Gesundbuch Blog

Neues zu Tomaten als Vitalstofflieferanten

Tomaten, die beim Wachsen erhöhtem Stress ausgesetzt waren, sind reicher an zellschützenden Antioxidantien. Das gilt insbesondere für biologisch angebautes Gemüse. Weil Bio-Gemüse nicht durch chemische Pflanzenschutzmittel geschützt wird, sind die Pflanzen für ihren eigenen Schutz verantwortlich. Eine brasilianische Studie der Universidade Federal do Ceará aus 2013 zeigt, dass Bio-Tomaten mehr Phenole, Carotinoide und Vitamin C enthalten als konventionelle. Die Bio-Tomaten wiesen mehr biologische Stressreaktionen auf, antworteten darauf mit erhöhtem oxidativen Stress und bildeten mehr  schützende sekundäre Pflanzenstoffe. Das macht die vitalstoffreicheren Bio-Tomaten auch für Menschen ernährungsphysiologisch nützlicher.

Zucker oder Süßstoff – was ist gesünder?

Stevia, Erythrit und Xylitol helfen besser beim Abnehmen als herkömmliche Süßstoffe. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des University Hospital Basel im Jahr 2016. Die Probanden wurden in drei Gruppen eingeteilt und bekamen jeweils entweder 75 g Glukose, 50 Gramm Xylit oder 75 g Erythrit in Wasser verabreicht. Nur bei den Xylit und Erythrit-Probanden stieg der Wert zweier Peptidhormone an, Cholecystokinin und Glucagon-like Peptid 1. Ein Anstieg dieser Hormone geht in der Regel mit einem verbesserten Sättigungsgefühl, einer verzögerten Magenentleerung und weniger Heißhunger einher. Im Gegensatz zu klassischem Haushaltszucker wird durch diese beiden natürlichen Süßungsmittel deshalb der Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. So erleichtern naturreine Zuckeraustauschstoffe nicht nur den Gewichtsverlust, sondern schonen auch langfristig unsere Gesundheit.

Vitale Ernährung wichtig auch in jungen Lebensjahren

Endometriose mit der richtigen Ernährung lindern. Bis zu 15 % aller jungen Frauen leiden unter Endometriose. Es handelt sich dabei um eine chronische Erkrankung, bei der sich ein Teil der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Endometriose ist in der Regel mit starken Unterleibsschmerzen verbunden und kann im schlimmsten Fall sogar die Fruchtbarkeit der betroffenen Frauen einschränken. Da die Erkrankung hormonell bedingt ist, untersuchten Wissenschaftler aktuell die Wirkung von Phytoöstrogenen auf den Krankheits- und Schmerzverlauf bei Endometriose. Bei Brustkrebs ist die positive Wirkung von Pflanzenhormonen bereits mehrfach bewiesen. Phytoöstrogene haben die Fähigkeit, sich an bestimmte Rezeptoren zu binden und lösen dadurch ähnliche Effekte aus wie körpereigenes Östrogen – sie gleichen einen Mangel aus oder senken erhöhte Werte. Eine us-amerikanische Studie aus 2012 weist darauf hin, dass ein gezieltes Ansprechen von Östrogenrezeptoren durch pflanzliche Hormone auch bei Endometriose-Patientinnen Linderung schaffen können. Natürliche Quellen für pflanzliche Östrogene sind naturbelassene Lebensmittel wie Soja (z.B. in Tamari Soße), braune Leinsamen oder Algen (z.B. Noriflocken )

Die bemerkenswerte Wirkung von Phytoöstrogenen aus Leinsamen bei Brustkrebs

Leinsamen verbessern die Diagnose bei Brustkrebs. Leinsamen enthalten bestimmte Phytohormone, sogenannte Lignane. Die Wirkung von Lignanen bei Brustkrebs ist bereits vielfach untersucht. Eine 5 Jahre lange Studie des Roswell Park Cancer Institute aus 2010 an mehr als 1100 Frauen in der Menopause fand heraus, dass Brustkrebs-Patientinnen mit dem höchsten Lignan-Verzehr am längsten leben. Zusätzlich kam eine in-vitro Studie der Universität Rostock aus 2012 zu dem Ergebnis, dass Phytoöstrogene wie Lignane direkte antikanzerogene Eigenschaften auf Brustkrebszellen haben und gleichzeitig deren Metastasierung verhindern können. Und auch eine Patienten-Studie der University of Toronto in Kanada aus 2005 fand heraus, dass die Einnahme von lignanreichen Leinsamen das Turmorwachstum bei Frauen mit Brustkrebs reduzieren kann – und zwar innerhalb weniger Wochen. Lignane finden sich vor allem in Leinsamen und Leinsamenmehl, aber auch in anderen Saaten, Vollkorn, Obst und Gemüse. Wer sich überwiegend pflanzlich ernährt, nimmt etwa 8x mehr Lignane auf, als solche mit einem hohen Speiseplananteil an tierischen Lebensmitteln.

Blutdruck natürlich senken schont Herz & Hirn

Kamille, Fenchel und Lavendel dienen als natürliche Blutdrucksenker. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie der University of California. In den Pflanzenbestandteilen liegen von Natur aus ganz bestimmte Substanzen vor. Diese aktivieren in den Blutgefäßen den Kaliumkanal KCNQ5 und wirken auf diesen entspannend, in der Folge senkt sich der Blutdruck. In der Naturheilkunde bezeichnet man natürliche Bluthochdrucksenker als Antihypertensiva. Sie regulieren den Blutdruck und wirken präventiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Bauen Sie blutdruckregulierende Kräuter und Saaten in Ihren Speiseplan ein und profitieren Sie von mehr Wohlbefinden und langer Gesundheit. Die drei wertvollen Kräuter finden Sie in unserem MAGENFREUND Tee, der Gewürzmischung 3 sowie unserer Vitalgewürzmischung Provence. Ebenfalls führen wir Lavendel getrocknet als losen Tee.

Kurkuma bei entzündeten Augen und Augenkrebs

Kurkuma lindert Augenentzündungen. Bereits 1989 fanden indische Augenärzte heraus, dass Augentropfen aus Kurkuma genauso gut wirken wie antibiotische Augentropfen. Die Forscher testeten die Wirkung von Kurkuma bei einer Entzündung der Augenhaut, welche bei Nichtbehandlung in Erblindung enden kann. Anstatt der üblichen Behandlung mit Steroiden bekamen die Probanden Supplemente mit Curcumin. Das ist der gelbe Pflanzenfarbstoff, welcher von Natur aus in Kurkuma vorliegt und eine antientzündliche Wirkung hat. Bei allen Patienten verbesserte sich die Entzündung. Eine weitere Follow Up-Studie untersuchte mehr als 100 Patienten mit Augenentzündung. Im Jahr vor der Kurkumin Einnahme hatten Sie insgesamt 275 Rückfälle, im Jahr während der Kurkuma-Einnahme waren es nur 36. Kurkuma könnte also eine natürliche und sichere Alternative bei entzündlichen Augenerkrankungen sein.

Länger leben dank Olivenöl und Carotinoiden

Olivenöl schützt vor Schlaganfall. Zu diesem Ergebnis kam eine französische Studie der Universität Bordeaux aus 2011. Insgesamt untersuchten die Wissenschaftler 9000 Menschen über 65 Jahren. Den individuellen Olivenölverzehr beurteilten sie anhand des Gehalts an Ölsäure im Blut der Probanden, eine wichtige im Olivenöl vorliegende ungesättigte Fettsäure. Wer das native Öl täglich verwendet, dessen Schlaganfallrisiko verringert sich durchschnittlich um 40 %. Diejenigen Teilnehmer mit den höchsten Ölsäure-Werten hatten sogar ein um mehr als 70 % geringeres Risiko. Der positive Effekt des Olivenöls konnte auch bei Olivenblattextrakt beobachtet werden. Verwenden Sie öfters Olivenöl und andere kaltgepresste Pflanzenöle mit hohem Gehalt an ungesättigten Fettsäuren – für ein langes, vitales Leben!

Pistazien – Gesundheitsfood bei Diabetes und erhöhtem Cholesterinspiegel

Pistazien senken den Cholesterinspiegel. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Penn State University im Jahr 2010. Zwei Wochen lang sollten die Teilnehmer unterschiedliche Mengen an Pistazien zu sich nehmen. Pistazien sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Gamma-Tocopherol (Vitamin E), Beta-Carotin und Antioxidantien. Am Ende des Untersuchungszeitraums wiesen die Pistazien-Probanden geringere LDL-Werte (= schlechtes Cholesterin) auf. Die Forscher verknüpfen die gesenkten LDL-Werte mit dem hohen Antioxidantienstatus der grünen Nüsse. Wichtig für den bestmöglichen ernährungsphysiologischen Nutzen ist es, rohe, ungeröstete und ungesalzene Pistazien zu verzehren. Die typischerweise im Supermarkt erhältlichen gerösteten Pistazien mit Salz wirken sich hingegen eher negativ auf Blutfettwerte und Blutdruck aus.Pistazien natur ungeroestet ungesalzen

Diese Ernährungsfaktoren schützen Sie vor Parkinson

Eine gesunde Darmflora reduziert das Risiko für Parkison. Zu diesem Ergebnis kam 2016 eine Studie des California Institute of Technology. Die Forscher sind überzeugt davon, dass eine biologische Verbindung zwischen Darmflora und Parkinson-Krankheit existiert. Die Experten gehen sogar davon aus, dass es sich bei einer Dysbiose des Mikrobioms um die Hauptursache der gefürchteten Nervenkrankheit handeln könnte. Denn bestimmte Stoffwechselprodukte unerwünschter Darmkeime beeinträchtigen die Funktion von Gehirnzellen. Schon länger ist bekannt, dass sich die Zusammensetzung der Darmflora von gesunden und an Parkinson erkrankten Menschen unterscheidet. Dass eine veränderte Darmflora die Folge einer Parkinsonerkrankung sein könnte, schließen die Wissenschaftler durch weitere Tests systematisch aus.

Migräne und Kopfschmerzen reduzieren mit pflanzlicher Ernährung

Antioxidantien aus Pflanzen helfen bei Migräne. Mehr als 70 % aller Deutschen leiden unter regelmäßig wiederkehrenden Kopfschmerzen. Zu den Triggern gehören z.B. Stress, Hunger, ein unregelmäßiger Schlafrhythmus , hormonelle oder wetterbedingte Schwankungen und bestimmte Lebensmittel wie Schokolade, Käse oder Alkohol. Eine 2014 im Journal of Headache and Pain veröffentlichte Studie konnte beweisen, dass eine rein pflanzliche Ernährung den Betroffenen helfen kann. Denn Migräne wird mit einem entzündeten Nervensystem assoziiert und naturreine, pflanzliche Lebensmittel sind reich an entzündungshemmenden Antioxidantien. Bei den Placebo-Probanden berichteten 50 % von einer Verbesserung der Symptome, während die andere Häfte keine Veränderung bemerkte. Als den Teilnehmern jedoch ein veganer Speiseplan angeordnet wurde, verzeichnete die Mehrheit weniger starke Schmerzen. Neben den Antioxidantien vermuten die beteiligten Wissenschaftler, dass die Schmerzreduktion teilweise auch mit dem damit einhergehenden Gewichtsverlust zusammenhängen könnte.