sie Körper und Seele etwas gutes – Ihre Gesundheit dankt es Ihnen.

Bewährte Methoden zum Stressabbau, auf die Sie zurück greifen können

  • Musik hören

  • Spaziergänge im Wald

  • Meditation und Yoga

  • Radfahren, laufen und schwimmen

  • Massagen

  • Autogenes Training und Qi Gong

  • Ihre Lieblingsbeschäftigung

Für tieferliegenden emotionalen Stress, also psychologischen Stress, gibt es immer mehr Alternativen zu pharmazeutischen Produkten. Die Klopfakupressur, EMDR oder MEM bieten wirksame Wege, um sich von emotionalen Blockaden zu befreien. Wichtig: Sprechen Sie diese Maßnahmen mit ihrem Arzt oder Psychologen ab.

Auf Bewegung setzen

Bewegung birgt großes Gesundheitspotenzial. Schwimmen, laufen, radfahren, wandern – so vermindern Sie Stress, senken Sie zu hohen Blutdruck und stärken Sie das Herz. Bewegung fördert die Funktion der Drüsen, hilft Gewicht abzubauen und sorgt dafür, dass wichtige Nährstoffe besser in Zellen zu gelangen, da der Stoffwechsel in Gang kommt.

Körperliches Training wie Sport, fördert außerdem die Durchblutung. Dabei werden Bodenstoffe wie Dopamin oder Serotonin im Gehirn ausgeschüttet, die wiederum ein Gefühl von Zufriedenheit und Euphorie erzeugen können.

Das körperliche Training sollte alle Muskelregionen betonen: Übungen für die Gelenke, Übungen für Herz und Kreislauf, Übungen für verschiedenste Muskelpartien. So fördern Sie Wachstumshormone, die der Alterung entgegen wirken, stärken Muskeln und Knochen – ein Muss für Vitalität im Alter.

Fazit: Mit den oben genannte Anti-Aging Strategien können Sie mitbestimmen, wie Sie altern. In jedem Fall gehören Bewegung und gesunde Ernährung zusammen. Gemeinsam ergänzen sie sich zur einer potenten Waffe im Kampf gegen Degeneration – damit Sie auch in hohem Alter noch vital und gesund sind.

Anti-Aging-Tipps: vital alt werden – 1. Teil

Viele der heutigen „Altererscheinungen“ sind viel mehr ein Zeichen von Rückbildung, als von natürlichem Altern. Für viele Menschen ist es normal, im Alter das Gedächtnis oder die Sehkraft zu verlieren. Selbst Herzinfarkt und Krebs sind zur Normalität verkommen.

Arbeitet Mutter Natur wirklich so unperfekt oder läuft hier etwas grundlegend falsch? Haben wir uns nur daran gewöhnt, im Alter krank zu werden? Und haben wir vergessen, dass es auch anders geht?  Vielleicht deshalb, weil durch die Bank die gleichen, besser gesagt: die „gleich schlechten“ Lebensgewohnheiten gepflegt werden – wir also nicht obektiv sein können?

Ein Vorhaben, viele Mithelfer: Wertvolle Tipps, wie sie lange jung und gesund bleiben können …

Vitale Ernährung

In den Augen vieler Experten sind freie Radikale, äußerst reaktive Sauerstoffmolekühle, DIE Antreiber des Alterungsprozesses. Sie werden als Stoffwechselprodukte im Körper gebildet, gelangen über die Nahrung in unsere Leiber, können aber auch durch zahlreiche Umweltfaktoren – wie Rauchen – aufgenommen werden.

Frei Radikale leisten ganze Arbeit, bereits ab dem 25. Lebensjahr fängt der Körper langsam an abzubauen: Die Zellteilung wird schwächer, das Entgiftungssystem arbeitet nicht mehr so effizient wie zu Kindertagen, Gewebe- und Organfunktionen lassen nach.

Um die Angriffe freier Radikale abzuwehren benötigen wir Anitoxidantien, die vorwiegend in Obst und Gemüse enthalten sind. Diese „ Radikalfänger“ unterstützen das Immunsystem und schützen unsere Zellen.

Erbeeren, Mangos, Kiwis oder Papaya sind reich an Antioxidantien, sie sind bestens als „Anti-Aging-Foods“ geeignet. Rote, grüne, gelbe oder purpurne Gemüsesorten beinhalten unterschiedlichste Vitalstoffe; Gesundheit und Schönheit profitieren von einer ausgeglichenen Farbmischung beim Gemüse. Wertvolle Antioxidantien sind Vitamin C, Pro-Vitamin A ( Betcarotin), Vitamin E, aber auch Zink, Schwefel und Selen.

Aprikosen, Aroniabeeren, Paprika, Granatapfel, Tomaten, Spinat, Möhren, Kohl, Brokkoli, Ingwer und Knoblauch sind weitere Quellen für Antioxidantien und Vitalstoffe, vor allem auch frischer Käuter wie Romarin, Minze, Kerbel oder Koriander und, Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Nüsse.

Jungbrunnen Schlaf

Wir alle fühlen uns nicht nur besser wenn wir ausgeschlafen sind, wir sehen auch besser aus: Falten unter den Augen verblassen, wir wirken frischer und vitaler. Kriechen wir morgens putzmunter unter der Bettdecke hervor, können wir die vitalisierende Wirkung von Schlaf spüren.

Schlaf ist Verjüngungsfaktor erster Klasse: Das vegetative Nervensystem erholt sich von den täglichen Anstrengungen, Vitalfunktionen werden reduziert und Muskeln entspannen sich. Die Regeneration wird aktiviert:

Das Immunsystem stärkt sich, Wachstumshormone werden angeregt, die Zellen erholen sich und bilden sich neu, Heilungsprozesse werden in Gang gesetzt. Das Gehirn verarbeitet die Eindrücke des Tages. Während des Schlafens regeneriert sich der gesamte Organismus und schöpft neue Kraft.

Ein gesunder Schlaf bringt neue Energie, die wichtig für den Alltag ist. Schlaf ist eines der besten natürlichen Anti-Aging Verfahren, die es gibt – und sie müssen nichts dafür tun, außer zu schlafen.

Lesen Sie in den nächsten Tagen auch Teil 2 der natürlichen Anti-Aging-Tipps 

Von Andropause bis Zappelphilipp-Syndrom Die Welt der erfundenen Krankheiten

Kennen Sie ADHS, PMS und AMS? Diese Abkürzungen bezeichnen Erkrankungen, die sich findige Köpfe haben einfallen lassen; und sich nun am erdachten  Siechtum der Menschheit bereichern.

Noch vor einigen Jahren haben wir milde gelächelt, wenn Mann mit Mitte 30 plötzlich anfing, sich fesch zu kleiden, sportelte; im Gegensatz zu der ungewohnten Aktivität dann aber auch wieder niedergeschlagen und unzufrieden wirkte. Der ist in der Midlife-Crisis, der beruhigt sich schon. So dachten wir Ahnungslosen. Jetzt ist alles anders. Seit einiger Zeit wissen wir nämlich: Das ist gar nicht so harmlos. Nein! Der Mann ist in seinen „Wechseljahren“. Und nicht nur das, er leidet auch darunter. Sein Zustand – die Andropause – ist behandlungsbedürftig, Mann ist jetzt ein Patient. Die Diagnose lautet „Aging Male Syndrom“. Diese vermeintliche Krankheit heißt übersetzt „Das Syndrom des alternden Mannes“, was die Absurdität dieser neuen Erkrankung  schon deutlich macht. Nun sei die Frage erlaubt: Wie kommt es denn dazu, dass ein bisher zwar mitunter schwieriger, aber vorübergehender und doch meist erträglicher Zustand einer bestimmten Bevölkerungsgruppe mit einem Mal zur therapiebedürftigen Erkrankung wird? Wer erfindet so was?

Pharmafirmen steigern ihren Profit 

Die Antwort ist einfach: Geld- und machthungrige Menschen, die häufig in Pharmafirmen und Arztpraxen sitzen, versuchen durch das Schaffen von „neuen“ Krankheitsbildern ihren Profit zu steigern. Der Beispiele gibt es hier viele; das „Aging Male Syndrom“ ist beileibe nicht die einzige Fantasieerkrankung der letzten Jahre. Schön ist auch das „Käfig-Tiger-Syndrom“, das Familienväter mindestens einmal im Leben trifft. Hier werden Super-Papas zu zögerlichen und zweifelnden Männern, die den Familienfrieden mit ihren Befindlichkeiten ins Wanken bringen. Behandlungsbedürftig ist auch das Prämenstruelle Syndrom der Frau. PMS tritt immer kurz vor Beginn der Menstruation auf und führt zu Stimmungsschwankungen und Schmerzen in Unterleib und Rücken. Darunter leiden – eigentlich schon seit Menschengedenken – alle Frauen im gebärfähigen Alter. Früher haben sie nur nicht darüber gesprochen und sich einfach ein, zwei Tage zurückgezogen. Heute sind sie krank. Genauso übrigens wie die Traumsuse und der Zappelphilipp, die heute ADS- oder ADHS-Kind heißen und dringend der medikamentösen Behandlung bedürfen; früher einfach viel nach draußen an die frische Luft geschickt wurden und sich in Sportvereinen ausprobieren mussten.

Von der Befindlichkeit zur ernsten Erkrankung 

Es ist wie mit der Gans, die man schlachten will. Hat sie einen Namen, landet sie nicht im Ofen, sondern wird gepflegt. Einer Befindlichkeit geht es nicht anders. Hat sie erst eine medizinische Bezeichnung, wird sie nicht mehr einfach abgetan, sondern stellt plötzlich ein ernsthaftes zu versorgendes Problem dar. Und das ist wahr; für den „Neupatienten“ nämlich, der bisher vielleicht ab und zu Blähungen hatte, jetzt aber schwer am Reizdarm-Syndrom
erkrankt ist. Zum Glück für den „überredeten“ Kranken, gibt es ja aber zu jeder Krankheit ein – oft allerdings nur wenig bis gar nicht wirksames – Mittel, dass dem Patienten verabreicht werden kann und sowohl Arzt als auch Medikamentenhersteller die Taschen füllt. Um die Kassen zum Klingeln zu bringen, setzen die Pharmafirmen deshalb heute auf PR und Werbung. Findige und kreative Köpfe in entsprechenden Agenturen führen Krankheiten auf dem Medizin- und Patientenmarkt ein, als wären sie ein neues Waschmittel, ohne das die Weste nie mehr weiß werden kann. Hier werden Krankheiten in der Presse lanciert und damit in den Köpfen von potentiellen Patienten fest verankert, um pharmazeutische Neuentwicklungen, aber oft auch althergebrachte Mittel unter neuem Namen für viel Geld unter die Leute zu bringen.

Den gesunden Menschenverstand einsetzen

 Um sich diesem wirtschaftlichen Druck zu entziehen, bleibt dem Menschen nur, sich selbst zu informieren; kritisch nachzufragen und seinen gesunden Menschenverstand einzuschalten. Denn oft liegt die Lösung für eine Befindlichkeitsstörung nicht in der Chemie, sondern in der Natur der Sache. Vielleicht ist es nur eine kleine Veränderung im Lebensrhythmus, die Erleichterung bringt. Oder aber man hinterfragt mal die eigenen Essgewohnheiten und stellt die Ernährung von schnell und künstlich auf langsam, vitalstoffreich und natürlich um. Mehr Bewegung, weniger Stress, ausreichend Schlaf und gutes Essen – so hält man den Körper gesund und genießt dabei sogar. Auf Pillen kann man dann in vielen Fällen getrost verzichten.

 

Jetzt also doch: Die Warnung vor Paracetamol

Bisher war er eines der klassischen schulmedizinischen  Allheilmittel: der Wirkstoff Paracetamol – eine kreative Ableitung des chemischen Begriffes Para-Acetylaminophenol. Er kam immer dann zum Einsatz, wenn Groß und Klein z. B. unter Kopfschmerzen litten oder sich erkältet hatten. Das sollte sich jetzt ändern. Denn das vermeintlich ach so harmlose Mittel birgt gesundheitliche Risiken mit Langzeitfolgen.

Bisher wurde dem Arzneimittel von schulmedizinisch geprägten Wissenschaftlern und sogenannten Experten volle Harmlosigkeit attestiert, was sogar bei Schwangeren und Kindern dazu führte, zügig und sorglos zum Medikament zu greifen. Wie wenig sinnvoll und sogar gefährlich der Griff zum Apothekenschrank für werdende Mütter und Heranwachsende tatsächlich ist, zeigen jetzt neue Studien. So soll die Einnahme des Schmerzmittels bei Schwangeren das Asthma- und Allergierisiko des noch ungeborenen Lebens massiv erhöhen. Ihnen wird nun endlich davon abgeraten, die bittere Pille zu schlucken. Und auch Kinder sollten vor dem Arzneimittel verschont bleiben. Denn die Langzeitstudie ISAAC (International Study of Asthma and Allergies in Childhood) zeigt jetzt nach zwanzig Jahren und der Untersuchung von zwei Millionen Kindern und Jugendlichen aus 106 Ländern, dass sich das Risiko Allergien und Asthma zu entwickeln, für diese Altersgruppe durch die – auch unregelmäßige – Einnahme des Wirkstoffs verdoppelt.

Wer Kopfschmerzen in den Griff bekommen will, kann das auch auf naturheilkundliche Weise – nebenwirkungsfrei! Langfristig ist es z. B. sinnvoll den Organismus und die Psyche gleichermaßen vom Stress zu befreien. Wer hin und wieder die Seele baumeln lässt, hat seltener Verspannungen und damit auch weniger Kopfweh. Eine häufige Ursache für das Hämmern im Kopf ist aber auch ein Ungleichgewicht des Säure-Basenhaushalts. Wer dieses durch eine entsprechende Lebensweise und vitalstoffreiche Ernährung wieder ausbalanciert, wird die Beschwerden oft dauerhaft los.

Im akuten Schmerzanfall bietet die Natur übrigens eine wunderbare Möglichkeit zur Schmerzstillung. Sie ist kostengünstig, fast überall zu haben und wirkt mindestens so gut, wie die Schmerztablette aus dem Medikamentenschrank: 500 ml bis einen Liter nicht zu kaltes Leitungswasser zügig trinken. Meist ist das Kopfweh dann innerhalb von dreißig Minuten erledigt. Schneller geht das auch nicht mit Chemie und Pharmazie.

Wer längerfristig oder gar dauerhaft an Kopfschmerzen leidet, sollte aber in jedem Fall die Ursachen vom Heilpraktiker oder Mediziner des Vertrauens abklären lassen.

Epigenetik: Wie Gewohnheiten die Gene prägen

Das liegt an den Genen, da kann man eh nichts machen – so heißt es oft bei Krankheiten, sowohl von ärztlicher Seite als auch von der des Patienten. Forschungen aber zeigen: Die Gene sind gar nicht starr wie wir glauben, sie verändern sich je nach dem welchen Lebenstil, welche Ernährungsweise und Geisteshaltung wir pflegen.

Am 26. Juni 2000 präsentierte der damalige US-Präsident Bill Clinton das erste entzifferte Human-Genom. Wissenschaftler außer aller Welt glaubten, nun hielten sie den Geheimcode zur Heilung verschiedener Krankheiten wie Diabetis oder Alzheimer in Händen. Die Ernüchterung folgte bald: Sie hatten nur bestimmte Zahlreihen entschlüsselt, nicht aber die allumfassende Wahrheit über die Entstehung von Krankheiten.

Neuere Forschungen der „Epigenetik“ am menschlichen Genom, der Gesamtheit aller Erbanalgen im Organismus, entziehen dem absoluten Determinismus der Gene weiteren Nährboden. Der Mensch besitzt in seiner Ganzheit nicht mehr Gene als z.B. der Fadenwurm. Wenn es nur nach der Anzahl unserer Gene ginge, wären wir ein recht schlichtes und primitives Lebewesen. Wie aber sonst ist die Komplexität des menschlichen Organismus zu erklären? Viel wichtiger als die Genzahl ist, wie die Mechanismen bei der Genregulation zusammenwirken.

Epigenetik: Wie Gewohnheiten die Gene prägen

Hier betritt ein neuer Begriff das Feld, die „Epigenetik“. Als relativ neue Fachrichtung der Biologie, gilt sie als das Bindeglied zwischen Umwelteinflüssen und Genen. Sie bestimmt mit, unter welchen Umständen welches Gen an oder aus geeschalten wird. Experten sprechen hier von Genregulation. Dabei spielen Umwelteinflüsse wie Erziehung, Ernährung oder Geisteshaltung eine wichtige Rolle. Rauchen beispielsweise, verändert die epigenetischen Markierungen am Kopf der DNA und begünstigt Gene, die gesundheitliche Beschwerden in Gang setzen. Auch Gene, die für ein langes Leben zuständig sind, können sich als Folge von zuviel Nikotindunst in den Lungen schwächer ausdrücken.

Auswirkungen auf die Nachkommen

Rauchen ist ungesund – das weiß jeder. Doch, dass wir unsere eigenen guten und schlechten Gewohnheiten auf unserer Nachkommen vererben können, wissen nur wenige. Schlechte Gewohnheiten können sich über die veränderten Genstellungen auf unsere Nachkommen übertragen und sich später auch in deren Erbgut finden. Eltern können also durch ihre Lebensweise Einfluss auf die spätere Konstitution ihrer Kinder nehmen. Ein guter Grund mehr, sich für einen gesunden und bewussten Lebenswandel zu entscheiden.

Gleiches Genom, unterschiedliche Epigenome

„Die primäre Information, die einen Menschen ausmacht, ist zwar natürlich die Gen-Sequenz, sonst wären eineiige Zwillinge nicht genetisch ident und sich äußerlich so ähnlich“, weiß Thomas Jenuwein vom Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik. Grundlegende genetische Informationen, wie das gleiche Aussehen von Zwillingspaaren, sind also festgeschrieben. Epigenetische Veränderungen sorgen jedoch dafür, dass nur einer der Zwillinge anfälliger für Krankheiten wie etwa für Alzheimer wird.

Unterstützung findet diese These auch durch die Forschungsergebnisse spanischer Wissenschaftler, sie untersuchten genetisch gleiche Zwillingspaare im Alter von 3 bis 74 Jahren. Dabei unterschieden sich die jüngsten Zwillinge im epigenetischen Code kaum voneinander. Der Code der Älteren wich stark voneinader ab. Durch die unterschiedlichen Gewohnheiten und Lebensumstände, enwickelten sich ihre die Gene in ganz unterschiedliche Richtungen.

Gute Lebensmittel aktivieren gute Gene

Grüner Tee ist schon seit langen für seine heilende Wirkung gegen Krebs bekannt. Anhand der Epigenetik wird auch klar warum. Die Teeblätter geben beim Aufbrühen einen Stoff ab, der ein bestimmtes Gen reaktiviert. Dieses enthält den Bauplan für einen krebsbekämpfenden Stoff. Andere gesunde Nahrungsmittel aktvieren weitere, gesundheitsfördernde Gene. Wir können also tatsächlich mit guter Ernährung einen positiven Einfluss auf unsere Gene nehmen.

Raus aus der Opferhaltung

Nehmen wir die Gene als die letzte Instanz unserer Gesundheit hin, begeben wir uns automatisch in die Opferhaltung. Wir verfallen der Passivität, verlassen geschlagen das Feld ohne uns über unsere eigenen schöpferischen Möglichkeiten bewusst zu sein. „Ändern können wir ja eh nichts“, so heißt es oft. Doch mit der Epigenetik wird klar, dass wir den Schlüssel zu unserer Gesundheit zu einem Großteil in unsern eigenen Händen halten. Wir sind nicht einfach nur Opfer, wie uns so mancher Großunternehmer glauben lassen will.

Neuer „alter“ Blick auf die Evolution

Die Epigenetik verändert den Blick auf die Evolution, ganz neu ist er aber nicht: Bereits 50 Jahre vor Charles Darwin verfasste Jean-Baptiste de Lamarck, ein Biologe aus Frankreich, ein Buch über die Evolution der Arten. Lamarck zufolge, gehen aus unterschiedlichen Lebensräumen und Lebensbedingungen ganz verschiedene Bedürfnisse hervor. Zur Befriedigung der einzelnen Bedürfnisse, legen sich Lebewesen verschiedene Gewohnheiten zu. Raubtiere in der Steppe sind Meister der Rudeljagd. Die Fleischfresser der Wäldern dagegen sind Einzelkämpfer, die sich ihrer Beute anschleichen.

Dem Lebensraum und den Bedürfnissen entsprechend, bilden sich besonders die Organe mal mehr oder mal weniger gut aus. Der Hals der Giraffe ragt nicht umsonst bis unter die Baumwipfel. Nur dort oben findet sie die schmackhaften Blätter, die ihr einen vollen Bauch uns Lebenskraft pur bescheren.

Im Hinblick auf die Evolution ergibt sich aus der Epigenetik ein ganzheitlichere Sichtweise als der harte Darwinismus, in der gewissermaßen jeder für jeden veranwortlich ist: Wir sind das Abbild unserer Umwelt und unserer Gesellschaft – auch genetisch. Nicht nur deshalb ist es wichtig, uns Selbst, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt zu schätzen und zu pflegen – ehe wir unwiederbringlich uns unser eigenes Grab schaufeln.

Studie beweist: Mandel- und Blinddarm-Operation erhöht Herzinfarkt-Risiko

Wenn  man Sie fragen würde: „Gibt es irgendein Organ, irgendein Körperteil, auf das Sie verzichten könnten?“ Was würden Sie antworten? Wahrscheinlich würden Sie nach mehr oder weniger langem Zögern und Überlegen sagen: „Der Blinddarm, den braucht doch niemand!“ Denn das ist es, was uns die Mediziner seit jeher glauben machen wollen. Ähnliches gilt für die Gaumenmandeln.

Bis zu 20 Prozent werden operiert

Kein Wunder kommen zehn bis 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen unters Messer. Und ja, eine Operation ist meist dann unumgänglich, wenn die Organe massiv entzündet sind. Bei einem Blinddarm kann eine Infektion sogar schnell lebensbedrohlich werden. Allerdings sollte dem Eingriff eine genaue Untersuchung vorangehen und nicht einfach – aus Gewohnheit oder „weil man das eben macht, wenn es an der entsprechenden Stelle zwickt“ – zum Skalpell gegriffen werden. Denn was Ärzte und Mediziner nun schon seit längerem wissen: Weder die Mandeln noch der Blinddarm sind tatsächlich so unnötig wie im Allgemeinen angenommen. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Wichtig für’s Immunsystem

Die Organe gehören – zwar nur sekundär – zum lymphatischen System, dass ein maßgeblicher Teil unseres Immunsystems und zur körpereigenen Abwehr von Krankheitserregern wichtig ist. Was auch den Schulmedizinern schon lange bekannt ist, dem „einfachen“ Patienten aber oft verschwiegen wird, ist, dass die operative Entfernung der beiden Organe Auswirkungen auf unser Immunsystem hat. Langzeitfolgen können daraus resultieren. Das Risiko an einer Autoimmunerkrankung, bei der die Abwehrkräfte Teile des eigenen Organismus angreifen, wird z. B. erhöht.

Im Alter droht Herzinfarkt

Eine neue Studie zeigt jetzt aber noch eine weitere besorgniserregende Konsequenz, der vermeintlich harmlosen Eingriffe. Im Fokus stand bei der Untersuchung das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden im Zusammenhang mit einer Mandel- oder Blinddarm-Op. Forscher überprüften dazu die Gesundheitsdaten schwedischer Bürger, die zwischen 1955 und 1970 das Licht der Welt erblickten und die die beiden Organe noch vor dem 20. Lebensjahr verloren. Das Resultat, verglichen mit nicht-operierten Kontrollpersonen ist bedenklich. Um 44 Prozent erhöhte sich das Infarktrisiko im Erwachsenenalter nach einer Entfernung der Gaumenmandeln, um immerhin 33 Prozent stieg es, nach einer Blinddarm-Operation. Fehlten beide Organe wurde das Erkrankungsrisiko noch größer.

Vorbeugen statt nachsorgen

Vorbeugen tut also schon in der Kindheit Not. Eine Mandelentzündung wird z. B. in der Regel durch Bakterien ausgelöst. Ein starkes Immunsystem kann mit diesen und anderen Krankheitserregern fertig werden. Deshalb ist es so wichtig – gerade auch jetzt in der kalten Jahreszeit -, die körpereigene Abwehr zu stärken. Dafür sind keine teuren Medikamente notwendig. Wer bei sich und den lieben Kleinen auf eine vitalstoffreiche Ernährung  achtet, unterstützt das Immunsystem enorm. Auch Bewegung an der frischen Luft, bringt unsere Abwehrkräfte auf Trab. Und dann haben Krankheitserreger keine Chance im Kampf um unsere Gesundheit.