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Ballaststoffe verbessern nicht nur die Verdauung, sondern schützen auch vor Krankheiten

Der Verzehr von Ballaststoffen verringert das Risiko für chronische Krankheiten sowie das Sterberisiko. Zu diesem Ergebnis kam Anfang dieses Jahres eine Analyse der World Health Organization. Die Forscher analysierten 240 Studien und fanden heraus, dass die Menschen mit dem höchsten Verzehr an unverdaulichen Kohlenhydraten weniger häufig chronische Krankheiten entwickelten und deshalb auch ein geringeres Sterberisiko hatten. Pro 8g Ballaststoffe am Tag sank das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes und Darmkrebs zwischen 5 % und 27 %. Empfehlenswert sind mindestens 25 – 30 g Ballaststoffe täglich. Die Forscher gehen sogar davon aus, dass der Verzehr von mehr als 30 g noch mehr Schutz bietet. Die meisten Menschen essen jedoch nicht einmal die Hälfte der empfohlenen Menge. Ihren Ballaststoffbedarf decken Sie am besten mit Blattgrün, Gemüse, Früchten, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen.

Natürliche und effektive Maßnahmen für die Herzgesundheit

Industriezucker fördert die Entstehung von Herzerkrankungen. Dass isolierter Zucker zu extremen Blutzuckerspiegelschwankungen führt und das Risiko für Diabetes erhöht, ist bereits hinlänglich bekannt. Nun entdeckten Forscher des Center for Disease Control and Prevention (CDC) auch einen direkten Zusammenhang zwischen hohem Zuckerverzehr und krankhaften Herzproblemen. Laut der Wissenschaftler liegt dieser Effekt einerseits im Übergewicht begründet, den erhöhter Zuckerkonsum mit sich führt. Aber in ihrer Studie identifizierten sie auch den raffinierten Zucker selbst als Übeltäter. Probanden, deren Ernährung zu mindestens 25 % aus Zucker bestand, erlitten dreimal häufiger Herzinfarkte als diejenigen, die sich mit weniger als 10 % zuckerarm ernährten. Die WHO empfiehlt, täglich nicht mehr als 10 % der zu sich genommenen Kalorienmenge mit Zucker zu decken. Noch besser seien maximal 5 %, sagen die Experten. Wichtig ist jedoch die Unterscheidung zwischen isoliertem Industriezucker und natürlichem Fruchtzucker im Verbund der ganzen Frucht. Letzterer gelangt in Verbindung mit den enthaltenen Ballast- und Mikronährstoffen langsamer ins Blut und beeinflusst den Blutzuckerspiegel und somit auch das Risiko für Herzprobleme weniger stark. Greifen Sie deshalb lieber auf Zuckeralternativen wie naturbelassene Süßungsmittel oder natürliche Süßstoffe zurück.

Lycopin macht Tomaten so gesund!

Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen. Für ihre kräftige Färbung ist der natürliche Farbstoff Lycopin verantwortlich. Lycopin zählt zu den Carotinoiden und ist ein starkes Antioxidans. Es schützt die Tomaten vor Zellschäden durch UV-Strahlung und andere externe Einflüsse. Da Lycopin hitzestabil ist, findet es sich auch in Tomatenprodukten wie getrockneten Tomaten und Tomatenpulver. Für die extra Portion Zellschutz verzehren Sie am besten jeden Tag ein paar frische Tomaten, in Saft oder Speisen eingerührtes Tomatenpulver oder getrocknete Tomaten.

Eine vitalstoffreiche Ernährung schützt Gefäße und Gehirn

Wer ausreichend Kalium zu sich nimmt, kann krankhafte Veränderungen der Gefäßwände vorbeugen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der University of Alabama aus Birmingham (USA) im Fachblatt „JCI Insight“. Ihre Untersuchungen an Mäusen bestätigten, dass ein geringer Kaliumspiegel den Kalziumgehalt der Muskelzellen in den Arterien erhöht und mit einer geringeren Elastizität der Blutgefäße einhergeht. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Gefäßverkalkung nicht – wie lange angenommen – ein unaufhaltsamer Prozess ist, sondern durch Kaliumkonsum verlangsamt und verhindert werden kann. Menschen mit erhöhtem Arteriosklerose-Risiko sollten deshalb darauf achten, genügend kaliumreiche Lebensmittel zu verzehren. Dazu gehören Bananen, Linsen, Avocados, Mandeln und Bohnen oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 4 g Kalium pro Tag.

 

Eine pflanzenbasierte, vitalstoffreiche Ernährung verlangsamt das altersbedingte Schrumpfen des Gehirns. Wissenschaftler der Universität Rotterdam in den Niederlanden bestätigten diese These an insgesamt 4213 Probanden und veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Neurology“. Wer viel Gemüse, Obst, Nüsse und Fisch verzehrte, hatte in der Regel ein größeres Gehirnvolumen. Andere Studien zeigen in diesem Zusammenhang, dass Menschen mit größerem Hirnvolumen eine bessere geistige Leistungsfähigkeit haben. Dieses Ergebnis war unabhängig von Alter, Bildungsniveau, sportlicher Betätigung oder Nikotinkonsum.

Die zellschützende Wirkung von Antioxidantien

Antioxidantien schützen vor freien Radikalen – das hört man oft. Aber was genau steckt eigentlich dahinter? Und vor allem: Wie können wir uns ausreichend damit versorgen?

Viele gesundheitliche Beschwerden lassen sich auf einen Übeltäter zurückführen: Freie Radikale. Dabei sind freie Radikale grundsätzlich nichts schlechtes, sondern ein natürlicher Bestandteil unseres Organismus. Sie entstehen durch die Aktivität unseres Immunsystems oder im Zuge der Zellatmung. Bei freien Radikalen handelt es sich um Sauerstoffverbindungen mit hoher Reaktionsfreudigkeit. Weil ihnen ein Elektron fehlt, binden sie im Rahmen von Oxidationsprozessen Elektronen aus anderen Molekülen an sich.

Die Produktion freier Radikale durch unsere natürlichen Körperfunktionen ist also noch kein Grund zur Sorge. Wir sind jedoch täglich mit Umwelteinflüssen konfrontiert, die die Bildung von freien Radikalen stark erhöhen. Dazu gehören Transfette, chemische Pflanzenschutzmittel, Putzmittel oder Kosmetika, künstliche Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Rauchen, Luftverschmutzung und übermäßige UV-Strahlung. Die Kombination dieser Faktoren führt zu einer stark erhöhten Konzentration an freien Radikalen im Körper. Es kommt zu einer Kettenreaktion, denn durch die Suche nach dem passenden Puzzleteil entstehen ständig neue freie Radikale. Man bezeichnet diesen Zustand als oxidativen Stress. Im Übermaß belastet er den Körper, fördert Zellschäden und die Entstehung von Krankheiten.

Die gute Nachricht: Freie Radikale können ganz leicht unschädlich gemacht werden – und zwar mithilfe von Antioxidantien. Antioxidantien sind Moleküle, welche die freien Radikale neutralisieren, indem sie freiwillig ein Elektron an sie abgeben. Dadurch unterbrechen sie die Kettenreaktion und wenden die zerstörerische Wirkung der freien Radikale ab. Hinter der zellschützenden Wirkung von Antioxidantien steckt also bloße Biochemie.

Übrigens: Obwohl Antioxidantien kontinuierlich Elektronen abgeben, werden aus ihnen keine freien Radikale, da sie sich gegenseitig unterstützen und wieder regenerieren. Besonders effektiv sind die Radikalfänger also im Zusammenspiel. Es ist daher wichtig, immer viele verschiedene Antioxidantien in die Ernährung zu integrieren.

Antioxidanten kann man in fünf große Gruppen einteilen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders starke Antioxidantien sind die Vitamine C, E und A sowie die Spurenelemente Selen, Zink und Kupfer. Sekundäre Pflanzenstoffe mit starker antioxidativer Wirkung sind z.B. Polyphenole, Anthocyane und Flavonoide.

Durch die Enzymproduktion kann unser Organismus Antioxidantien teilweise auch selbst herstellen. Diese Menge reicht jedoch nicht aus. Antioxidantien müssen daher ausreichend vorhanden sein, um ihre schützende Wirkung zu entfalten.

So wie es beim Blutdruck- und Cholesterinwert bereits gang und gäbe ist, sollte jeder Mensch seinen Antioxidantien-Status kennen. Ein hoher Antioxidantien-Status weist auf ein stabiles Immunsystem hin. Man kann ihn ganz einfach durch eine sogenannte Spektroskopie durch die Haut ermitteln. Früher waren zu diesem Zweck sperrige Laborgeräte notwendig, aber mittlerweile gibt es dazu weitaus handlichere, tragbare Geräte.

Aber wie misst man eigentlich den antioxidativen Wirkungsgrad von Lebensmitteln? Dafür ist die Oxygen Radical Absorbance Capacity zuständig – kurz: ORAC. Der ORAC-Wert gibt an, wie viele freie Radikale ein Lebensmittel „abfangen“ bzw. unschädlich machen kann. Angegeben wird er in µmol TE/100g (ausgesprochen: Mikro Mol Trolox Equivalent). Je höher dieser Wert, desto höher die antioxidative Kraft des Lebensmittels. Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von 3 000 – 7 000 ORAC-Einheiten.

Lebensmitteln mit hohem ORAC-Wert (in µmol TE pro 100g):
Traubenkernmehl – 100.000 µmol
Kakaopulver, roh – 95.500 µmol
Schokolade, dunkel – 49.926 µmol
Moringablätter – 46.000 µmol
Acai-Pulver – 39.127 µmol
Maqui-Beeren – 27.600 µmol
Goji-Beeren – 25.300 µmol
Aroniabeeren, getrocknet – 22.824 µmol
Mangostansaft – 17.000 µmol

Auch Kräuter sind ausgesprochen reich an Antioxidantien mit ORAC-Werten von bis zu 290 000 µmol. Davon nimmt man jedoch nur sehr geringe Mengen auf, sodass sie in dieser Liste nicht aufgeführt sind. Mit frischen Beeren, Trockenfrüchten und Fruchtpulvern, verschiedenen Gemüsesorten, Sprossen, Samen, Nüssen und kaltgepressten Ölen kann man seinen Bedarf an Antioxidantien aber problemlos decken.

Fit dank Eisen – ein Vitalstoff bringt uns in Schwung

„Mensch, du siehst ja wieder aus, wie das Kätzchen am Bauch!“ So sagt man, wenn jemand besonders blass um die Nase ist. Das kann der Fall sein, wenn man akut krank ist, einfach mal schlecht geschlafen hat oder aber eine Party am Abend vorher eine rosige Gesichtsfarbe am Morgen danach verhindert. Eine andere Ursache kann aber auch die sogenannte Blutarmut sein, oft hervorgerufen durch einen Mangel am Vitalstoff Eisen. Allerdings ist dann die fahle Gesichtsfarbe nicht das einzige Symptom. Im Gegenteil: Wer an Eisenmangel leidet, fühlt sich insgesamt meist mies. Man ist müde bis hin zur Erschöpfung, kommt morgens erst gar nicht in die Gänge, starke Kopfschmerzen quälen die Betroffenen, sie sind nervös, die Beine kribbeln.

Auswirkungen auf den ganzen Körper

Kein Wunder zeigt sich die Blutarmut mit Beschwerden im ganzen Organismus, bedenkt man, dass ein Mangel an roten Blutkörperchen für das Unwohlsein verantwortlich zeichnet. An die 25 Billionen der kleinen, medizinisch Erythrozyten genannten Blutkörperchen sind in unserem Organismus unterwegs und tragen Sauerstoff zu den Zellen. Auf ihrem Rückweg nehmen sie dann das Stoffwechselabfallprodukt Kohlendioxid wieder mit und entsorgen es in der Lunge. Die durchschnittliche Reisedauer eines roten Blutkörperchen beträgt vier ganze Monate. Danach wird es in der Milz ausgemustert. In Leber und Knochenmark werden die ausrangierten Erythrozyten dann abgebaut.

Haupttransporteuer von Sauerstoff

Aber was hat jetzt der Vitalstoff Eisen mit der Blutarmut zu tun? Die Erklärung ist einfach: Eisen ist für die Bildung des Blutfarbstoff Hämoglobin wesentlich. Und dieser wiederum ist der Haupttransporteur des zelllebenswichtigen Sauerstoffs. Früher wie heute ist die allgemeingültige Meinung, dass vor allem gebährfähige Frauen durch ihre regelmäßigen Blutungen vom Eisenmangel betroffen seien Das stimmt so nicht, denn durch unsere Ernährung tun wir das unsrige, um unserem Organismus den wichtigen Vitalstoff zu entziehen bzw. ihn ihm erst gar nicht zuzuführen. So leiden heute schon Kinder, aber auch viele ältere Menschen unter Eisenbmangel.

Vitalstoffreiche Ernährung füllt die Speicher auf

Je nach Ausprägung sind die Symptome mehr oder weniger massiv. Wer nur unter einem sogenannten prälatenten Eisenmangel leidet, ist meist nur müde und schlapp. Denn hier liegen im Körper noch einige Reserven. Bestimmte Stoffwechselvorgänge sind aber schon verlangsamt. Die nächste Stufe im Eisen-Vitalstoff-Mangel ist der latente: Alle Eisenspeicher sind nun leer. Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Leistungsabfall und nervöse Reizbarkeit nehmen jetzt schon deutlich zu. Spätestens jetzt sollten die Betroffenen reagieren und Maßnahmen zum Auffüllen der Eisenspeicher ergreifen. Hierfür braucht es nicht unbedingt teure Präparaten aus der Apotheke. Im Gegenteil, wer sich konsequent vitalstoffreich ernährt und auf Eisenräuber wie Kaffee, Milchprodukte, süße Limonaden u. ä. verzichtet, dafür aber die Aufnahme von Eisen durch Vitamin C, z. B. durch Cranberries oder andere Vitamin C-reiche Säfte unterstützt, hilft dem Körper schon sehr.

Risiko: Manifestierter Eisenmangel

Wer im latenten Zustand nun aber nicht reagiert, riskiert einen manifestierten Eisenmangel. Und hier sind die Folgen noch ernster. Denn daraus entwickelt sich die sogenannte Anämie (Blutarmut). Die Müdigkeit nimmt zu, Herzklopfen und sogar Hautveränderungen kommen noch hinzu. Die Einnahme von Eisenpräparaten zusätzlich zu einer Ernährungssumstellung auf vitalstoffreich ist dann meist unumgänglich.

Beispiele für eisenreiche Nahrungsmittel

 

 

 

 

    • Rübensirup

 

 

 

    • Garam Masala

 

    • Haselnüsse

 

    • Lakrize

 

    • Linsen

 

 

 

 

    • Vollkornprodukte