Buchvorstellung: „Die 50 besten Superfoods – Gesundheit kann man essen“

Als „Superfood“ werden natürliche Lebensmittel bezeichnet, die einen besonders hohen Vitalstoffgehalt und einen hohen Anteil an schützenden sekundären Pflanzenstoffen aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, essentielle Aminosäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Enzyme und Antioxidantien. Durch diese wertvollen Pflanzeninhaltsstoffe entfalten die Lebensmittel eine ganz besondere Wirkung auf unseren Körper. Je nach Pflanzeninhaltsstoff können das zum Beispiel positive Effekte auf das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System oder die Blutwerte sein. So helfen Superfoods unserem Körper dabei, unser tägliches Wohlbefinden zu verbessern und Krankheiten auf eigene Faust zu heilen. Unser Rat: Bevor Sie bei gesundheitlichen Problemen gleich zu Medikamenten greifen, probieren Sie es unbedingt mal mit Superfoods!

Vergessen Sie dabei jedoch nicht, dass der Verzehr eines einzigen Superfoods alleine nicht gesund macht. Der Schlüssel zu einem langen, gesunden Leben liegt in der Gesamtheit, Vielfalt und Ganzheitlichkeit der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen. Gesundheit ist kein Trend, sondern eine Lebenseinstellung!

Buchvorstellung: “Die 50 besten Superfoods” von Brigitte Hamann

Im Gegensatz zu vielen anderen Publikationen zum Thema Superfood fundiert das Buch „Die 50 besten Superfoods – Gesundheit kann man essen“ auf konkreten wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen. Auf 192 farbig illustrierten Seiten bringt Brigitte Hamann uns die bunte Welt der Superfoods und ihre praktische Integration in den Alltag näher. Die Autorin hat präzise recherchiert und lässt es sich auch nicht nehmen, die aktuell vorherrschende westliche Ernährungsweise kritisch zu betrachten.

Trotz einem Überangebot an Nahrung leiden Menschen in den industrialisierten Ländern immer häufiger an Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose oder Krebs. Der Speiseplan vieler Menschen besteht zu einem großen Teil aus stark denaturierten Mahlzeiten mit hohem Gehalt an raffiniertem Zucker, Auszugsmehlen wie Weißmehl und Transfettsäuren. Frisches Obst und Gemüse, ursprüngliche Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Saaten fehlen hingegen häufig. Diese Ernährungsweise macht zwar satt, aber liefert unserem Organismus nicht die Mikro- und Phytonährstoffe, die er für eine stabile Gesundheit bräuchte.

Unsere Ernährung bestimmt zu einem großen Teil über Krankheit und Gesundheit. Das Wissen um das naturheilkundliche Potential bestimmter Lebensmittel ist so uralt wie die Zivilisation selbst. Schon der griechische Arzt Hippokrates verkündete: „Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!“ Auch der Naturheilkundler Sebastian Kneipp war der Meinung: „Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke.“ Zum Glück erfahren diese Weisheiten gerade eine regelrechte Renaissance: Immer mehr Menschen setzen sich kritisch mit Schulmedizin und Pharmaindustrie auseinander und interessieren sich für alternative Heilmethoden und potente Superfoods. Ein weiteres Umdenken ist trotzdem nötig: Superfoods sollten nicht länger „Superfoods“ sein, sondern ein fester Bestandteil unserer Ernährung – Lebensmittel, die wir täglich uns nehmen, unsere Normalität. Diese Lektüre eignet sich für alle, die sich für die heilende Kraft einer naturbelassenen, ursprünglichen und vitalstoffreichen Ernährung interessieren!

Superfoods unter der Lupe der Wissenschaft

Chiasamen verbessern die Blutwerte und schützen vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Chiasamen sind reich an der Omega 3-Fettsäure Alpha-Linolensäure und Ballaststoffen. Eine 2009 veröffentlichte Studie der University of Litoral in Santa Fe/Argentinien an Ratten zeigte, dass der Verzehr von Chiasamen deshalb deutlich die Blutwerte verbessern kann. Im Rahmen der Untersuchungen wurde den Ratten drei Wochen lang eine zuckerreiche Ernährung verabreicht. Danach hatten die Ratten eine Insulinresistenz sowie eine Fettstoffwechselstörung (= erhöhter Cholesterin- und Tryglyceridspiegel) entwickelt. Nach dem Untersuchungszeitraum wurde einem Teil der Ratten Chiasamen verabreicht um zu beobachten, inwiefern diese die metabolischen Abnormalitäten wieder rückgängig machen konnten. Das Ergebnis: Die kranken Ratten, die nachträglich mit Chiasamen gefüttert wurden, zeigten wieder deutlich verbesserte Blutwerte. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass Chia auch bei Menschen einen positiven Einfluss auf die Blutzucker und –fettwerte hat und dadurch wichtige Risikofaktoren für die Herz-Kreislauf-Gesundheit positiv beeinflussen kann.

Chlorella verhindert Blutarmut in der Schwangerschaft. Zu diesem Ergebnis kam eine japanische Studi, die im Jahr 2010 in der Fachzeitschrift „Plants for Human Nutrition“ erschienen ist. Das Forscherteam um Shiro Nakano untersuchte 70 schwangere Frauen und teilte davon 38 in die Placebo-Gruppe und 32 in die Chlorella-Gruppe ein. Die Frauen aus dem Chlorella-Team nahmen ab der 12. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt täglich 6 g Chlorella-Algen. Da diese Portion rund 7 – 8 mg Eisen enthält, konnten die Frauen ihren erhöhten Eisenbedarf in der Schwangerschaft leichter decken, als die Placebo-Probandinnen. Bei denjenigen Frauen, die Chlorella supplementierten, gab es deutlich weniger Fälle von Eisenmangelanämie – einem Zustand den viele schwangere Frauen durch mangelnde Eisenzufuhr aufweisen. Die Wissenschaftler empfehlen Schwangeren neben der Zufuhr von Chlorella Vulgaris auch eine ansonsten eisenreiche Kost. Eisenreiche Lebensmittel sind – neben den Mikroalgen – zum Beispiel Weizenkleie, Kürbiskerne, schwarzer Sesam, Blaumohn, Amaranth, Weizenkeime, Leinsamen, Quinoa sowie Linsen.

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Abonnieren Sie doch einfach unseren RSS feed!

Das könnte Dich auch interessieren …