Pflanzliche Enzyme: Schulmedizin vs. Naturheilkunde

In der Schulmedizin werden das Potential der Naturheilkunde und die Wirkung von Vitalstoffen seit Jahrzehnten unter den Teppich gekehrt. Und das obwohl solche alternativ-therapeutischen Ansätze günstig und nebenwirkungsarm sind. Stark diskutiert wird in diesem Zusammenhang das Ananas-Enzym Bromelain. Bromelain ist für seine entzündungshemmende, schwellungslindernde und verdauungsfördernde Wirkung bekannt und wurde diesbezüglich bereits hinlänglich untersucht. Dennoch vergleichen vermeintliche Experten der Bundesapothekenkammer Enzympräparate lediglich mit der Wirkung einer Placebo.

Argumentationsbasis für solche stark bedenklichen Aussagen ist die Tatsache, dass Enzyme nur in geringen Mengen ins Blut gelangen. Reiner Maurer aus Berlin, unabhängiger Pharmazeut und Hochschullehrer, widerspricht den Behauptungen bezüglich der klinischen Wirksamkeit von Enzymen wie Bromelain, indem er Methodenkritik übt. Seiner Meinung nach vergessen die kritischen Stimmen, dass über die Effizienz eines Präparates nicht die Menge, sondern die im Blut nachweisbare enzymatische Aktivität entscheidet. Denn diese zeigt – auch ohne Molekülnachweis – dass biochemische Vorgänge beeinflusst werden.

Eine Studie des Instituts für klinische Pharmakologie der Charité Berlin zeigte, dass die Enzymaktivität – im Gegensatz zu den enzymatischen Molekülen – im Blut durchaus nachweisbar ist. 21 Probanden nahmen viermal täglich 400 – 800 mg eines Kombinationspräparates aus Trypsin, Bromelain und Rutosid ein. Nach vier Tagen wurden die entsprechenden Protease-Aktivitäten gemessen. Das Ergebnis: Die nachweisbare enzymatische Aktivität korrelierte proportional zur eingenommenen Dosis. Trotz recht hoher Dosierung traten nur sehr geringe Nebenwirkungen wie Völlegefühl, Flatulenzen und veränderte Stuhlkonsistenz auf.

Fazit: Naturheilkundliche Ansätze haben seit Jahrhunderten ihre Berechtigung und ihre Effizienz ist ebenso wie die der Schulmedizin ständiger behördlicher Prüfung unterstellt. Unterstellungen ihrer Wirkungslosigkeit sind nicht haltbar, zumal die Methodik zum Nachweis dieser Wirkung nicht sinngemäß ist. Unserer Meinung nach birgt die enzymatische Behandlung im Rahmen der Protease-Therapie noch großes Potential. Diverse seriöse Studien unterstreichen diese Aussage. Wenn Sie sich für die Thematik interessieren, können Sie den Artikel von Reiner Maurer sowie die durch ihn angeführten Studien hier nachlesen.

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