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Arteriosklerose vorbeugen für Risikopatienten

Arteriosklerose gezielt vorbeugen mit Sauerkraut. Zu diesem Ergebnis kam eine koreanische Studie der Pusan National University im Jahr 2007. Im Rahmen der Untersuchungen sollten sich die Probanden über einen Zeitraum von vier Wochen von Arteriosklerose fördernder Kost ernähren. Eine Hälfte der Gruppe bekam zusätzlich jeden Tag Propionsäure injiziert, die andere Hälfte nur eine Placebo. Am Ende des Untersuchungszeitraums hatte sich das LDL-Cholesterin der Propionsäure-Probanden deutlich verringert und ihr Arteriosklerose-Risiko deutlich reduziert. Propionsäure kommt auch in natürlichen Lebensmitteln wie Sauerkraut vor. Sauerkraut entsteht durch die Fermentation von Weiß- oder Spitzkohl und enthält lebenswichtige Milchsäurebakterien, welche unter anderem die wertvolle Propionsäure produzieren. Wer regelmäßig Sauerkraut isst, tut nicht nur seinem Magen sondern auch seinem Herz etwas Gutes!

Ballaststoffe für Darmflora und Herz

Ballaststoffe schützen vor Herz-Kreislauf-Krankheiten. Eine Studie der Charité Universitätsmedizin Berlin fand heraus, dass Ballaststoffe nicht nur zur Darmgesundheit beitragen, sondern auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten senken. Im Rahmen der Studie verfütterten die Wissenschaftler Propionsäure an Mäuse mit Bluthochdruck. Bei der Propionsäure handelt es sich um eine kurzkettige Fettsäure, welche durch Milchsäurebakterien beim verstoffwechseln von präbiotischen (wasserlöslichen) Ballaststoffen gebildet wird. Am Ende des Untersuchungszeitraums wiesen die Mäuse weniger ausgeprägte Herzschäden oder -vergrößerungen auf, auch die Frequenz von Herzrhythmusstörungen und die Ausprägung von Arthrose war geringer. Die Studie kam außerdem zu dem Ergebnis, dass die durch Ballaststoffe und Probiotika gebildete Propionsäure einen Umweg über das Immunsystem nimmt und sich direkt auf Herz und Gefäße auswirkt. Durch gezielte elektrische Reize konnten die Forscher bei 70 % der Mäuse Herzrhythmusstörungen auslösen. Nach der Gabe von Propionsäure war das nur noch bei 20 % der Mäuse der Fall. So könnte die kurzkettige Fettsäure eine echte Alternative zu Medikamenten bei Herz-Kreislauf-Krankheiten sein. Dafür müssen sie keine Nahrungsergänzung einnehmen, sondern einfach in Ihrer täglichen Ernährung darauf achten, genügend (wasserlösliche) Ballaststoffe zu sich zu nehmen.