Polyphenole gegen Krebs – Effekte wissenschaftlich bewiesen

 

Granatapfelpolyphenole hemmen Wachstum von Prostatakarzinomen. Die Universität Heidelberg kommt in einer Veröffentlichung in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie aus 2008 zu dem Ergebnis, dass Granatapfelpolyphenole bei Prostatatumoren eine starke antikanzerogene Wirkung aufweisen. Dabei wurde die Wirksamkeit nicht nur in-vitro getestet, sondern auch im Rahmen von klinischen Studien auf die Probe gestellt. Als ursächlich für die positiven Effekte vermuten die Wissenschaftler das Zusammenspiel der verschiedenen im Granatapfel vorliegenden Polyphenole. Diese modulieren das Immunsystem, das Epigenom und die Zellsignalwege und hemmen das Wachstum der bösartigen Zellen. Auch mögliche Synergieeffekte von Granatapfelinhaltsstoffen und einer gängigen Chemotherapie schließen die Forscher nicht aus. Die beste Bioaktivität und -verfügbarkeit haben laut den Experten fermentierte Granatapfelprodukte.

Grünteepolyphenole wirksam bei Leukämie. Eine Studie aus 2013 der Mayo Clinic in Rochester kam zu dem Ergebnis, dass Grüntee-Extrakt den Heilungsprozess bei Leukämie beschleunigen kann. Im Rahmen der Studie bekamen 42 leukämiekranke Patienten zweimal täglich Grüntee-Extrakt. Bei fast 70 % der Patienten führte die sechs monatige Einnahme zu einem Rückgang der Leukämiezellen. Verantwortlich für diese beeindruckende Wirkung machen die Forscher die im Grüntee enthaltenen Polyphenole, insbesondere Epigallocatechin-Gallat (EGCG). Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass Grünteepolyphenole eine sinnvolle Unterstützung bei einer Leukämieerkrankung sein können – und zwar völlig ohne schädliche Nebenwirkungen.

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