Rohkost: Die Vorzüge einer lebendigen Ernährung

In den USA ist die Rohkost-Ernährung längst keine gesellschaftliche Randbewegung mehr: In jeder größeren Stadt gibt es „Rawfood-Restaurants“, in denen ausschließlich roh zubereitete Speisen serviert werden. Von Pizza und Pasta über Kuchen und Desserts bis hin zu leckeren Snacks – von vielen gekochten Klassikern, existiert bereits ein rohes Gegenstück. Vom Geschmack her weniger original, dafür originell und gesund. Was einst Hippies und Gesundheitsfanatikern vorenthalten war, findet heute seinen Weg in den gesundheitsbewusstsen Mainstream.

Gute Gründe für einen hohen Rohkost-Anteil in der täglichen Ernährung
Vitamine, Mineralien und Enyzyme sind sehr instabile Komponenten, die bei Hitzezufuhr – ab ca. 45 Grad – größtenteils zerstört werden. In rohem Obst und Gemüse, sind alle Nährstoffe in ihrer ursprünglichen Form vorhanden. So stehen sie dem Körper für sämtliche Stoffwechselprozesse zu Verfügung. Enzyme unterstützen die Verdauung und helfen dabei, die Nährstoffe zu verarbeiten.
Fehlen sie in der Nahrung, werden körpereigene Enzyme zur Verdauungsarbeit eingesetzt, die dann bei anderen innerkörperlichen Vorgängen – z.B. bei der Entgiftung oder der Zellerneuerung – fehlen.

Rohkost bringt Schwung und Energie
Rohkost besteht aus einfachen Zuckern und Nährstoffen, die für den Körper leicht verdaulich sind. Da der Körper weniger Kraft für die eigene Verdauung aufbringen muss, steht ihm so mehr Energie für andere Aktivitäten zur Verfügung. Hinreichend bekannt ist, dass Rohköstler oft weniger Schlaf benötigen, als ihre „Normalkost“ verzehrenden Mitbürger. Auch von deutlich wacherem Geist und verbesserter Stimmungslage wird berichtet.

Lebendige Nahrung entgiftet
Rohkost entgiftet den Körper auf natürliche Weise. Die enthaltenen Ballaststoffe helfen Schlacken und Toxine im Darm abzutragen und auszuscheiden. Wird ein hoher Anteil an rohem Obst und Gemüse gegessen, kann sich der Körper besser aufs entgiften konzentrieren, anstatt sich der Verdauung von schweren und ungesunden Lebensmitteln zu zuzuwenden.

Rohkost lässt die Pfunde purzeln
Eine gern gesehener Vorteil der Rohkost-Ernährung ist der Gewichtsverlust. Rohkost ist leicht und bekömmlich. Pur verzehrt, enthält sie keine leeren Kalorien. Obst und Gemüse versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen bei niedrigem Kalorienanteil. Zudem können rohe Fette, z.B. von Avocados und frischen Kokosnüssen, vom Körper gut verwertet werden. Sie schlagen sich weniger auf die Hüften, als ihre raffinierten Verwandten aus dem Supermarkt.

Rohkost fördert die Gesundheit
Neben den schon genannten Vorteilen, wiegt der heilende Effekt von roher Nahrung am meisten.
Viele bekannte Krankheiten basieren auf Nährstoffdefiziten. Ohne die ständige Zufuhr wichtiger Vitamine, Enzymen und Mineralien, fällt es dem Körper schwer, die auf diesen Nährstoffen basierenden Funktionen vollständig aufrecht zu erhalten.Rohkost kann eine Versorgung mit intakten Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen gewährleisten. Auch Antioxidantien, die der schädlichen Wirkung von freien Radikalen entgegenwirken, sind in rohem Obst und Gemüse reichlich vorhanden.

Ist Rohkost auch für mich geeignet?
Die vielen auf Erfahrung basierenden Erfolgsberichten lassen keinen Zweifel an den Vorzügen der Rohkost-Ernährung. Dennoch: Mensch ist nicht gleich Mensch. Das indische Heilsystem des Ayurveda teilt Menschen in unterschiedliche Konstitutionen ein. Luftigeren Typen ist die leichte Rohkost vielleicht weniger zuträglich als Menschen, die fest verankert im Leben stehen. Das Bestreben der traditionelle chinesischen Medizin ist es, eine Balance zwischen kühlenden und wärmenden Lebensmitteln herzustellen. Rohe Lebensmittel gelten dort im Allgmeinen als kühlend, in diesem Sinne sind auch gekochte Lebensmittel zur täglichen Verpflegung erwünscht.

Viele Experten pendeln sich in ihrer Empfehlung bei einem Rohkost-Anteil von 50% ein. Der amerikanische Gesundheitsexperte Dr. Mercola hält sogar 75% für ein erstrebenswertes Maß.

Wo immer man letztlich landet: Die maßgebende Instanz sollte das eigene Körpergefühl sein. Dieses wiegt mehr als so manche am Schreibtisch erstellte Ernährungsschablone, die hinten und vorne nicht passt, weil sie der Individualität des menschlischen Organismus entgegen steht.

Tipp: Deutschlandweit kommen regelmäßig Rohköstler zu „Potlucks“ zusammen, um sich über neue Rezepte und die eigenen Erfahrungen auszutauschen. So wird einem der Einstieg leicht gemacht und man erhält einen weitgefächterten Überblick, was es so gibt an rohen Speisen und wie sich die Rohkost geschmackvoll zubereiten lässt. Leckere Rezepte, Termine und Örtlichkeiten von Potlucks finden Sie u.a. auf www.germanygoesraw.de.

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