Salz schädigt den Darm und fördert Diabetes

Zu viel Salz schädigt die Darmflora – Probiotika können diesen Effekt verhindern . Schon lange ist bekannt, dass salzreiche Speisen den Blutdruck erhöhen. Eine Studie des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin aus 2017 fand heraus, dass durch übermäßig viel Kochsalz mehr entzündungsfördernde Immunzellen produziert werden und der Blutdruck steigt. Weiterhin verringerte sich bei Versuchen an Mäusen die Anzahl an nützlichen Milchsäurebakterien im Darm (insbesondere das Bakterium Lactobacillus murinus). Bekamen die Mäuse diese Darmbakterien allerdings über die Nahrung zugeführt, dann waren sie vor den gesundheitlichen Schäden des übermäßigen Salzverzehrs besser geschützt. Die Experten schließen aus ihren Beobachtungen, dass Probiotika eine neue Behandlungsmethode bei Bluthochdruck sein könnten.

Salz erhöht das Risiko für Diabetes Typ 1 und 2. Wissenschaftler betonen, dass der erhöhte Konsum von Salz mit den beiden Diabetes Typ 2-Risikofaktoren Bluthochdruck und Übergewicht assoziiert wird und gehen davon aus, dass es zudem eine Insulinresistenz fördert. Forscher des Karolinska Instituts in Stockholm fanden in einer 2017er Studie sogar Hinweise, dass zu viel Salz auch einen Typ 1 Diabetes auslösen kann. Das gilt insbesondere für Latent Autoimmunen Diabetes (LADA), eine besondere Form der Autoimmunkrankheit, welche häufig erst später im Leben diagnostiziert wird. Jedes zusätzliche Gramm Salz pro Tag erhöht das Diabetes Typ 2 Risiko um 43 % und das LADA-Risiko um 73 %. Essen Sie nicht mehr als 4 oder 5 Gramm Salz täglich und verwenden Sie wenn möglich naturbelassenes Himayala Kristallsalz aus Pakistan.

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