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Blutdruck senken mit natürlichen Lebensmitteln

Leinsamen sind effektive Bluthochdrucksenker. Zu diesem Ergebnis kam eine kanadische Doppelblind-Studie an Bluthochdruck-Patienten aus dem Jahr 2013. Eine Hälfte der Teilnehmer bekam Lebensmittel, die als Zutat Leinsamen enthielten, die andere Gruppe verzehrte ausschließlich Lebensmittel ohne Leinsamen. 6 Monate später wurden die Ergebnisse ausgewertet. Während die Placebo-Probanden am Ende des Untersuchungszeitraums immer noch an Bluthochdruck litten, hatten sich die Werte der Leinsamen-Probanden deutlich gebessert. Der durchschnittliche Blutdruck der Leinsamen-Probanden sank von 143/77 auf 136/72. Diese Werte verringerten ihr Schlaganfallrisiko um 46 % und ihr Risiko für einen Herzinfarkt um 29 %. Mit diesen Ergebnissen gehören Leinsamen zu den besten Lebensmitteln, um Bluthochdruck natürlich zu senken – völlig ohne Nebenwirkungen!

Trockenfrüchte helfen Ihnen dabei, gesund zu bleiben!

Apfelchips gesundGetrocknete Apfelchips statt industriellen Knabbereien verbessern die Blutwerte. Zu diesem Ergebnis kam eine amerikanische Studie aus 2011, welche über ein Jahr hinweg den Konsum von getrockneten Äpfeln bei Frauen in den Wechseljahren untersuchte. Dabei kam heraus, dass die Apfelringe deren Blutfettwerte verbessern, ihren Kreislauf stabilisieren und das Herz schützen. Beispielsweise senken bereits 75 g getrocknete Apfelringe täglich den LDL-Cholesterinwert um ca. 23 %. Außerdem führten die Äpfel dank hohem Pektin-Gehalt bei den meisten Teilnehmern zu Gewichtsverlust. Andere getestete Trockenfrüchte (z.B. Pflaumen) hatten diese Effekte übrigens nicht. Die Studienergebnisse bestätigen wieder einmal den Wahrheitsgehalt des Spruches:
„An apple a day keeps the doctor away”!

Buchvorstellung: „Die 50 besten Superfoods – Gesundheit kann man essen“

Als „Superfood“ werden natürliche Lebensmittel bezeichnet, die einen besonders hohen Vitalstoffgehalt und einen hohen Anteil an schützenden sekundären Pflanzenstoffen aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, essentielle Aminosäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Enzyme und Antioxidantien. Durch diese wertvollen Pflanzeninhaltsstoffe entfalten die Lebensmittel eine ganz besondere Wirkung auf unseren Körper. Je nach Pflanzeninhaltsstoff können das zum Beispiel positive Effekte auf das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System oder die Blutwerte sein. So helfen Superfoods unserem Körper dabei, unser tägliches Wohlbefinden zu verbessern und Krankheiten auf eigene Faust zu heilen. Unser Rat: Bevor Sie bei gesundheitlichen Problemen gleich zu Medikamenten greifen, probieren Sie es unbedingt mal mit Superfoods!

Pflanzliche Antibiotika – Effektive Heilmittel aus der Natur

Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich gegen bakterielle Atemwegsinfektionen. Eine Studie der Universität Freiburg aus 2013 konnte beweisen, dass die beiden Pflanzen eine hohe keimhemmende Wirkung gegen bakterielle Erreger zeigen. Die Wirkung bestätigte sich besonders bei Entzündungen der Atemwege, allgemein als Erkältung bekannt. Zusätzlich unterdrücken Meerrettich & Kapuzinerkresse auf natürliche Art und Weise die Vermehrung von Viren. Die Kombination der beiden Power Pflanzen ist somit eine sinnvolle und nachhaltigere Alternative zu chemischen Antibiotika. Antibiotika werden heutzutage viel zu schnell verschrieben, die Realität der immer weiter voranschreitenden Resistenzbildung wird durch die Pharmaindustrie geflissentlich unter den Teppich gekehrt.

Stress abbauen und Kraft tanken mit pflanzlichen Adaptogenen

Heutzutage leidet in Deutschland jeder vierte an chronischem Stress. Weil sich unser Körper bei Dauerstress in ständiger Alarmbereitschaft befindet, verbrauchen wir sehr viel Energie, fühlen uns matt und werden anfällig für Krankheiten. Viele Menschen finden sich mit ihrer Situation ab oder nehmen entsprechende Medikamente ein – Stop! Pflanzliche Adaptogene wirken als natürliche Anti-Stress-Helfer und wappnen Ihren Körper gegen anstrengende Zeiten. Der Begriff „Adaptogen“ kommt aus der Alternativmedizin, die sich mit naturheilkundlich wirksamen Lebensmitteln beschäftigt. Es handelt sich dabei um bioaktive sekundäre Pflanzenstoffe, welche unseren Organismus dabei unterstützen, sich an extreme seelische und körperliche Belastungen anzupassen. Dank dieser natürlichen Substanzen können wir Stress besser kompensieren, werden wieder leistungsfähiger, unsere Konzentration steigt und unser Immunsystem wird gestärkt – und zwar ganz ohne Nebenwirkungen.

Ballaststoffe verbessern nicht nur die Verdauung, sondern schützen auch vor Krankheiten

Der Verzehr von Ballaststoffen verringert das Risiko für chronische Krankheiten sowie das Sterberisiko. Zu diesem Ergebnis kam Anfang dieses Jahres eine Analyse der World Health Organization. Die Forscher analysierten 240 Studien und fanden heraus, dass die Menschen mit dem höchsten Verzehr an unverdaulichen Kohlenhydraten weniger häufig chronische Krankheiten entwickelten und deshalb auch ein geringeres Sterberisiko hatten. Pro 8g Ballaststoffe am Tag sank das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes und Darmkrebs zwischen 5 % und 27 %. Empfehlenswert sind mindestens 25 – 30 g Ballaststoffe täglich. Die Forscher gehen sogar davon aus, dass der Verzehr von mehr als 30 g noch mehr Schutz bietet. Die meisten Menschen essen jedoch nicht einmal die Hälfte der empfohlenen Menge. Ihren Ballaststoffbedarf decken Sie am besten mit Blattgrün, Gemüse, Früchten, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen.

Natürliche und effektive Maßnahmen für die Herzgesundheit

Industriezucker fördert die Entstehung von Herzerkrankungen. Dass isolierter Zucker zu extremen Blutzuckerspiegelschwankungen führt und das Risiko für Diabetes erhöht, ist bereits hinlänglich bekannt. Nun entdeckten Forscher des Center for Disease Control and Prevention (CDC) auch einen direkten Zusammenhang zwischen hohem Zuckerverzehr und krankhaften Herzproblemen. Laut der Wissenschaftler liegt dieser Effekt einerseits im Übergewicht begründet, den erhöhter Zuckerkonsum mit sich führt. Aber in ihrer Studie identifizierten sie auch den raffinierten Zucker selbst als Übeltäter. Probanden, deren Ernährung zu mindestens 25 % aus Zucker bestand, erlitten dreimal häufiger Herzinfarkte als diejenigen, die sich mit weniger als 10 % zuckerarm ernährten. Die WHO empfiehlt, täglich nicht mehr als 10 % der zu sich genommenen Kalorienmenge mit Zucker zu decken. Noch besser seien maximal 5 %, sagen die Experten. Wichtig ist jedoch die Unterscheidung zwischen isoliertem Industriezucker und natürlichem Fruchtzucker im Verbund der ganzen Frucht. Letzterer gelangt in Verbindung mit den enthaltenen Ballast- und Mikronährstoffen langsamer ins Blut und beeinflusst den Blutzuckerspiegel und somit auch das Risiko für Herzprobleme weniger stark. Greifen Sie deshalb lieber auf Zuckeralternativen wie naturbelassene Süßungsmittel oder natürliche Süßstoffe zurück.

Lycopin macht Tomaten so gesund!

Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen. Für ihre kräftige Färbung ist der natürliche Farbstoff Lycopin verantwortlich. Lycopin zählt zu den Carotinoiden und ist ein starkes Antioxidans. Es schützt die Tomaten vor Zellschäden durch UV-Strahlung und andere externe Einflüsse. Da Lycopin hitzestabil ist, findet es sich auch in Tomatenprodukten wie getrockneten Tomaten und Tomatenpulver. Für die extra Portion Zellschutz verzehren Sie am besten jeden Tag ein paar frische Tomaten, in Saft oder Speisen eingerührtes Tomatenpulver oder getrocknete Tomaten.

Eine vitalstoffreiche Ernährung schützt Gefäße und Gehirn

Wer ausreichend Kalium zu sich nimmt, kann krankhafte Veränderungen der Gefäßwände vorbeugen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der University of Alabama aus Birmingham (USA) im Fachblatt „JCI Insight“. Ihre Untersuchungen an Mäusen bestätigten, dass ein geringer Kaliumspiegel den Kalziumgehalt der Muskelzellen in den Arterien erhöht und mit einer geringeren Elastizität der Blutgefäße einhergeht. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Gefäßverkalkung nicht – wie lange angenommen – ein unaufhaltsamer Prozess ist, sondern durch Kaliumkonsum verlangsamt und verhindert werden kann. Menschen mit erhöhtem Arteriosklerose-Risiko sollten deshalb darauf achten, genügend kaliumreiche Lebensmittel zu verzehren. Dazu gehören Bananen, Linsen, Avocados, Mandeln und Bohnen oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 4 g Kalium pro Tag.

 

Eine pflanzenbasierte, vitalstoffreiche Ernährung verlangsamt das altersbedingte Schrumpfen des Gehirns. Wissenschaftler der Universität Rotterdam in den Niederlanden bestätigten diese These an insgesamt 4213 Probanden und veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Neurology“. Wer viel Gemüse, Obst, Nüsse und Fisch verzehrte, hatte in der Regel ein größeres Gehirnvolumen. Andere Studien zeigen in diesem Zusammenhang, dass Menschen mit größerem Hirnvolumen eine bessere geistige Leistungsfähigkeit haben. Dieses Ergebnis war unabhängig von Alter, Bildungsniveau, sportlicher Betätigung oder Nikotinkonsum.

Die zellschützende Wirkung von Antioxidantien

Antioxidantien schützen vor freien Radikalen – das hört man oft. Aber was genau steckt eigentlich dahinter? Und vor allem: Wie können wir uns ausreichend damit versorgen?

Viele gesundheitliche Beschwerden lassen sich auf einen Übeltäter zurückführen: Freie Radikale. Dabei sind freie Radikale grundsätzlich nichts schlechtes, sondern ein natürlicher Bestandteil unseres Organismus. Sie entstehen durch die Aktivität unseres Immunsystems oder im Zuge der Zellatmung. Bei freien Radikalen handelt es sich um Sauerstoffverbindungen mit hoher Reaktionsfreudigkeit. Weil ihnen ein Elektron fehlt, binden sie im Rahmen von Oxidationsprozessen Elektronen aus anderen Molekülen an sich.

Die Produktion freier Radikale durch unsere natürlichen Körperfunktionen ist also noch kein Grund zur Sorge. Wir sind jedoch täglich mit Umwelteinflüssen konfrontiert, die die Bildung von freien Radikalen stark erhöhen. Dazu gehören Transfette, chemische Pflanzenschutzmittel, Putzmittel oder Kosmetika, künstliche Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Rauchen, Luftverschmutzung und übermäßige UV-Strahlung. Die Kombination dieser Faktoren führt zu einer stark erhöhten Konzentration an freien Radikalen im Körper. Es kommt zu einer Kettenreaktion, denn durch die Suche nach dem passenden Puzzleteil entstehen ständig neue freie Radikale. Man bezeichnet diesen Zustand als oxidativen Stress. Im Übermaß belastet er den Körper, fördert Zellschäden und die Entstehung von Krankheiten.

Die gute Nachricht: Freie Radikale können ganz leicht unschädlich gemacht werden – und zwar mithilfe von Antioxidantien. Antioxidantien sind Moleküle, welche die freien Radikale neutralisieren, indem sie freiwillig ein Elektron an sie abgeben. Dadurch unterbrechen sie die Kettenreaktion und wenden die zerstörerische Wirkung der freien Radikale ab. Hinter der zellschützenden Wirkung von Antioxidantien steckt also bloße Biochemie.

Übrigens: Obwohl Antioxidantien kontinuierlich Elektronen abgeben, werden aus ihnen keine freien Radikale, da sie sich gegenseitig unterstützen und wieder regenerieren. Besonders effektiv sind die Radikalfänger also im Zusammenspiel. Es ist daher wichtig, immer viele verschiedene Antioxidantien in die Ernährung zu integrieren.

Antioxidanten kann man in fünf große Gruppen einteilen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders starke Antioxidantien sind die Vitamine C, E und A sowie die Spurenelemente Selen, Zink und Kupfer. Sekundäre Pflanzenstoffe mit starker antioxidativer Wirkung sind z.B. Polyphenole, Anthocyane und Flavonoide.

Durch die Enzymproduktion kann unser Organismus Antioxidantien teilweise auch selbst herstellen. Diese Menge reicht jedoch nicht aus. Antioxidantien müssen daher ausreichend vorhanden sein, um ihre schützende Wirkung zu entfalten.

So wie es beim Blutdruck- und Cholesterinwert bereits gang und gäbe ist, sollte jeder Mensch seinen Antioxidantien-Status kennen. Ein hoher Antioxidantien-Status weist auf ein stabiles Immunsystem hin. Man kann ihn ganz einfach durch eine sogenannte Spektroskopie durch die Haut ermitteln. Früher waren zu diesem Zweck sperrige Laborgeräte notwendig, aber mittlerweile gibt es dazu weitaus handlichere, tragbare Geräte.

Aber wie misst man eigentlich den antioxidativen Wirkungsgrad von Lebensmitteln? Dafür ist die Oxygen Radical Absorbance Capacity zuständig – kurz: ORAC. Der ORAC-Wert gibt an, wie viele freie Radikale ein Lebensmittel „abfangen“ bzw. unschädlich machen kann. Angegeben wird er in µmol TE/100g (ausgesprochen: Mikro Mol Trolox Equivalent). Je höher dieser Wert, desto höher die antioxidative Kraft des Lebensmittels. Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von 3 000 – 7 000 ORAC-Einheiten.

Lebensmitteln mit hohem ORAC-Wert (in µmol TE pro 100g):
Traubenkernmehl – 100.000 µmol
Kakaopulver, roh – 95.500 µmol
Schokolade, dunkel – 49.926 µmol
Moringablätter – 46.000 µmol
Acai-Pulver – 39.127 µmol
Maqui-Beeren – 27.600 µmol
Goji-Beeren – 25.300 µmol
Aroniabeeren, getrocknet – 22.824 µmol
Mangostansaft – 17.000 µmol

Auch Kräuter sind ausgesprochen reich an Antioxidantien mit ORAC-Werten von bis zu 290 000 µmol. Davon nimmt man jedoch nur sehr geringe Mengen auf, sodass sie in dieser Liste nicht aufgeführt sind. Mit frischen Beeren, Trockenfrüchten und Fruchtpulvern, verschiedenen Gemüsesorten, Sprossen, Samen, Nüssen und kaltgepressten Ölen kann man seinen Bedarf an Antioxidantien aber problemlos decken.