Markiert: vegetarische ernährung gesund

Pflanzen statt Fleisch – besser für Darm und Herz

Pflanzliche Ernährung reduziert schädliche TMAO-Level und schützt das Herz-Kreislauf-System. Cholin- und carnitinreiche Lebensmittel (das sind v.a. tierische wie Fleisch, Eier und Milchprodukte) werden im Darm zu Trimethylamin umgewandelt. Es handelt sich dabei um ein Verdauungsgas, das ähnlich wie Ammoniak unangenehm riecht. In unserer Leber wird Trimethylamin zu Trimethylaminoxid (TMAO) umgewandelt. Dabei handelt es sich um ein toxisches Aminoxid, das mit Herz- und Nierenversagen sowie Arteriosklerose (Schlaganfälle, Herzinfakt) assoziiert wird. Forscher bezeichnen die TMAO-Level als neuen Biomarker für Atherosklerose und gehen davon aus, dass man bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen mithilfe deren TMAO-Spiegel ihre Sterbewahrscheinlichkeit voraussagen kann. Für die Prävention dieser Krankheiten bedeutet dies allerdings: Besser auf tierische Produkte verzichten. Wer sich überwiegend pflanzlich ernährt und Steak, Milch und Co. mit proteinreichen Fleischalternativen wie Süßlupinensamen, Lupinenschrot oder Süßlupinenmehl austauscht, reduziert seine körpereigene TMAO-Produktion und damit sein Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten. Auch pflanzliche Proteinpulver wie Erbsenprotein decken den Eiweißbedarf problemlos.

Vorteile einer traditionellen asiatischen Ernährung in Bezug auf Demenz & Krebs

Eine traditionelle, asiatische Ernährung mit viel pflanzlicher Frischkost senkt das Alzheimer-Risiko. Die niedrigsten Demenz-Raten findet man in Afrika, Indien und Südostasien; die höchsten in Westeuropa und Nordamerika. Allerdings spielen genetische Faktoren nur eine untergeordnete Rolle. Denn wenn afrikanische oder asiatische Ethnien ihre Heimat verlassen und ihre Ernährung an die westliche anpassen, steigt auch ihr Demenzrisiko. Eine im „Journal of Alzheimer’s Disease“ veröffentlichte Studie aus 2014 zeigt auf, dass die Demenzraten in Japan in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen sind. Die Forscher begründen dieses Ergebnis mit dem sich wandelnden Ernährungs- und Lebensstil der japanischen Bevölkerung seit den 1960er Jahren, welcher mit einem steigenden Verzehr an tierischen Produkten und ungesättigten Fettsäuren einhergeht. Die traditionelle japanische Ernährung ist hingegen kalorienarm, nutzt kaum Fleisch oder Milchprodukte und beinhaltet sehr viel Fisch, Reis und andere pflanzliche Lebensmittel. Wer sich vegetarisch ernährt, hat ein 2 – 3 x niedrigeres Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken!