So wichtig ist Vitamin D wirklich für uns

Vitamin D gilt als Allzweckvitamin und spielt eine wichtige Rolle bei der Prävention von Zivilisationskrankheiten. Normalerweise synthetisieren wir das „Sonnenvitamin“ mithilfe von Sonnenstrahlung über die Haut. Durch chemische Sonnencremes, zu wenig Aufenthalt im Freien sowie übermäßiger Angst vor der Sonne produzieren die meisten Menschen die Substanz jedoch in viel zu geringen Mengen. Das Ergebnis: Viele Menschen leiden heutzutage an einem versteckten Vitamin D-Mangel. In Deutschland sind aktuell ca. 91 % der Frauen und 82 % der Männer mit Vitamin D3 unterversorgt.

Vitamin D stärkt die Knochen, verbessert die Gehirnfunktion, schütz die Gefäße, bremst Entzündungsprozesse und stabilisiert das Immunsystem. Auch eine präventive Wirkung bei einigen Krebsarten wird mittlerweile diskutiert. Obwohl es sich um einen Schlüsselstoff für unsere Gesundheit handelt, wird die Wirkung von Vitamin D3 in der Schulmedizin noch häufig unterschätzt. Auch wenn viele Ärzte etwas anderes behaupten: Ein wünschenswerter und für präventive Zwecke geeigneter Vitamin D-Spiegel kann in der Regel nur über hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel erreicht werden!

Studien zeigen: Vitamin D verlängert das Leben und verbessert die Lebensqualität

Vitamin D fördert die Gesundheit der Darmschleimhaut und hilft bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Dieses Fazit konnten chinesische Forscher in ihrer 2018 im Fachjournal Medicine veröffentlichten Studie ziehen, nachdem sie mehr als 900 Probanden untersucht hatten. In Europa leiden etwa drei Millionen Menschen an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Die Wissenschaftler fanden heraus, dass  ausreichend mit Vitamin D versorgte Menschen im Durchschnitt weniger krankhafte Veränderungen der Darmschleimhaut aufwiesen. Bei bereits erkrankten Menschen linderte das „Sonnenvitamin“ nicht nur Beschwerden und Symptome, sondern besserte auch die Ursachen der chronischen Krankheit. Somit sorgte eine hohe Dosierung der Vitamin D Präparate dafür, dass die Patienten weniger oft Krankheits-Rückfälle erlitten.

Gezielte Vitamin D-Gabe schützt Kinder vor Bluthochdruck im Jugendalter. Im Rahmen einer Studie des Boston Medical Center (veröffentlicht im Fachblatt „Hypertension“ der American Heart Association) wurden 775 Kinder von Geburt an begleitet und in regelmäßigen Abständen ihr Blutdruck aufgezeichnet. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass Babies mit einem niedrigen Vitamin D-Spiegel ein höheres Risiko haben, im Alter zwischen 6 und 18 Jahren Bluthochdruck zu entwickeln. Die Experten empfehlen eine gezielte Supplementierung in der Schwangerschaft und während der ersten Lebensjahre. Blutdruck bei Kindern und Jugendlichen erhöht ihr Risiko, als Erwachsene als Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken. Säuglinge benötigen von Geburt an täglich mindestens 500 IE Vitamin D.

Wer sich regelmäßig in der Sonne aufhält, verdoppelt seine Lebenserwartung. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler des Karolinska-Instituts 2014 in Stockholm. Im Rahmen ihrer Studie untersuchten sie fast 30 000 Frauen im Alter zwischen 25 und 64 Jahren. Bei der Analyse kam heraus, dass Teilnehmerinnen mit einem Vitamin D-Spiegel von weniger als 30 ng/ml ein nahezu verdoppeltes Sterberisiko hatten. Diesen Effekt kann man in etwa mit dem Risiko von Rauchern vergleichen! Die Forscher begründeten ihre Ergebnisse damit, dass eine Unterversorgung mit einer größeren Anfälligkeit für Zivilisationskrankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Krebs einhergeht.

So sichern Sie eine ausreichende Vitamin D – Versorgung

Eine gute Vitamin D Versorgung zur Prävention beginnt bei 60 ng/ml. Das Sonnenvitamin muss über die Sonnenstrahlung selbst produziert werden oder über eine spezielle Nahrungsergänzung zu sich genommen werden. Vitamin D-haltige Lebensmittel gibt es kaum. Zu den wenigen bekannten Vitamin D Lieferanten zählen Fleisch- und Milchprodukte wie Fisch, Meeresfrüchte, Leber, Eier oder Milch. Ein wünschenswerter und für präventive Zwecke geeigneter Vitamin D-Spiegel lässt sich über die Ernährung allerdings nicht erreichen.

Bestimmte Menschen sind besonders gefährdet, einen Vitamin D Mangel zu entwickeln. Weil mit zunehmendem Alter die Eigensynthese von Vitamin D abnimmt, leiden Menschen über 50 Jahren besonders oft an einem Vitamin D-Unterversorgung. Kinder und Jugendliche produzieren ebenfalls oft nicht genügend Vitamin D, insbesondere weil sich heutzutage ein großer Teil der Freizeitbeschäftigung Drinnen abspielt. Auch Menschen mit Migrationshintergrund sind häufig betroffen, weil sie aus ihren Herkunftsländern mehr Sonne gewohnt sind als nord- und mitteleuropäischen Ländern. Aufgrund der im einleitenden Abschnitt bereits genannten Bedingungen sollte aber jeder Mensch seinen Vitamin D-Spiegel regelmäßig checken lassen.

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