Stress abbauen und Kraft tanken mit pflanzlichen Adaptogenen

Heutzutage leidet in Deutschland jeder vierte an chronischem Stress. Weil sich unser Körper bei Dauerstress in ständiger Alarmbereitschaft befindet, verbrauchen wir sehr viel Energie, fühlen uns matt und werden anfällig für Krankheiten. Viele Menschen finden sich mit ihrer Situation ab oder nehmen entsprechende Medikamente ein – Stop! Pflanzliche Adaptogene wirken als natürliche Anti-Stress-Helfer und wappnen Ihren Körper gegen anstrengende Zeiten. Der Begriff „Adaptogen“ kommt aus der Alternativmedizin, die sich mit naturheilkundlich wirksamen Lebensmitteln beschäftigt. Es handelt sich dabei um bioaktive sekundäre Pflanzenstoffe, welche unseren Organismus dabei unterstützen, sich an extreme seelische und körperliche Belastungen anzupassen. Dank dieser natürlichen Substanzen können wir Stress besser kompensieren, werden wieder leistungsfähiger, unsere Konzentration steigt und unser Immunsystem wird gestärkt – und zwar ganz ohne Nebenwirkungen.

Buchvorstellung: Adaptogene – Kraft, Ausdauer und Stressabbau mit Heilpflanzen

Unser Literaturtipp beschäftigt sich ausführlich mit den wirksamsten, heutzutage bekannten Adaptogenen. Zu den natürlichen Stress-Killern und Immunsystem-Boostern gehören zum Beispiel Ginseng, Ashwaganda, Rosenwurz, Schisandra, Reishi, Süßholz und Ginkgo. In ihrem Leitfaden fassen der Pflanzenexperte David Winston und der Wissenschaftler Steven Maimes die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf diesem Gebiet zusammen. Informativ und leicht verständlich gehen sie auf die Herkunft und Ursprünge der Pflanzen ein, beschreiben traditionelle Anwendungsformen und erklären, welche Heilpflanze bei welchen Beschwerden Linderung schaffen kann. Die Autoren stellen detailgenau dar, in welcher Zubereitung und Darreichungsform Sie die Pflanzen am besten verwenden und was Sie bei Dosierung und Anwendungsdauer beachten sollten. Unser Literaturtipp ist nicht nur ein toller Einstieg für heilkundlich interessierte Menschen, sondern bietet auch wertvolle Informationen für fortgeschrittener Kräuterkundler.

Ginseng, Ashwaganda und Ginkgo – natürliche Adaptogene mit besonderer Wirkung

Ashwagandha reduziert Stress und Angstzustände. Eine Studie des Department of Neuropsychiatry in Hyderabad/Indien aus dem Jahr 2012 fand heraus, dass das Extrakt aus der Ashwagandha Wurzel sich positiv auf unser mentales Befinden auswirkt. Die randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie untersuchte 64 Probanden mit chronischem Stress. Eine Hälfte der Gruppe nahm über einen Zeitraum von zwei Monaten 2 x täglich eine Kapsel hochkonzentriertes Ashwagandha Extrakt (je 300 mg). Die anderen Teilnehmer bekamen zur selben Zeit ein Placebo ohne Wirkung. Ihr Stressempfinden wurde während der Studie mehrmals per Fragebogen analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Ashwagandha-Probanden deutlich geringere Stresslevel und niedrigere Serum-Kortisol-Level aufwiesen als die Placebo-Probanden.

Ginsenoside der Ginsengwurzel wirken antikarzerogen bei Leukämiezellen. Ginseng ist reich an bestimmten Saponinen, den sogenannten Ginsenosiden. Als besonders potent stellten sich in wissenschaftlichen Untersuchungen die Ginsenoside Rh2 und Rg3 heraus. Eine chinesische Studie aus 2017 konnte beweisen, dass die beiden bioaktiven Komponente das Zellwachstum hemmen und den natürlichen Zelltod (= Apoptose) von Leukämie-Zellen auslösen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass die Zytotoxizität von Rh2 (GRh2) sogar noch größer ist als die von Rg3 (GRg3). Der Zelltod wird dadurch veranlasst, dass die beiden Ginsenoside das Mitochondriale ROS in den Tumorzellen erhöhen – es handelt sich dabei um durch Mitochondrien produzierte reaktive Sauerstoffspezies (= freie Radikale). Obwohl freie Radikale im Übermaß schädlich sind, benötigt sie unser Immunsystem in gewissem Maße, um zum Beispiel gezielt wuchernde Tumorzellen zu bekämpfen.

Ginkgo verbessert die neurosensorischen Fähigkeiten bei Demenz. Schwindel und Tinnitus sind häufige Begleitsymptome einer Demenzerkrankung. Tinnitus reduziert die kognitive Leistung, wohingegen Schwindel den Gleichgewichtssinn verringert und das Sturzrisiko erhöht. Erst kürzlich untersuchte eine gemeinsame Studie der Schweizer Universitätskliniken Basel und Bern die Wirkung von Ginkgo bilboa-Extrakt auf Schwindel und Tinnitus von Demenz-Patienten. Eine Hälfte der Probanden bekam täglich 240 mg Ginkgo-Extrakt, die andere Hälfte schluckte ein Placebo-Präparat. Bei allen Teilnehmern wurde zu Beginn und am Ende der Studie die Prävalenz der beiden neurologischen Symptome erfasst. Im Gegensatz zu den Placebo-Probanden waren diese bei den Ginkgo-Probanden zwischen 18 % und 40 % stärker reduziert. Bei der Behandlung von Demenzkranken kann diese Erkenntnis zur Sturzprophylaxe dienen und dazu beitragen, die kognitive Leistung bestmöglich zu erhalten.

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